Eigentlich sollte es mit der Abschlussarbeit vorangehen, doch die Gedanken sind beim Berufsalltag: Fokussierte Arbeitsphasen sind wichtig, wenn man Uni-Abschluss und Job gleichzeitig stemmen will.
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Eigentlich sollte es mit der Abschlussarbeit vorangehen, doch die Gedanken sind beim Berufsalltag: Fokussierte Arbeitsphasen sind wichtig, wenn man Uni-Abschluss und Job gleichzeitig stemmen will.

Abschlussarbeit neben dem Job

Am Ende des Studiums steht das Projekt Bachelor- oder Master-Arbeit an. Aber was, wenn das Arbeitsleben dazwischengrätscht? Dann ist ein gutes Zeitmanagement gefragt.

Ob als Werkstudent, Freelancer oder Festangestellter, manchmal rutschen Studenten schneller in den Berufsalltag als geplant. Oft fehlt zum Hochschulabschluss dann nur noch die Abschlussarbeit. Die neben dem Job zu stemmen, ist eine große Herausforderung.

Bevor man sich an das große Projekt Abschlussarbeit macht, muss erst mal ein Konzept her. »Zunächst bedarf es eines Plans, in dem ich ganz klar durchrechne, wofür ich realistischerweise wie viel Zeit benötige«, sagt Stefan Grob vom Deutschen Studentenwerk. Wie viel Zeit für die jeweiligen Schritte nötig sind und wo die Schwerpunkte liegen sollen, dazu kann zum Beispiel der Dozent beraten. »Alternativ tauschen sich Studierende mit Kommilitonen höherer Semester aus und fragen nach Erfahrungswerten«, empfiehlt Martin Krengel, Buchautor und Motivations-Coach.

Er rät auch dazu, einen großzügigen zeitlichen Puffer bis zum Abgabedatum einzuplanen - bei Bachelor- und Master-Arbeiten etwa ein bis zwei Monate, bei Doktorarbeiten ein halbes Jahr. Wichtig sei es, eine eigene Deadline vor der eigentlichen zu setzen. Ist die erste Planung abgeschlossen, geht es um die Vereinbarkeit mit dem Job und die Frage nach dem richtigen Zeitmanagement. Wichtig hierbei: Drei Monate in Echtzeit entsprechen nicht drei Monaten, die man für die Arbeit investiert.

Die Länge der Arbeitsphasen ist Typfrage. Jeder Mensch geht bei Projekten ein bisschen anders vor, entsprechend müssen Studierende ihren Zeitplan an ihre Art und Weise anpassen. Cordula Nussbaum, Zeitmanagement-Expertin aus Sauerlach bei München, unterscheidet zwei Typen. Der »Mosaikarbeiter« ist einer, der Aufgaben in kurzen Zeitabschnitten erledigen kann. Der »Plattenarbeiter« dagegen braucht regelmäßig viel Zeit, um den Anschluss an den vorherigen Output wieder zu finden.

Verpflichtungen reduzieren

»Für Mosaikarbeiter wäre ein täglicher Zeitaufwand von ein oder zwei Stunden pro Tag neben dem Job ideal«, erklärt Nussbaum. Einem Plattenarbeiter hingegen rät sie, nach der Vorbereitungsphase Sonderurlaub zu nehmen und die komplette Arbeit in einem Stück zu erstellen. Martin Krengel empfiehlt generell, die beruflichen Verpflichtungen zu reduzieren, um sich besser auf die Abschlussarbeit fokussieren zu können.

Wer seine Arbeitszeiten mit seinem Chef abstimmen kann, teilt sie sich am besten blockweise ein: Zwei Wochen im Job, eine Woche für die Abschlussarbeit oder eine ähnliche Taktung. Studierende, die voll in den beruflichen Alltag eingespannt sind und keinen Einfluss auf ihre Schichten haben, sollten versuchen, morgens Zeit einzuplanen.

Entscheidend ist, dass beim Schreiben kein Zeitdruck entsteht. »Schreiben ist eine kreative Arbeit, und Kreativität kann am besten ohne Druck sprudeln«, erklärt Nussbaum. In diesen Konzentrationsphasen rät sie dazu, Smartphone und Co. vom Arbeitsplatz zu verbannen. Neben dem Job und der finalen Leistung an der Uni bedarf es jedoch immer auch genügend Freizeit, um sich zu erholen.

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