Wer die Steuererklärung abgeben muss, sollte die Frist einhalten.
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Wer die Steuererklärung abgeben muss, sollte die Frist einhalten.

Die Uhr läuft

Frist für die Steuererklärung fast verpasst? Dann sollten Sie genau das tun

  • Anne Hund
    vonAnne Hund
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Die Uhr für die Steuererklärung läuft. Stiftung Warentest weiß, wer wann abgeben muss und verrät, wie Sie auch auf den letzten Drücker die gültige Erklärung hinbe­kommen.

  • Die Frist für die Steuererklärung 2019 naht.
  • Bis zum 31. Juli 2020 muss die Steuererklärung beim Finanzamt sein.
  • Wer diese Frist nicht einhält, obwohl er verpflichtet ist, muss mit einem satten Zuschlag rechnen. Jetzt muss es schnell gehen.

Sie können die Frist für die Steuererklärung nicht einhalten? Das sollten Sie dazu wissen: Das Finanz­amt verlangt 0,25 Prozent der fest­gesetzten Steuer, mindestens aber 25 Euro pro Verspätungs­monat. "Ist die Erklärung zwar verspätet, wird aber noch bis zum 1. März 2021 abge­geben, haben Finanz­beamte Ermessens­spielraum", berichtet "test.de. Danach müssten sie den vollen Aufschlag verlangen. Diese Strafe lässt sich aber leicht vermeiden.

Zum Glück wissen die Steuer-Experten von Stiftung Warentest, wie Sie jetzt schnell handeln können. Lesen Sie hier die Tipps von "test.de":

Wer eine Steuererklärung abgeben muss

Wer sein Geld als Selbst­ständiger oder Unternehmerin verdient, ist quasi immer betroffen, erklären die Experten von Stiftung Warentest. Grund­sätzlich müssten Arbeitnehmer und Beamte zwar keine Steuererklärung abgeben. Allerdings gebe es Ausnahmen. Zur Pflicht werde die Erklärung vor allem in diesen Fällen:

  • Person erhielt Lohn­ersatz, etwa Arbeits­losengeld I von mehr als 410 Euro, Kurz­arbeitergeld oder Eltern­geld.
  • Einkünfte wurden in Lohn­steuerklasse VI besteuert.
  • Es gab Neben­einkünfte von mehr als 410 Euro (nach Abzug von Werbungs­kosten, Pausch-, Entlastungs-, Frei­beträgen). Minijobs zählen nicht. Lag die Summe aller Einkünfte unter 11.600 Euro (22.050 Euro für Paare), entfällt die Pflicht.
  • Ein Lohn­steuerfrei­betrag ist einge­tragen. Das gilt nicht für Pausch­beträge für Behinderte, Kinder und Hinterbliebene.
  • Einkünfte aus einer Abfindung oder mehr­jähriger Tätig­keit werden mit der Fünf­telmethode besteuert.
  • Ein Paar wählt die Einzel­ver­anlagung.
  • Ein Paar wählt die Zusammen­ver­anlagung und zumindest einer versteuert Einkünfte in einer anderen Steuerklasse als IV ohne Faktor.
  • Ausländische Kapital­erträge liegen vor, auf die keine Abgeltung­steuer gezahlt wurde.
  • Kapital­erträge liegen vor, auf die keine Kirchen­steuer gezahlt wurde.

