Die Enge durch den Neubau der Gewächshäuser ist nicht mit Pandemie-Regeln vereinbar, meint die Uni. FOTO: HENSS
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Die Enge durch den Neubau der Gewächshäuser ist nicht mit Pandemie-Regeln vereinbar, meint die Uni. FOTO: HENSS

Garten bleibt geschlossen

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Gießen(kw). Er ist über 400 Jahre alt und eine der Top-Anlaufstellen für Touristen. Im Corona-Sommer wird die Frage immer lauter: "Wann macht der Botanische Garten endlich auf?" Die Antwort: Gar nicht. Die Anlage bleibt für die Öffentlichkeit bis zum Frühjahr 2021 geschlossen, weil die Corona-Abstandsregeln nicht sicher eingehalten werden könnten. Das erklärt Lisa Dittrich, Sprecherin der Justus-Liebig-Universität.

Zu riskant sei eine Öffnung in Pandemie-Zeiten angesichts der schmalen Wege, der zusätzlichen Enge durch die Baustelle der Gewächshäuser und des nötigen Kernbetriebs aus Pflege, Lehre und Forschung. Bald fällt zudem die grundsätzliche Möglichkeit einer Einbahn-Regelung mit getrenntem Ein- und Ausgang weg. Die historische Mauer an der Senckenbergstraße soll ab 17. August an zwei Stellen saniert werden. Deshalb ist das Tor dann nicht nutzbar.

"Die Entscheidung ist uns - auch angesichts der Beliebtheit des Gartens in der Bevölkerung - nicht leichtgefallen", versichert Dittrich. "Wir sehen aber keine andere Möglichkeit. Umso mehr freuen wir uns darauf, unsere Besucher hoffentlich ab dem kommenden Frühjahr wieder begrüßen zu können. Die neuen Gewächshäuser werden den Garten zu einem noch attraktiveren Ziel machen."

Die Anfänge des Botanischen Gartens gehen auf das Jahr 1609 zurück. Landgraf Ludwig von Hessen-Darmstadt überließ der zwei Jahre zuvor gegründeten Universität Gießen ein Lustgärtchen am Schlossturm zur Einrichtung eines "Hortus medicus". Er ist der älteste botanische Universitätsgarten Deutschlands.

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