Nahaufnahme eines Nuss-Nougat-Cremes-Glases, in dem ein Messer steckt (Symbolbild).
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In Nuss-Nougat-Creme ist eine Menge Palmfett. Wer sie konsumieren möchte, sollte auf einen ökologischen Anbau achten (Symbolbild).

Billiges Pflanzenöl

Palmöl in Lebensmitteln: Besteht ein Risiko für die Gesundheit?

Palmöl ist als Lebensmittelzutat weit verbreitet, steht aufgrund seiner Umweltbilanz und möglichen Gesundheitsrisiken aber häufig in der Kritik. Es lohnt sich deshalb, beim Kauf genau hinzuschauen.

Düsseldorf – Palmöl ist das billigste und am häufigsten eingesetzte Pflanzenfett der Lebensmittelindustrie. Das Speisefett steckt in zahlreichen Nahrungsmitteln wie Keksen, Schokolade, Nuss-Nougat-Aufstrich, Margarine, aber auch in Müsli, Backwaren und Fertigsoßen. Auch für Kosmetikprodukte wie Lippenstift, Hautcreme und Seife wird Palmöl häufig verwendet. Problematisch für die Gesundheit ist dabei nicht das Palmfett an sich, sondern die Verarbeitung bei hohen Temperaturen,* bei der gesundheitsschädigende Stoffe entstehen können. Zudem schafft der Anbau großer Ölpalmen-Plantagen ökologische wie auch soziale Probleme.

Bei der sogenannten Raffination wird das Pflanzenfett meist bei über 200 Grad mit Wasserdampf behandelt, um unangenehme Geruchs- und Geschmacksstoffe zu entfernen. Dabei können, im Vergleich zu anderen Pflanzenölen, erhöhte Mengen an Fettschadstoffen entstehen, wie 3-Monochlorpropandiol-Fettsäureester (3-MCPD), so die Verbraucherzentrale. Dieser Stoff steht im Verdacht, krebserregend zu sein. Auf hoch verarbeitete Lebensmittel mit Palmöl sollten Verbraucher deshalb möglichst verzichten. Es lässt sich in der Zutatenliste an Bezeichnungen wie „Palm“, „Palmfett“ oder „Palmöl“ erkennen. Lässt sich Palmöl nicht meiden, sollten Verbraucher darauf achten, das das Pflanzenfett aus ökologischer und fairer Produktion stammt. *24vita.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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