Steuererklärung kompakt: Änderungen, Frist und rückwirkend abgeben

Grundsätzlich galt bislang der 31. Mai als letzter Abgabetermin. Doch im Rahmen des "Gesetzes zur Modernisierung des Besteuerungsverfahrens" haben Arbeitnehmer in Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen bis zum 31. Juli Zeit. Allerdings nur, wenn Sie Ihre Steuererklärung authentifiziert elektronisch über Elster an das Finanzamt überweisen. Falls Sie allerdings nicht dazu verpflichtet sind, können Sie sich auch vier Jahre Zeit lassen und rückwirkend die Steuererklärung abgeben. Oftmals erhalten Sie dann mehr Geld zurück.
Grundsätzlich galt bislang der 31. Mai als letzter Abgabetermin. Doch im Rahmen des "Gesetzes zur Modernisierung des Besteuerungsverfahrens" haben Arbeitnehmer in Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen bis zum 31. Juli Zeit. Allerdings nur, wenn Sie Ihre Steuererklärung authentifiziert elektronisch über Elster an das Finanzamt übermitteln. Falls Sie allerdings nicht dazu verpflichtet sind, können Sie sich auch vier Jahre Zeit lassen und rückwirkend die Steuererklärung abgeben. Oftmals erhalten Sie dann mehr Geld zurück. © dpa / Hans-Jürgen Wiedl
Mit Frei- und Pauschbeträgen lässt sich viel Geld bei der Steuererklärung sparen. Diese werden in der Steuererklärung in der Anlage N separat angegeben. Unter Pauschbeträge werden Werbungskosten und Sonderausgaben gezählt. Unter Freibeträge fallen die "außergewöhnlichen Belastungen", wie der Kinderfreibetrag, Entlastungsbetrag, Ausbildungsfreibetrag, Pflege-und/oder Behindertenpauschbetrag. Diese erhalten Sie allerdings erst, wenn Sie die jeweilige Einkommenssumme überschritten haben. Nachweise sind nicht mehr nötig.
Mit Frei- und Pauschbeträgen lässt sich viel Geld bei der Steuererklärung sparen. Diese werden in der Steuererklärung in der Anlage N separat angegeben. Unter Pauschbeträge werden Werbungskosten und Sonderausgaben gezählt. Unter Freibeträge fallen die "außergewöhnlichen Belastungen", wie der Kinderfreibetrag, Entlastungsbetrag, Ausbildungsfreibetrag, Pflege-und/oder Behindertenpauschbetrag. Diese erhalten Sie allerdings erst, wenn Sie die jeweilige Einkommenssumme überschritten haben. Nachweise sind nicht mehr nötig. © dpa /Jens Wolf
Frischgebackene Ehepaare haben bei einer ersten gemeinsamen Steuererklärung viele Vorteile zu Unverheirateten - schließlich profitieren sie davon, dass sie je nach Einkommen zwischen drei Steuerklassen-Kombinationen wählen können. Außerdem greift hier das Ehegattensplitting, wenn sie unterschiedlich verdienen. Hierbei wird das Einkommen des Ehepaares zusammen veranlagt, die Summe halbiert und aus dieser die Einkommenssteuer errechnet. Anschließend wird sie verdoppelt. So gilt das Ehepaar steuerlich als eine Person.
Frischgebackene Ehepaare haben bei einer ersten gemeinsamen Steuererklärung viele Vorteile zu Unverheirateten – schließlich profitieren sie davon, dass sie je nach Einkommen zwischen drei Steuerklassen-Kombinationen wählen können. Außerdem greift hier das Ehegattensplitting, wenn sie unterschiedlich verdienen. Hierbei wird das Einkommen des Ehepaares zusammen veranlagt, die Summe halbiert und aus dieser die Einkommenssteuer errechnet. Anschließend wird sie verdoppelt. So gilt das Ehepaar steuerlich als eine Person. © pixabay / Takmeomeo
Kinder kosten viel Geld - doch Familien werden bei der Steuererklärung berücksichtigt. Schließlich erhalten Sie Kindergeld, sogar, wenn Ihr Kind noch volljährig und in Ausbildung ist. Zudem profitieren Sie vom Kinderfreibetrag, der 2018 auf 7.428 Euro gestiegen ist. Außerdem können Eltern Betreuungskosten (maximal 4.000 Euro) unter Anlage Kind von der Steuer absetzen. Schließlich können Sie bereits vor der Steuererklärung Steuern sparen, wenn Sie Ihre bis zum 30. November des laufenden Jahres Auskünfte über etwaige Kosten in Bezug auf Ihre Kinder auf Ihrer Lohnsteuerbescheinigung angeben.
Kinder kosten viel Geld – doch Familien werden bei der Steuererklärung berücksichtigt. Schließlich erhalten Sie Kindergeld. Sogar, wenn Ihr Kind noch volljährig und in Ausbildung ist. Zudem profitieren Sie vom Kinderfreibetrag, der 2018 auf 7.428 Euro gestiegen ist. Außerdem können Eltern Betreuungskosten (maximal 4.000 Euro) unter Anlage "Kind" von der Steuer absetzen. Schließlich können Sie bereits vor der Steuererklärung Steuern sparen, wenn Sie Ihre bis zum 30. November des laufenden Jahres Auskünfte über etwaige Kosten in Bezug auf Ihre Kinder auf Ihrer Lohnsteuerbescheinigung angeben. © iStockphoto
Bereits als Student macht es Sinn, eine Steuererklärung abzugeben. Zwar sind Studenten gesetzlich nicht dazu verpflichtet, doch so lassen sich ein paar Euros sparen. Besonders dann, wenn Sie über den Grundfreibetrag von 8.652 Euro kommen oder Ihr Zweitstudium, zum Beispiel einen Master, beginnen. Die Steuererklärung können Sie vier Jahre rückwirkend machen und Werbungskosten, also Arbeitsmaterialien, PC & Co. sowie Sonderausgaben wie Fahrtkosten, Studienreisen oder Miete absetzen.
Bereits als Student ergibt es Sinn, eine Steuererklärung abzugeben. Zwar sind Studenten gesetzlich nicht dazu verpflichtet, doch so lassen sich ein paar Euro sparen. Besonders dann, wenn Sie über den Grundfreibetrag von 8.652 Euro kommen oder Ihr Zweitstudium, zum Beispiel einen Master, beginnen. Die Steuererklärung können Sie vier Jahre rückwirkend machen und Werbungskosten, also Arbeitsmaterialien, PC & Co. sowie Sonderausgaben wie Fahrtkosten, Studienreisen oder Miete absetzen. © pixabay / janeb13
ElsterOnline, ElsterFormular oder Wiso: Es gibt einige Steuerprogramme, die die Steuererklärung erleichtern sollen. Mit diesen haben Sie die Möglichkeit, die Steuererklärung elektronisch zu machen und online an das Finanzamt zu übermitteln. Die Softwares sind alle ähnlich aufgebaut und teilweise kostenlos. Sie werden in den Programmen Schritt für Schritt durch die Steuererklärung geführt. Allerdings bemängeln manche Nutzer, dass die Steuer-Programme für Einsteiger anfangs unübersichtlich sein können.
ElsterOnline, ElsterFormular oder Wiso: Es gibt einige Steuerprogramme, die die Steuererklärung erleichtern sollen. Mit diesen haben Sie die Möglichkeit, die Steuererklärung elektronisch zu machen und online an das Finanzamt zu übermitteln. Die Programme sind alle ähnlich aufgebaut und teilweise kostenlos. Sie werden Schritt für Schritt durch die Steuererklärung geführt. Allerdings bemängeln manche Nutzer, dass die Steuer-Programme für Einsteiger anfangs unübersichtlich sein können. © pixabay / Simon
Sie haben die Frist verpasst? Dann sollten Sie sich schnell an Ihr zuständiges Finanzamt wenden und auf die Milde des jeweiligen Beamten hoffen. Wenn Sie sich allerdings still halten, dem droht ein satter Verspätungszuschlag. Dieser kann schon mal bis zu zehn Prozent der Steuersumme (maximal 25.000 Euro) ausmachen. Das liegt wiederum im Ermessen des Finanzamtes, dass dann eine Steuerschätzung vornimmt. Zudem entbindet es sie nicht, die Steuererklärung nachzuholen.
Sie haben die Frist verpasst? Dann sollten Sie sich schnell an Ihr zuständiges Finanzamt wenden und auf die Milde des jeweiligen Beamten hoffen. Wenn Sie sich allerdings still halten, dem droht ein satter Verspätungszuschlag. Dieser kann schon mal bis zu zehn Prozent der Steuersumme (maximal 25.000 Euro) ausmachen. Das liegt wiederum im Ermessen des Finanzamtes, dass dann eine Steuerschätzung vornimmt. Zudem entbindet es sie nicht, die Steuererklärung nachzuholen. © iStockphoto

