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Stromspar-Check hilft Bedürftigen beim Sparen

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Stromspar-Check
Welche Geräte verbrauchen wie viel Energie? Und wie lässt sich ein wenig sparen? Experten des Caritasverbands helfen Bedürftigen bei Fragen wie diesen weiter. © Franziska Gabbert/dpa-tmn

Die Energiepreise haben stark angezogen, durch den Krieg in der Ukraine erwarten Experten weitere drastische Anstiege. Das trifft besonders Geringverdiener. Ihnen hilft die Caritas.

Menschen mit geringem Einkommen und Arbeitslose stellen die zunehmenden Energiepreise vor existenzielle Probleme. Laut Deutschem Caritasverband reicht der Anteil für Strom und die elektrische Warmwasseraufbereitung im Hartz-IV-Regelsatz schon lange nicht mehr aus. Viele Geringverdiener fürchteten sich daher vor hohen Nachzahlungen oder Energiesperren.

Diese Menschen unterstützt der kostenfreie Stromspar-Check der Caritas. Bei einer Beratung vor Ort, am Telefon oder per Videoschalte helfen Experten beim Identifizieren von Stromfressern und geben praktische Tipps fürs Energiesparen. Das soll Stromsperren vermeiden.

100-Euro-Gutschein soll Wechsel auf Neugerät erleichtern

Als besonders große Stromfresser identifizieren die Experten oft Kühl- und Gefrierschränke, weil diese Geräte in einkommensschwachen Haushalten selten getauscht werden. Als Unterstützung für den Wechsel bekommen Teilnehmende des Stromspar-Checks im Anschluss einen 100-Euro-Gutschein ausgestellt.

Manche der Stromspar-Check-Standorte können durch öffentliche Gelder sogar mehr finanziellen Zuschuss für ein Neugerät gewähren - nachfragen hilft. Voraussetzung: Das Altgerät muss mindestens zehn Jahre alt sein. Der Gutscheinwert wird nicht mit den Hartz-IV-Leistungen verrechnet.

Das Programm gibt es seit 2008. Bundesweit haben nach Angaben des Caritasverbands bislang 390 000 Haushalte am Stromspar-Check teilgenommen.

Redaktioneller Hinweis: In der vorigen Version dieser Meldung war von dem Gutschein noch nicht die Rede. Dies wurde nun ergänzt. dpa

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