+
Dachdecker rangieren im Gehaltsranking eher auf den unteren Plätzen. Anderen Handwerkern geht es da besser.

Große Verdiensttabelle

Gehalt von Handwerkern: So viel verdienen Maurer, Dachdecker & Co. 

  • schließen

Handwerker sind dank anhaltendem Bauboom gefragt wie nie. Doch beim Gehalt gibt es große Unterschiede. Welche Berufe absahnen - und welche eher leer ausgehen.

Das Jobportal Stepstone hat das Gehalt von 5.000 Fachkräften aus dem Handwerk und aus technischen Berufen ausgewertet. Im Schnitt verdienen Handwerker und ihre Techniker-Kollegen rund 43.000 Euro brutto im Jahr. 

Ein Meistertitel lohnt sich im Handwerk, denn er verspricht eine Gehaltssteigerung von durchschnittlich rund 15.000 Euro im Jahr (58.300 Euro Brutto-Jahresgehalt).  

Gehaltstabelle: So viel Gehalt gibt's im Handwerk und in technischen Berufen

Das Ergebnis des Gehalts-Checks, das dem Online-Magazin Stern vorliegt, zeigt aber vor allem eins: Klassische Handwerker müssen sich beim Gehalt ihren Kollegen aus den technischen Bereichen geschlagen geben. So verdienen etwa Maler, Dachdecker oder Schlosser unter 35.000 Euro im Jahr, während Techniker wie Mechatroniker oder Elektrotechniker mit bis zu 53.000 Euro rechnen können.

Hier zeigt sich laut Stepstone die steigende Bedeutung der Elektromobilität, insbesondere bei den großen Automobilkonzernen und Zulieferern. Ein Ende ist hier noch lange nicht in Sicht. "Es ist davon auszugehen, dass die Gehälter in den entsprechenden Berufsgruppen weiter steigen werden", erklärt Stepstone-Gehaltsexperte André Schaefer.

Lesen Sie auch: Gehalt nach der Ausbildung: Das sind die Top- und Flop-Berufe.

Maurer gehören zu den bestbezahlten Arbeitern im klassischen Handwerk

Doch wer bei der Berufswahl genau hinschaut, der kann auch als klassischer Handwerker gutes Geld verdienen. So sahnen Maurer als eine der bestbezahlten Handwerker im Jahresdurchschnitt immerhin rund 43.100 Euro ab - ein Gehalt, das sich sehen lassen kann. Weitere Gehälter finden Sie hier im Überblick:

Beruf

Durchschn. Jahresgehalt

(brutto)

Elektrotechniker

53.500 Euro

Mechatroniker

45.900 Euro

Elektroniker

45.100 Euro

Zerspanungsmechaniker

44.800 Euro

Werkzeugmechaniker

44.500 Euro

Servicetechniker

44.300 Euro

Lokführer

43.600 Euro

Maschinenschlosser

43.600 Euro

Maurer

43.100 Euro

Industriemechaniker

43.100 Euro

Anlagenmechaniker

42.100 Euro

Kundendienst-Techniker

40.700 Euro

Schweißer

39.800 Euro

Haustechniker

39.200 Euro

Maschinenführer

38.100 Euro

Maschinenbediener

38.100 Euro

Staplerfahrer

36.500 Euro

Schlosser

36.300 Euro

Dachdecker

33.500 Euro

Tischler

33.100 Euro

Metallbauer

33.000 Euro

Gärtner

32.900 Euro

Maler

32.500 Euro

Quelle: Stepstone (Stand: 2019)

So wurden die Gehaltsdaten ermittelt 

Für die Studie wertete Stepstone zwischen Oktober 2017 und Oktober 2018 die  Bruttojahresgehälter von Angestellten und Selbständigen aus. Zwei Drittel von ihnen haben mehr als zehn Jahre Berufserfahrung. Für einige Berufe gestaltet sich die Datenbasis allerdings recht klein. So liegen den Durchschnittswerten für die einzelnen Berufe zwischen 30 und 250 Datensätze zugrunde. 

