Bohnen aus eigenem Anbau sind viel leckerer als aus dem Supermarkt.
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Bohnen aus eigenem Anbau sind oft viel leckerer als aus dem Supermarkt.

Ratgeber

So pflanzen Sie Bohnen in Ihrem Garten an

  • Franziska Kaindl
    vonFranziska Kaindl
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Sie sind ein Bohnen-Fan? Dann sollten Sie dem leckeren Gemüse unbedingt einen Platz in Ihrem Garten gewähren. Wir haben Tipps fürs Anpflanzen für Sie parat.

  • Bohnen sind lecker und gesund und deshalb ein Dauergast in unseren Beeten.
  • Beim Anbau haben Sie die Wahl zwischen verschiedensten Sorten, die leicht unterschiedliche Anforderungen mit sich bringen.
  • Wir haben das Wichtigste zum Bohnenpflanzen für Sie zusammengefasst. 

Viele kennen Ihre ersten Versuche der Bohnenanpflanzung vielleicht noch aus der Schule: Dort bekommen Kinder im Sach- oder Biologieunterricht des Öfteren ein paar Bohnensamen mit nach Hause, um ihr Glück zu versuchen und die Ergebnisse in einem Tagebuch festzuhalten. Das liegt aber meist schon ein paar Jahre zurück - und das Wissen von damals braucht eine kleine Auffrischung. Wir zeigen Ihnen, wie Sie daheim im Garten oder auf dem Balkon Bohnen anpflanzen.

Welche Bohnen-Sorten gibt es?

Die Auswahl an Bohnen ist immens, doch im Garten finden sich meist verschiedene Sorten von Busch- oder Stangenbohnen. Der Unterschied liegt hier in der Wuchsform: Während Stangenbohnen bis zu drei Meter hoch werden können und eine Rankhilfe brauchen, erlangen Buschbohnen in etwa eine Höhe von 50 Zentimetern und benötigen keine Stütze. Ebenfalls zu den Gartenbohnen zählt die Feuerbohne. Sie wächst wie die Stangenbohne an einer Rankhilfe.

Wann ist der beste Zeitpunkt, um Bohnen zu pflanzen?

Mit der Aussaat der Bohnen ins Freiland sollten Sie bis nach den Eisheiligen warten - also etwa Mitte Mai. Die Bohnen sind nämlich kälteempfindlich und benötigen eine konstante Bodentemperatur von mindestens zehn Grad. Anschließend können Sie viele Sorten auch noch bis Mitte Juni aussäen. Falls Sie schon früher loslegen wollen, können Sie die Bohnen auch schon im Gewächshaus oder drinnen auf der Fensterbank vorziehen.

Welchen Standort bevorzugen Bohnen?

Im Prinzip haben Bohnen keine große Anspruch an den Boden, doch in einer lockeren, humusreichen und tiefgründigeren Erde fühlen sie sich am wohlsten. Ein sandig-lehmiger Boden mit einem pH-Wert zwischen 6 und 7 ist optimal für den Bohnenanbau. Zudem sollte er relativ windgeschützt sein. Während alle Bohnensorten eher einen vollsonnigen Standort bevorzugen, wachsen Busch- und Feuerbohnen aber auch an einem halbschattigen Ort. Um die Erde vor der Aussaat etwas zu verbessern, können Sie ihn auflockern und mit Kompost anreichern.

Bei Bohnen handelt es sich meistens um einjährige Pflanzen, sie können aber bis zu drei Jahre im gleichen Beet kultiviert werden. Als Mischkultur eigenen sich für Stangenbohnen zum Beispiel Bohnenkraut, da es die Schwarze Bohnenlaus vertreibt. Aber auch Erdbeeren*, Gurken*, Kohl, Mais, Radieschen*, Rettich, Rote Bete* oder Zucchini* eignen sich als Gesellschaft. Bei der Fruchtfolge sollten Sie beachten, dass keine Erbsen* vorher im Beet gepflanzt wurden - Getreide hat sich als Vorkultur jedoch bewährt.

Passend dazu: Wenn Sie diese Sache beim Gemüseanbau vergessen, drohen Krankheiten und Schädlinge.

So pflanzen Sie Bohnen im Gartenbeet an

Buschbohnen können Sie in Horsten oder in Reihen aussäen. Für die Aussaat in Reihen legen Sie Saatrillen von ungefähr drei Zentimetern Tiefe an und säen die Samen in einem Abstand von vier bis fünf Zentimetern aus. Behalten Sie im Hinterkopf, dass Buschbohnen später im Beet viel Platz benötigen. Die Reihen haben einen Abstand von 40 bis 50 Zentimeter zueinander. Bei der Horstsaat legen Sie fünf bis sechs Samen ungefähr drei Zentimeter tief in die Erde und halten einen Abstand von 40 Zentimetern zu den anderen Pflanzlöchern.

Wenn Sie Stangenbohnen anpflanzen möchten, sollten Sie sich vor der Aussaat um eine Rankhilfe kümmern. Dafür können Sie eine einfache Stangen, Rankgitter oder Spaliere verwenden. Sorgen Sie dafür, dass diese ungefähr 30 Zentimeter tief in der Erde stecken, damit sie stabil sind. Anschließend legen Sie sechs bis acht Körner bis zu drei Zentimeter tief an die Rankhilfe. Nach der Aussaat werden die Samen gut gewässert.

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Pflege-Tipps für den Bohnen-Anbau

Sowohl Busch- als auch Stangenbohnen haben in der Zeit zwischen der Blüte bis zum Fruchtansatz einen hohen Wasserbedarf. Gießen Sie den Boden also einmal in der Woche ordentlich mit einem Wasserschlauch und lockern Sie den Boden regelmäßig mit der Hacke auf. Mit dem Anhäufeln sorgen Sie zudem dafür, dass sich die Wurzeln schnell und stark entwickeln.

So pflanzen Sie Bohnen auf dem Balkon an

Bohnen lassen sich wunderbar auf dem Balkon heranziehen. Je nach Sonneneinstrahlung und Witterungsverhältnissen können Sie sich die passende Sorte aussuchen. Manche Bohnen mögen ein starke Sonneneinstrahlung mehr als andere. In der Regel sollte der Standort aber sonnig bis halbschattig und windgeschützt sein. Als beliebte Balkon-Bohne zählt zum Beispiel die Feuerbohne.

Der Pflanztopf für den Bohnen-Anbau sollte mindestens einen Durchmesser von 45 Zentimeter und eine Tiefe von 40 Zentimetern haben. Suchen Sie sich ein Modell mit Ablaufloch und füllen Sie den Boden des Topfes mit Kies, bevor Sie die Pflanzerde darüber ausbringen -  so kann das Wasser gut ablaufen. Staunässe mögen Bohnen nämlich gar nicht. Als Pflanzerde eignet sich ein lockeres und humusreiches Substrat, das wenige Stickstoffe enthält. Für Stangen- und Feuerbohnen sollten Sie zudem eine Rankhilfe parat halten.

In einen Pflanztopf dieser Größe passen fünf bis sechs Samen, die Sie circa zwei bis drei Zentimeter tief in die Erde legen, leicht bedecken und angießen. Anschließend sollten Sie die dafür sorgen, dass die Erde immer gleichmäßig feucht bleibt. Nach rund zehn Wochen sind die Bohnen erntereif.

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Gießen Sie Ihren Garten eher abends? Dann machen Sie es falsch. Denn es ist immer noch so heiß, dass der Großteil der Feuchtigkeit verdunstet. Deshalb ist die Mittagszeit auch der schlechteste Zeitpunkt, um die Gießkanne auszupacken. Am besten ist es, die Pflanzen morgens gegen sechs Uhr zu bewässern.
Gießen Sie Ihren Garten eher abends? Dann machen Sie es falsch. Denn es ist immer noch so heiß, dass der Großteil der Feuchtigkeit verdunstet. Deshalb ist die Mittagszeit auch der schlechteste Zeitpunkt, um die Gießkanne auszupacken. Am besten ist es, die Pflanzen morgens gegen sechs Uhr zu bewässern. © pixabay/annawaldl
Oft wird beim Gießen nicht besonders darauf geachtet, wieviel Wasser die Pflanzen eigentlich individuell benötigen. So brauchen Sie mediterrane Pflanzen meist nicht so stark bewässern, da sie schwüles Wetter gewöhnt sind. Als Faustregel gilt: Je größer die Blätter, umso mehr Wasser benötigt die Pflanze.
Oft wird beim Gießen nicht besonders darauf geachtet, wieviel Wasser die Pflanzen eigentlich individuell benötigen. So brauchen Sie mediterrane Pflanzen meist nicht so stark bewässern, da sie schwüles Wetter gewöhnt sind. Als Faustregel gilt: Je größer die Blätter, umso mehr Wasser benötigt die Pflanze. © pixabay/annawaldl
Die meisten Hobbygärtner verlassen sich bei der Gartenpflege auf den Rasenmäher mit Fangkorb. Doch dadurch lassen Sie sich eine einfache Gelegenheit den Rasen zu düngen und vor der Hitze zu schützen, durch die Lappen gehen. Lassen Sie stattdessen den Schnitt als Mulch auf dem Rasen liegen - er versorgt ihn mit Nährstoffen und speichert Feuchtigkeit für heiße Tage.
Die meisten Hobbygärtner verlassen sich bei der Gartenpflege auf den Rasenmäher mit Fangkorb. Doch dadurch lassen Sie sich eine einfache Gelegenheit, den Rasen zu düngen und vor der Hitze zu schützen, durch die Lappen gehen. Lassen Sie stattdessen den Schnitt als Mulch auf dem Rasen liegen - er versorgt ihn mit Nährstoffen und speichert Feuchtigkeit für heiße Tage. © pixabay/Counselling
Topfpflanzen bekommen meist genauso viel Zuwendung, wie alle anderen Pflanzen im Garten - doch das ist ein Fehler. Sie brauchen mehr Wasser, da sie von weniger Erde umgeben sind, die die Feuchtigkeit speichern kann. Deshalb müssen Sie täglich ausgiebig bewässert werden. Um die weggewaschenen Nährstoffe wieder herzustellen, brauchen Topfpflanzen zudem eine regelmäßig Düngung.
Topfpflanzen bekommen meist genauso viel Zuwendung, wie alle anderen Pflanzen im Garten - doch das ist ein Fehler. Sie brauchen mehr Wasser, da sie von weniger Erde umgeben sind, die die Feuchtigkeit speichern kann. Deshalb müssen Sie täglich ausgiebig bewässert werden. Um die weggewaschenen Nährstoffe wieder herzustellen, brauchen Topfpflanzen zudem eine regelmäßig Düngung. © pixabay/KIMDAEJEUNG
Zu wenig gießen ist schlecht, aber zu viel gießen, kann auch ein Problem werden. Denn bei Staunässe fangen die Wurzeln der Pflanzen im Erdreich zu faulen an. Gießen Sie also erst wieder, wenn die oberste Erdschicht angetrocknet ist.
Zu wenig gießen ist schlecht, aber zu viel gießen kann auch ein Problem werden. Denn bei Staunässe fangen die Wurzeln der Pflanzen im Erdreich zu faulen an. Gießen Sie also erst wieder, wenn die oberste Erdschicht angetrocknet ist. © pixabay/annawaldl
