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Lawinengefahr in den Bergen: Was Sie auf Ihrer Tour dabei haben sollten

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Von: Franziska Kaindl

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Skitourengeher an der Alpsitz.
Im Winter kommt es in den Bergen immer wieder zu Lawinen. © Imago

Im Winter treibt es einige Touristen zum Skifahren, Schneeschuhwandern oder Tourengehen in die Berge. Hier gilt es auch, sich auf mögliche Lawinen vorzubereiten.

Wintersport wie Skitourengehen oder Schneeschuhwandern wird immer beliebter. Das Besondere an diesen Aktivitäten ist, dass sie abseits der Pisten stattfinden, sodass eher unberührtes Terrain entdeckt werden kann. Gerade hier ist die Lawinengefahr aber am höchsten – rund 90 Prozent der Verschütteten haben die Lawine selbst ausgelöst, wie der Deutsche Alpenverein (DAV) berichtet. Jährlich sind rund 100 Lawinentote in den Alpen zu beklagen. Daher ist es von großer Bedeutung, dass Winterurlauber sich optimal auf ihren Ausflug in die Berge vorbereiten.

Richtige Vorbereitung: Pflichtlektüre für Winterurlaub in den Bergen

Bevor Sie Ihren Tag in den Bergen starten, sollten Sie sich den aktuellen Wetterbericht und den Lawinenlagebericht durchlesen. Im besten Fall drucken Sie sich die Informationen aus und nehmen Sie mit, damit Sie auch unterwegs noch einmal nachlesen können. Generell kennt die europäische Lawinengefahrenskala fünf verschiedene Gefahrenstufen:

Erfahren Sie hier: Skifahren 2021/22: Das sind die Corona-Regeln in Österreich, Deutschland, Schweiz & Co.

Lawinengefahr: Die richtige Ausrüstung für den Notfall

Beim Skitourengehen oder Schneeschuhwandern abseits der Piste sollten Wintersportler stets eine Notfallausrüstung dabei haben. Standardmäßig gehört laut dem neuen Faltblatt „Achtung Lawinen“, welches unter der Leitung des Bayerischen Kuratoriums für alpine Sicherheit aktualisiert wurde, folgendes dazu:

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Verhaltensregeln bei Lawinen

Der beste Schutz vor Lawinen ist, kein unnötiges Risiko einzugehen und bestimmte Verhaltensregeln zu beachten:

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Was tun, wenn sich eine Lawine löst?

Um heil aus einem Lawinenunglück herauszukommen, braucht es neben der richtigen Ausrüstung auch eine Menge Portion Glück. Denn selbst mit den richtigen Verhaltensregeln ist die Wucht einer Lawine oft zu groß, um kontrollierte Sicherheitsmaßnahmen durchzuführen. Dennoch kann mit kleinen Verhaltensregeln eventuell auch Schlimmeres verhindert werden, wie das Magazin GEO informiert:

  1. Wenn noch die Chance zur Flucht besteht, versuchen Sie auf den Beinen zu bleiben und sich seitlich aus der Lawine hinauszubewegen.
  2. Entkommen Sie der Lawine nicht, sollten Sie möglichst schnell die Skistöcke und Ski loswerden. Die Skistöcke sollten Sie aber zuerst entfernen, damit Sie die Hände freihaben. Die Stöcke und Bretter erhöhen nämlich das Verletzungsrisiko und erhöhen die Gefahr, noch tiefer verschüttet zu werden.
  3. Versuchen Sie sich mit Schwimmbewegungen an der Oberfläche der Lawine zu halten. Dabei kann zusätzliche Ausrüstung, wie ein Lawinen-Airbag, helfen.
  4. Wenn sich die Lawine verlangsamt hat, versuchen Sie mit den Händen einen Hohlraum vor Mund und Nase zu bilden, um eine Atemhöhle und Bewegungsspielraum zu haben.

(fk) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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