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20 Millionen Deutsche krank, ohne es zu wissen: Leber-Experte warnt vor einem gefährlichen Lebensstil

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Von: Juliane Gutmann

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Bluthochdruck bis Diabetes: Immer mehr Volkskrankheiten sind auf dem Vormarsch. Auch die Leber leidet unter unserem modernen Lebenswandel.

Ungesunde Ernährung und Bewegungsmangel fördern Übergewicht. Und nicht nur das: Ein ungesunder Lebensstil ist auch hauptverantwortlich für diverse Volkskrankheiten wie Bluthochdruck oder Diabetes. Auch immer mehr Fettleber-Fälle alarmieren Mediziner. Unterschieden wird die alkoholische und die nicht-alkoholische Fettleber. Letztere soll so verbreitet sein wie nie: Rund 20 Millionen Menschen leben in Deutschland mit einer nicht auf Alkoholkonsum zurückzuführenden Fettlebererkrankung, informiert der Berufsverband niedergelassener Gastroenterologen Deutschlands e. V. (bng). Das Tückische: Viele Betroffene ahnen nichts von ihrer Krankheit, die fatale Folgen haben kann.

Mehr als zwei Millionen Betroffene befinden sich in einem fortgeschrittenen Stadium mit besorgniserregenden Veränderungen des Lebergewebes, so der bng weiter. Die Entwicklung sei besorgniserregend.

Frau fotografiert Pizza
Wer sich dauerhaft ungesund ernährt und sich gleichzeitig zu wenig bewegt, riskiert nicht nur Herzkrankheiten. © Josep Suria/Imago

Nicht-alkoholische Fettleber: Immer mehr betroffen, oft ohne es zu wissen

„Unser Lebenswandel mit zu viel hochkalorischer Ernährung bei zugleich ständig abnehmender körperlicher Aktivität schlägt sich auf die Dauer in unserem Stoffwechsel nieder. Die physiologischen Prozesse geraten aus dem gesunden Gleichgewicht. Bluthochdruck, Diabetes und Fettleber sind typische Folgen dieser Stoffwechselstörungen“, erklärt Prof. Dr. Wolf-Peter Hofmann als Leber-Experte der niedergelassenen Magen-Darm-Ärzte in der bng-Pressemitteilung.

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Die nicht-alkoholische Fettleber ist deshalb so gefährlich, weil sie das Organ im fortgeschrittenen Stadium immens schädigen kann. Schwere Entzündungen, Vernarbungen und sogar Leberkrebs sind mögliche Folgen einer nicht erkannten und nicht behandelten Fettleber. „Wir gehen davon aus, dass sich die Fallzahlen in den nächsten zehn Jahren verdreifachen werden“, warnt Professor Hofmann dem bng zufolge.

Folgende Risikofaktoren begünstigen die Entstehung einer nicht-alkoholischen Fettleber

Der Deutschen Leberstiftung zufolge entsteht die nicht-alkoholische Fettleber in den meisten Fällen als Folge des metabolischen Syndroms. Beschrieben wird damit eine Konstellation verschiedener Symptome und Krankheitsbilder, dazu zählen:

Neben zu wenig Bewegung und fettreicher Nahrung begünstigen sowohl zuckerreiche Lebensmittel als auch zuckerreiche Getränke eine nicht-alkoholische Fettleber, so die Deutsche Leberstiftung.

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