Nachtzuschlag: Schichtarbeiter im Nachteil

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Nachtschichtzuschläge in Getränkeunternehmen müssen nicht einheitlich sein. Darauf weist der Deutsche Anwaltverein (DAV) mit Blick auf eine Entscheidung des Arbeitsgerichts in Köln (Az.: 11 Ca 5999/19; 11 Ca 6000/19) hin. In dem konkreten Fall ging es um zwei von 60 Arbeitnehmern eines Getränkeherstellers, die sich allesamt gegen ihren Tarifvertrag gewehrt hatten.

Gegenstand der Klage: Außerhalb eines Schichtsystems sieht der Tarifvertrag einen Zuschlag von 50 Prozent vor, während Nachtarbeit im Schichtbetrieb mit einem Zuschlag von 15 Prozent vergütet wird. Wer also ohnehin im Schichtsystem arbeitet, erhält weniger Zuschlag. Dies wollten die Kläger ändern.

Das Arbeitsgericht Köln hielt die Regelung allerdings für zulässig. Es sei rechtens, hinsichtlich der Nachtarbeitszuschläge Gruppen zu bilden und unterschiedlich zu behandeln. dpa

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