Organisationen klagen über sinkende Blutspenden

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(dpa). Die Blutspendeorganisationen in Deutschland bekommen immer weniger Spenden. Die größten Herausforderungen sind dabei die alternde Bevölkerung bei gleichzeitigem Rückgang der Geburten. Das zeigt eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur unter verschiedenen Organisationen in ganz Deutschland.

Durch den Geburtenknick in den Nachwendejahren ist Ostdeutschland besonders stark betroffen. »Uns fehlen wegen des demografischen Wandels 10 000 Blutspenden im Jahr«, sagt Ulf Alpen von der Universitätsmedizin Greifswald. Organisationen legen die Altergrenze fürs Blutspenden selbst fest. In der Regel dürfen Erstspender nicht älter als 65 sein.

Weitere Probleme der Blutspende in Deutschland: häufigere Reisen in tropische Länder und verstärkt vegane Ernährung. Wegen des Infektionsrisikos sind Tropen-Touristen teilweise für Monate für die Blutspende gesperrt. Veganer leiden häufig unter nährstoffbedingter Blutarmut und dürfen dann ebenfalls nicht spenden.

Nur drei bis vier Prozent der spendefähigen Menschen in Deutschland spenden auch tatsächlich Blut. Gespendet werden kann bei Krankenhäusern, gemeinnützigen Organisationen oder privaten Unternehmen. Üblicherweise werden etwa 20 Euro für den 45-minütigen Zeitaufwand gezahlt.

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