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Im Job nerven die Kollegen und der Chef ist unfähig? Drei Wege, wie Sie ihre Wut kontrollieren

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Von: Carina Blumenroth

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Job oder Privatleben, es gibt einige Situationen, die Menschen wütend machen. Wut ist allerdings nicht der beste Ratgeber für Gespräche oder Entscheidungen.

Emotionen gehören im Alltag einfach dazu, aber der falsche Umgang mit beispielsweise Wut im Job kann das Leben als Arbeitnehmerin oder Arbeitnehmer unnötig erschweren. Nicht nur zwischenmenschlich kann das zu Problemen führen, wenn Menschen falsch mit Emotionen umgehen, kann sich das auch auf die Gesundheit auswirken.

Wut im Job: „Explosiv, aggressiv, unangenehm“ – Wut hat keinen guten Ruf

Frau schreit Mann an.
Die Emotion Wut kann Ihnen Schwierigkeiten bereiten. Falls Sie nicht richtig damit umgehen, können gesundheitliche Folgen eintreten. (Symbolbild) © Imago

Das Herz beginnt zu rasen, Adrenalin pumpt durch den Körper – ein emotionaler Ausbruch lässt Körper und Geist teils extrem reagieren. Wenn Menschen wütend werden, bahnt sich das mitunter langsam an – wenn man der Wut dann freien Lauf lässt, kann es schnell „explosiv, aggressiv und unangenehm“ werden, informiert die Webseite Arbeitsabc. Dennoch ist es wichtig, dass Körper und Geist so reagieren – beispielsweise werden mit Reaktionen Grenzen sichtbar. Aber auch evolutionstechnisch sind starke Reaktionen unabdingbar, so kann eine körperliche und geistige Reaktion vor Gefahrensituationen schützen.

Wann ist Wut schädlich?

Es gibt verschiedene Aspekte, wann Wut schädlich sein kann – einerseits schadet Wut, wenn diese unterdrückt wird, andererseits aber auch, wenn diese maßlos ausgetragen wird. Was sich unterscheidet, ist die Auswirkungen auf den eigenen Körper und das Umfeld.

Was passiert, wenn Wut unterdrückt wird?

Die Psyche und der Körper werden belastet, wenn Wut immer wieder heruntergeschluckt und unterdrückt wird. Es kann passieren, dass der Stress, der dadurch entsteht, krank macht. Auswirkungen auf das Herz, das Immunsystem und das allgemeine Wohlbefinden können die Folge sein.

Negative Emotionen, wie Wut, entstehen im limbischen System, das ist Teil, der im „evolutionär alten Bereich“ des Gehirns sitzt, wie die Webseite der Oberberkliniken berichtet. Ist man beispielsweise wütend, ist dieser Bereich besonders aktiv. Das bedeutet auch, dass in dieser Zeit vermehrt Stresshormone ausgeschüttet werden. Dies kann zu Depressionen führen, berichtet Abeitsabc und beruft sich dabei auf einen Hirnforscher. Ebenso kann nach innen gerichtete Wut zu allgemeiner Unzufriedenheit führen.

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Wut wird nach außen getragen: Wann ist das schädlich?

Dass Menschen wütend werden können, ist normal, schädlich wird es allerdings, wenn die Wut immer an außenstehenden Personen herausgelassen wird. Sollte Wut zu einem Kontrollverlust führen, wirkt sich das auf das Umfeld aus – beruflich und privat. Wichtig ist, dass Sie Ihre Wut Grenzen hat – Menschen anschreien oder Gegenstände zu schmeißen, wird Ihre Situation nicht verbessern. Wichtig ist es allerdings trotzdem, dass Sie die Situation lösen und mit der Wut umgehen können, sollte dies nicht gelingen, könnten Konzentrationsprobleme auftreten, sie könnten unproduktiv sein oder unter inneren Unruhe leiden.

Drei Möglichkeiten, wie Sie Wut kontrollieren können

  1. Abstand: Damit Sie die Kontrolle behalten, empfiehlt es sich, dass Sie nicht ungefiltert Ihre Gedanken aussprechen. Kochen die Emotionen gerade hoch, fällt es schwer, diplomatisch zu sein und sich auch in andere hineinzuversetzen. Oft wollen Sie im ersten Moment nur die eigene Wut loswerden – Bedürfnisse von anderen stehen da mitunter hinten an. Kommunizieren Sie, dass Sie einen Moment für sich brauchen, und entziehen Sie sich der akuten Situation.
  2. Reflektieren Sie: Was macht Sie eigentlich wütend? Ist es die Chefin oder der Chef? Sind es Kolleginnen und Kollegen? Oder steckt etwas ganz anderes hinter Ihrer Wut? Oft können Reaktionen von anderen, Wut triggern, obwohl der eigentliche Auslöser ganz woanders liegt.
  3. Ich-Botschaften: Das ist wichtig in allen Belangen – verzichten Sie auf Verallgemeinerungen und sprechen Sie über sich und die eigenen Eindrücke. Schuldzuweisungen bringen Sie nicht weiter, sondern könnten das Problem eher befeuern.

Achten Sie auf Raum für Emotionen in Ihrem Alltag

Suchen Sie sich Räume, in denen Sie Ihre Emotionen freien Lauf lassen können. Manche können beispielsweise Ihre Emotionen durch Sport besser kontrollieren. Eine Möglichkeit ist es auch, sich regelmäßig Zeit zum Abschalten zu nehmen – dabei können Entspannungsübungen helfen.

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