Lesen Sie auch: Gehalt: Das sind die zehn bestbezahlten Berufe Deutschlands.

Wollen Sie über aktuelle Karriere-News auf dem Laufenden bleiben? Dann folgen Sie unserer Branchenseite auf dem Karriereportal Xing.

as

Gehalt: Die zehn bestbezahlten Ausbildungen in Deutschland

Platz 10: Maurer verdienen in ihrer dreijährigen Lehrzeit zwischen 550 und 1.200 Euro. 
Platz 10: Maurer verdienen in ihrer dreijährigen Lehrzeit zwischen 550 und 1.200 Euro brutto.  © Lino Mirgeler / dpa
Platz 9: Verwaltungsfachangestellte bekommen 700 bis 800 Euro brutto. 
Platz 9: Angehende Verwaltungsfachangestellte bekommen 700 bis 800 Euro brutto.  © Peter Steffen / dpa
Platz 8: Fachinformatiker erhalten monatlich zwischen 700 und 900 Euro brutto.
Platz 8: Fachinformatiker erhalten in der Ausbildung monatlich zwischen 700 und 900 Euro brutto. © Jan Woitas / dpa
Platz 7: Dank Nacht- und Wochenendzuschlägen können angehende Polizisten bis zu 1.100 Euro verdienen.
Platz 7: Dank Nacht- und Wochenendzuschlägen können angehende Polizisten bis zu 1.100 Euro verdienen. © Stefan Sauer / dpa
Platz 6: Technische Zeichner (auch technische Produktdesigner oder technische Systemplaner) verdienen in der Lehrzeit 700 bis 1.000 Euro brutto.
Platz 6: Technische Zeichner (auch technische Produktdesigner oder technische Systemplaner) verdienen in der Lehrzeit 700 bis 1.000 Euro brutto. © pixabay / 422737
Platz 5: Ob in KfZ-Betrieben, in der Luft- und Raumfahrt oder im medizinischen Bereich: Mechatroniker dürfen sich in der Ausbildung über ein ordentliches Gehalt von 800 bis 1.000 Euro brutto freuen.
Platz 5: Ob in KfZ-Betrieben, in der Luft- und Raumfahrt oder im medizinischen Bereich: Mechatroniker dürfen sich in der Ausbildung über ein ordentliches Gehalt von 800 bis 1.000 Euro brutto freuen. © Oliver Berg / dpa
Platz 4: Bankkaufleute gehören seit jeher zu den Besserverdienenden. Azubis verdienen im Monat etwa 650 bis 1.000 Euro brutto.
Platz 4: Bankkaufleute gehören seit jeher zu den Besserverdienenden. Azubis verdienen im Monat etwa 650 bis 1.000 Euro brutto. © Matthias Balk / dpa
Platz 3: Ebenso gut ergeht es Azubis im Finanzbereich. Angehende Versicherungskaufleute verdienen etwa 650 bis 1.000 Euro brutto.
Platz 3: Ebenso gut ergeht es Azubis im Finanzbereich. Angehende Versicherungskaufleute verdienen etwa 650 bis 1.000 Euro brutto. © pixabay / Free-Photos
Platz 2: Binnenschiffer kann man zwar nicht überall werden, aber die Ausbildung lohnt sich: Hier sind zwischen 800 und 1.100 Euro brutto drin.
Platz 2: Binnenschiffer kann man zwar nicht überall werden, aber die Ausbildung lohnt sich: Hier sind zwischen 800 und 1.100 Euro brutto drin. © Philipp Schulze / dpa
Platz 1: Die Pole-Position geht mit großem Abstand an die Azubis der Fluglotsen. Im zweiten und dritten Lehrjahr sind Spitzengehälter von 3.000 bis 4.500 Euro brutto drin.
Platz 1: Die Pole-Position geht mit großem Abstand an die Azubis der Fluglotsen. Im zweiten und dritten Lehrjahr sind Spitzengehälter von 3.000 bis 4.500 Euro brutto drin. © Ingo Wagner / dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare