Nicht immer hat die Bewerbung Erfolg.
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Nicht immer hat die Bewerbung Erfolg.

Studie mit Frauen und Männern

Benachteiligung im Job: Kinder oder nicht? Antwort ist laut Experiment entscheidend

  • Anne Hund
    vonAnne Hund
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Eine Studie legt die Benachteiligung einer ganz bestimmten Bewerbergruppe in der Arbeitswelt offen. Wie Betroffene beim Vorstellungsgespräch reagieren können.

  • Auch kinderlose Frauen, aber auch Väter haben es dem Experiment zufolge leichter.
  • Wie Betroffene beim Vorstellungsgespräch reagieren können.

Experiment zeigt Diskriminierung von Müttern im Bewerbungsgespräch

Mütter haben schlechtere Chancen, zum Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden als Kinderlose. Das geht aus einer Studie des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung (WZB) über die Jobchancen* von Eltern sowie Menschen ohne Kinder hervor.

Demnach haben Frauen ohne Kinder deutlich bessere Chancen, sich bei einem neuen Arbeitgeber* vorzustellen, berichtet Welt.de über das Ergebnis der im "European Sociological Review" erschienenen Studie.

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Job-Experiment mit Männern und Frauen

Das WZB hat für das Experiment mehr als 800 fiktive Bewerbungen auf reale Stellenangebote im Marketing- und Veranstaltungsbereich gesendet. Die Studienleiterin entschied sich für dieses Berufsfeld, weil hier ungefähr gleich viele Frauen und Männer arbeiten.

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Studie: Schlechtere Chancen für Mütter bei Bewerbung

Es gab demnach nur ein Merkmal, das die Bewerber unterschied: Ein Teil war kinderlos, die anderen Bewerber hatten ein Kind im Alter von drei Jahren, berichtet das Onlineportal weiter. Das Ergebnis sei: Väter wurden ebenso häufig eingeladen wie Männer ohne Kinder. Mütter mussten hingegen rund ein Drittel mehr Bewerbungen schreiben, um eine Einladung zu erhalten.

"Das Ergebnis der Studie zeigt die Diskriminierung von Frauen mit Kindern bei der Stellensuche", zitiert Welt.de dazu die Leiterin der Forschungsgruppe Arbeit und Fürsorge am WZB Lena Hipp. Das Prinzip der gleichen Jobchancen habe sich damit erledigt. Die Ergebnisse sind für sie demnach wenig überraschend: Leider habe sie genau das erwartet.

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Unzulässige Fragen im Vorstellungsgespräch

Was Bewerber preisgeben müssen? Unstrittig ist, dass die Fakten im Lebenslauf* stimmen müssen und man die Wahrheit sagt. Zumindest in bestimmten Fällen sind Lügen im Vorstellungsgespräch aus rechtlicher Sicht allerdings erlaubt - dann nämlich, wenn Personaler unzulässige Fragen stellen. Dazu gehören Fragen nach

  • einer Schwangerschaft (außer bei Schwangerschaftsvertretungen)
  • dem Familienstand
  • allgemeinen Vorstrafen
  • der Religion (außer bei konfessionellen Arbeitgebern)
  • der politischen Überzeugung (außer bei parteipolitischen Arbeitgebern).

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ahu

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