Das Wasser sollte beim Gießen außerdem nicht auf den Blättern verteilt werden - wie zum Beispiel bei einem Rasensprenger. Feuchte Blätter sind nämlich der perfekte Nährboden für Krankheiten und Pilze. Zielen Sie stattdessen genau auf die Wurzeln oder nutzen Sie ein Tropfbewässerungssystem.
Das Wasser sollte beim Gießen außerdem nicht auf den Blättern verteilt werden - wie zum Beispiel bei einem Rasensprenger. Feuchte Blätter sind nämlich der perfekte Nährboden für Krankheiten und Pilze. Zielen Sie stattdessen genau auf die Wurzeln oder nutzen Sie ein Tropfbewässerungssystem. © pixabay/MIH83
Ein tolle Auswahl an Blumen und Stauden bringt nichts, wenn sie nicht richtig angeordnet sind. Pflanzen, die höher wachsen, sollten in zweiter Reihe stehen, damit die vorderen Blumen gut zu sehen sind und genügend Licht bekommen.
Schon beim Anlegen des Gartens drohen viele Fehler: Ein tolle Auswahl an Blumen und Stauden bringt nichts, wenn sie nicht richtig angeordnet sind. Pflanzen, die höher wachsen, sollten in zweiter Reihe stehen, damit die vorderen Blumen gut zu sehen sind und genügend Licht bekommen. © pixabay/Hans
Beim Anpflanzen scheint das Beet noch ganz leer zu sein - deshalb neigen Hobbygärtner gerne dazu, die Zwiebeln und Samen dicht anzuordnen. Gedeihen die Pflanzen allerdings erst einmal, wird es schnell eng im Beet. Damit sie sich nicht gegenseitig beim Wachsen behindern, sollten Sie beachten, wie hoch und breit die Pflanzen werden können.
Beim Anpflanzen scheint das Beet noch ganz leer zu sein - deshalb neigen Hobbygärtner gerne dazu, die Zwiebeln und Samen dicht anzuordnen. Gedeihen die Pflanzen allerdings erst einmal, wird es schnell eng im Beet. Damit sie sich nicht gegenseitig beim Wachsen behindern, sollten Sie beachten, wie hoch und breit die Pflanzen werden können - und dementsprechend mehr Platz einberechnen. © pixabay/Gellinger
Auch für das Düngen braucht es ein gutes Händchen. Die einen machen es zu oft, die anderen überhaupt nicht. Doch zweimal im Jahr - Frühjahr und Herbst - sollten Sie Ihren Pflanzen diese Nährstoffzufuhr gönnen. Dazu reicht es, dem Boden einfach eine gute Menge Kompost hinzuzufügen.
Auch für das Düngen braucht es ein gutes Händchen. Die einen machen es zu oft, die anderen überhaupt nicht. Doch zweimal im Jahr - Frühjahr und Herbst - sollten Sie Ihren Pflanzen diese Nährstoffzufuhr gönnen. Dazu reicht es, dem Boden einfach eine gute Menge Kompost hinzuzufügen. © pixabay/Jing
Wenn manche Pflanzen nicht so wachsen wollen, wie sie sollen, liegt das nicht immer an der Pflege - sondern am Boden selbst. Vielleicht ist er zu sauer oder kalkig, zu sandig oder zu lehmig. Deshalb dürfen Sie nicht vergessen, vorher schon eine Bodenprobe zu nehmen und diese untersuchen zu lassen - damit Sie dem Erdreich den richtigen Dünger zufügen können.
Wenn manche Pflanzen nicht so wachsen wollen, wie sie sollen, liegt das nicht immer an der Pflege - sondern am Boden selbst. Vielleicht ist er zu sauer oder kalkig, zu sandig oder zu lehmig. Deshalb dürfen Sie nicht vergessen, vorher schon eine Bodenprobe zu nehmen und diese untersuchen zu lassen - damit Sie dem Erdreich den richtigen Dünger zufügen können. © pixabay/mjordano

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