Was hilft wirklich gegen Blasenentzündung?

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(dpa). Nicht auf kalten Flächen sitzen, viel trinken, Cranberrysäfte oder -kapseln: Es gibt zahlreiche Tipps und Mittel, die vor einer Blasenentzündung schützen sollen. Es ist allerdings wissenschaftlich nicht erwiesen, ob sie das tatsächlich tun. Was aber definitiv hilft: Nach dem Sex auf die Toilette gehen - und gegebenenfalls die Verhütungsmethode wechseln. Darauf weist das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWIG) auf der Internetseite Gesundheitsinformation.de hin.

Der Grund: Geschlechtsverkehr ist ein Risikofaktor für Blasenentzündungen, denn dabei können Bakterien in die Harnröhre gelangen. Beim Toilettengang nach dem Sex werden diese wieder herausgespült. Spermienabtötende Verhütungscremes und -gele sowie ein Diaphragma können eine Blasenentzündung begünstigen. Die Experten raten daher, Kondome zu benutzen.

Eine Blasenentzündung ist keine Seltenheit, vor allem bei Frauen - ihre Harnröhre ist kürzer. In vielen Fällen ist die Entzündung zwar unangenehm, aber auch unkompliziert - in der Regel heilt sie innerhalb von einer Woche, oft ganz ohne Antibiotika. Komplikationen sind allerdings nicht ausgeschlossen, vor allem bei Menschen mit einem geschwächten Immunsystem oder Nierenschäden: Hier kann es passieren, dass sich auch das Nierenbecken entzündet. Betroffene sollten einen Arzt aufsuchen, wenn noch Fieber, Übelkeit und Erbrechen oder Schmerzen in der Nierengegend auftreten.

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