Mit Instantkaffee lässt sich cremiger Kaffeeschaum machen.
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Mit Instantkaffee lässt sich cremiger Kaffeeschaum machen.

Alltagsfrage

Für Dalgona-Kaffee und Frappé: Wie wird eigentlich Instantkaffee gemacht?

  • Anne Tessin
    vonAnne Tessin
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Instantkaffee - Kaffeekenner rümpfen hier die Nase, aber für manche Situationen ist er unerlässlich. Aber wie wird das Pulver gemacht - ist das überhaupt echter Kaffee?

  • Instantkaffee kennt eigentlich jeder, aber nur wenige würden ihn frischem Kaffee vorziehen.
  • Für Kaffeespezialitäten wie den griechischen Frappé oder den neuen Kult Dalgona-Kaffee braucht man jedoch Instantkaffee.
  • Ist das Pulver überhaupt echter Kaffee und wie funktioniert das Prinzip?

Wie kommt bei Ihnen morgens der Kaffee in die Tasse*? Aus der Filterkaffeemaschine, aus dem Vollautomaten oder machen Sie sich auch mal einen Instantkaffee, wenn es ganz schnell gehen muss. Vielleicht haben Sie sich diese Frage dann schon gestellt und spätestens seitdem der Dalgona-Kaffee in aller Munde ist, interessiert sie wahrscheinlich noch mehr Menschen: Woraus wird Instantkaffee eigentlich gemacht?

Kaffee-Puristen stellt es die Nackenhaare auf und sie sind sich sicher, dass dieses Pulver auf keinen Fall echter Kaffee sein kann. Ist das nur Verunglimpfung?

So wird Instantkaffee gemacht

Ja, tatsächlich, denn Instantkaffee wird aus echtem Kaffee gemacht. Und so wird er hergestellt:

  1. Die Kaffeebohnen werden geröstet und gemahlen. Dabei können auch verschiedene Sorten zum Einsatz kommen, um einen bestimmten Geschmack zu kreieren.
  2. Aus dem gemahlenen Kaffee werden die löslichen Bestandteile extrahiert.
  3. Der flüssige Extrakt wird durch Dampf konzentriert und dann per Sprühtrocknung oder Gefriertrocknung getrocknet.

Das darauf entstehende mehr oder weniger feine Granulat brühen Sie dann zu Hause mit heißem Wasser auf, geben dem Ganzen also wieder die entzogene Feuchtigkeit zu und schon ist der Kaffee wieder (fast) der alte.

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Warum trinkt man Instantkaffee?

Kaffee ist empfindlicher als viele denken. In der verschlossenen Originalverpackung hält er sich zwar beachtliche zwei Jahre. Nach dem Öffnen muss Kaffee aber ziemlich schnell verbraucht werden:

  • Bohnen nach etwa vier bis sechs Wochen
  • gemahlener Kaffee nach etwa zwei Wochen

Luft- und aromadicht verschlossen bleibt Kaffee etwas länger frisch.

Instantkaffee hält sich geöffnet mindestens doppelt so lange. Er ist nach dieser Zeit nicht ungenießbar, verliert aber zunehmende an Aroma.

Neben der langen Haltbarkeit spricht aber auch die einfache Zubereitung für löslichen Kaffee. Sie brauchen nur eine Tasse, einen Löffel und heißes Wasser und haben dann nicht Kaffeepulver zwischen den Zähnen hängen, wie es beim sogenannten "Türkischen Kaffee" oft der Fall ist.

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Instantkaffee im Dalgona und Frappé

Auch für spezielle Kaffee-Kreationen brauchen Sie Instantkaffee. Ein Klassiker ist dabei der Frappé, der hauptsächlich in Griechenland getrunken wird. Dafür wird Instantkaffee mit kaltem Wasser und Zucker schaumig geschüttelt, in ein Glas mit Eiswürfeln gefüllt und dann mit weiterem kaltem Wasser aufgefüllt. Je nach Geschmack kann der Frappé auch mit kalter Milch variiert werden.

Neuer, aber vom Prinzip her ähnlich, ist der Dalgona-Kaffee*, der seinen Weg aus Asien zu uns gefunden hat. Dafür wird der Instantkaffee mit heißem Wasser cremig aufgeschlagen und dann als Topping auf kalte Milch mit Eiswürfeln gesetzt.

Jetzt, wo Sie wissen, dass es sich bei Instantkaffee um echten Kaffee handelt, können Sie sich ja einen Ruck geben und eine von beiden Varianten ausprobieren...

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Durchhänger? Dieser alltägliche Genuss hat doppelt so viel Koffein wie Filterkaffee

Platz 8: Viele greifen nach einer langen Nacht zu Pepsi- und Coca-Cola, um wach zu werden. Die Softdrinks enthalten aber recht wenig Koffein: 8 mg/100ml
Platz 8: Viele greifen nach einer langen Nacht zu Pepsi- und Coca-Cola, um wach zu werden. Die Softdrinks enthalten aber recht wenig Koffein: 8 mg/100ml © picture-alliance/ dpa /Maurizio Gambarini
Platz 7: Geschmacklich ist Club-Mate sicher gewöhnungsbedürftig, aber in Sachen Koffein nicht zu verachten: 20 mg/100 ml finden sich in der gelben Brause.
Platz 7: Geschmacklich ist Club-Mate sicher gewöhnungsbedürftig, aber in Sachen Koffein nicht zu verachten: 20 mg/100 ml finden sich in der gelben Brause. © picture alliance / dpa
Platz 6: Afri-Cola und Fritz-Cola gehen mit ganzen 25 mg/100ml Koffein ins Rennen.
Platz 6: Afri-Cola und Fritz-Cola gehen mit ganzen 25 mg/100ml Koffein ins Rennen. © picture alliance / dpa
Platz 5: Es gibt einen guten Grund für die Teestunde am Nachmittag. 31 mg pro 100 ml machen munter.
Platz 5: Es gibt einen guten Grund für die Teestunde am Nachmittag. 31 mg pro 100 ml machen munter. © picture alliance / Karl-Josef Hildenbrand
Platz 4: Überraschend weit hinten landen die Energydrinks. Sie haben nur etwa 32 mg Koffein pro 100 ml zu bieten.
Platz 4: Überraschend weit hinten landen die Energydrinks. Sie haben nur etwa 32 mg Koffein pro 100 ml zu bieten. © picture alliance/dpa/Karl-Josef Hildenbrand
Platz 3: Der gute alte Filterkaffee liegt wieder voll im Trend. Er bringt es auf 40 mg Koffein pro 100 ml. Die übliche Verzehrmenge liegt bei 125 ml pro Tasse.
Platz 3: Der gute alte Filterkaffee liegt wieder voll im Trend. Er bringt es auf 40 mg Koffein pro 100 ml. Die übliche Verzehrmenge liegt bei 125 ml pro Tasse. © picture alliance / dpa /Frank Rumpenhorst
Platz 2: Überraschend auf dem zweiten Platz landet Bitterschokolade. Eine Tafel mit 100g enthält immerhin noch 88 mg Koffein. Naschen gegen Müdigkeit klingt doch super, oder?
Platz 2: Überraschend auf dem zweiten Platz landet Bitterschokolade. Eine Tafel mit 100g enthält immerhin noch 88 mg Koffein. Naschen gegen Müdigkeit klingt doch super, oder? © picture alliance / Oliver Berg /dpa
Platz 1: Espresso ist der absolute Koffein-Spitzenreiter. Er kommt auf 110 mg/100 ml. Allerdings ist die normale Portion deutlich kleiner, nämlich nur 25 ml. Dafür wird das Koffein hier bei der Zubereitung nicht so stark ausgewaschen.
Platz 1: Espresso ist der absolute Koffein-Spitzenreiter. Er kommt auf 110 mg/100 ml. Allerdings ist die normale Portion deutlich kleiner, nämlich nur 25 ml. Dafür wird das Koffein hier bei der Zubereitung nicht so stark ausgewaschen. © picture alliance / dpa

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