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Bislang gibt es für Selbstständige keine Pflicht, für das Alter vorzusorgen - anders als bei Angestellten, die in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen. Foto: Franz-Peter Tschauner

Umfrage

Viele Selbstständige machen sich Sorgen um Altersvorsorge

Auch Selbstständige sollten finanziell für das Alter vorsorgen. Eine neue Umfrage zeigt: Viele von ihnen befürchten, nicht genug zu tun. Die Politik will jetzt handeln und klarere Vorgaben machen.

Berlin (dpa/tmn) - Altersvorsorge ist ein Thema, das vielen Selbstständigen offenbar Kopfschmerzen bereitet. Fast zwei Drittel aller Selbstständigen (62 Prozent) sorgen sich um die finanzielle Absicherung im Alter, wie eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov Deutschland zeigt.

Unter Frauen (68 Prozent) sind es mehr als unter Männern (59 Prozent). Für das Alter vorzusorgen, ist für Selbstständige bisher keine gesetzliche Pflicht. Bundesarbeitsminister Hubertus Heil will dazu noch in diesem Jahr einen Gesetzentwurf vorlegen.

Derzeit sorgen Selbstständige vor allem mit Immobilien für das Alter vor. In ein selbst genutztes Haus haben 44 Prozent investiert, 20 Prozent in eine oder mehrere vermietete Immobilien. Viele (32 Prozent) haben auch einfach nur Geld auf dem Konto oder dem Sparbuch.

In Fonds investieren 29 Prozent, in einzelne Aktien immerhin 21 Prozent. Gold (13 Prozent), festverzinsliche Wertpapiere (10 Prozent) und Zertifikate (5 Prozent) sind weniger beliebte Formen.

Im Mittel gehen Selbstständige davon aus, dass der Verkauf ihrer Firma fast 50 Prozent zu dem beisteuern kann, was sie insgesamt zur privaten Altersvorsorge zur Verfügung haben werden.

Für die bundesweit repräsentative Studie wurden im Auftrag der Quirin Privatbank insgesamt 1008 Selbstständige und Freiberufler in Deutschland inklusive niedergelassener Ärzte mit eigener Praxis befragt. Die Umfrage wurde im März und April 2019 durchgeführt.

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