Reihe über Benachteiligung im Bildungswesen startet

Gießen(pm). Studierende und Mitarbeiter der Justus-Liebig-Universität veranstalten mit dem Allgemeinen Studentenausschuss im Wintersemester die Reihe "Class matters! - Soziale Herkunft und Benachteiligung im Bildungssystem". Den Auftakt macht die Lesung mit Sahra Rausch am Dienstag, dem 24. November, 19 Uhr, zum Thema "Akademische Außenseiter - Sprechen über Klassismus in der Wissenschaft". Alle Veranstaltungen finden online statt. Zum Abschluss am 13. März ist eine Lesung mit Christian Baron im Rathaus geplant.

Wer als Erster in seiner Familie studiert, hat es an den Hochschulen oft deutlich schwerer. Während 74 Prozent der Kinder aus Akademikerhaushalten ein Studium beginnen, sind es bei Arbeiterkindern nur 21 Prozent. Von Ersteren promovieren zehn Prozent, von Letzteren nur ein Prozent. "Diese Art der Diskriminierung wird als ›Klassismus‹ bezeichnet. Wir möchten für diese häufig übersehene Diskriminierungsform ein Bewusstsein schaffen," fasst Jutta Hergenhan, Wissenschaftliche Geschäftsführerin des Zentrums für Medien und Interaktivität der Justus-Liebig-Universität, zusammen. - Die weiteren Veranstaltungen:

13. Januar, 19 Uhr: Vortrag von Ceren Türkmen, "Klasse heute".

18. Januar, 16 bis 19 Uhr: Workshop mit Andreas Kemper "Klassismus und soziale Ungleichheit in der Schule".

1. Februar, 16 bis 19 Uhr: Workshop mit Susanne Pawlewicz "Klassismus und soziale Ungleichheit i. d. Hochschule".

3. Februar, 18 bis 20 Uhr: Podiumsdiskussion mit Ingrid Miethe (JLU), Francis Seeck (Institut für Klassismusforschung), Katja Urbatsch (ArbeiterKind.de)

Die Reihe findet mit dem Georg-Büchner-Club, der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, dem Zentrum für Lehrerbildung und der Mittelbau-Initiative der JLU sowie der Rosa-Luxemburg-Stiftung statt. Infos und Anmeldung: www.asta-giessen.de/classmatters/

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