Lesen Sie hier: Steuererklärung 2019: Diese Posten bringen Ihnen viel Geld vom Staat zurück

Die Experten raten laut test.de grundsätzlich:

  • Freiwillige Erklärung: "Auch wenn Sie keine Steuererklärung abgeben müssen, sollten Sie sich die Arbeit machen", schreibt das Portal. In knapp 90 Prozent der Fälle winke eine Steuererstattung – dem Statistischen Bundes­amt ­zu­folge im Schnitt 1 007 Euro." Wer freiwil­lig abgibt, hat nach Ablauf des Steuer­jahres vier Jahre Zeit. Die Erklärung für 2016 muss also bis Ende 2020 beim Amt eingehen."
  • Frist­verlängerung: Durch die ­Corona-Pandemie könnten Finanz­ämter unter Umständen mehr ­Anträge auf Frist­verlängerung ­akzeptieren, heißt es weiter auf test.de Aber: "Das kann in den Bundes­ländern unterschiedlich sein."
  • Elster: "Registrieren Sie sich am besten bei Elster, dem Onlineportal der Finanz­verwaltung", so ihr Rat. Das dauere rund zwei Wochen. Der Vorteil: "Dadurch haben Sie zumindest künftig Ihre Steuer­daten im Blick, können leichter mit dem Amt kommunizieren und ­externe Steuer­programme besser nutzen."

Lesen Sie zudem: Kurzarbeitergeld bald auch für Azubis? Alle Neuerungen - und was für Arbeitnehmer bisher gilt

Wie Sie die Steuererklärung noch hinbekommen, obwohl Sie schon spät dran sind:

  • 1. Über Elster: Wer schon einen Elster-Zugang hat, ist hier im Vorteil: "Dann ist über das kostenlose Onlineportal der Finanz­verwaltung oder mit einer anderen Steuersoftware die Abgabe im Extremfall noch um 23.59 Uhr des 31. Juli möglich." Elster ist zudem einfach zu bedienen* und gleich gebliebene Posten aus den Vorjahren lassen sich auch einfach übertragen.

Am schnellsten funktioniert die Steuererklärung somit für alle, die schon einen Elster-Zugang haben. "Dann ist über das kostenlose Onlineportal der Finanz­verwaltung oder mit einer anderen Steuersoftware die Abgabe im Extremfall noch um 23.59 Uhr des 31. Juli möglich." Praktisch: "Daten, die dem Finanz­amt bereits vorliegen, lassen sich einsehen und mit einem Klick in die Erklärung über­nehmen." Gemeint sind zum Beispiel die abge­führte Lohn­steuer, für Rentenbeiträge* und die Kirchen­steuer.

Achtung: Wer noch keinen Elster-Zugang hat, könnte kurz vor knapp die Frist verpassen. Denn die Registrierung dauere etwa zwei Wochen. Es sei denn, die Onlinefunktion des Parkausweises sei aktiviert - dann brauchen Steuerzahler den Experten zufolge nur noch "entweder die Ausweis­App2 des Bundes (verfügbar für Android und iOS 13.1 oder höher) oder ein Kartenlesegerät". Eine Elster-Anleitung finden Sie hier. 

Lesen Sie zudem: Steuererklärung 2019: Was Elster wirklich bringt - und was Sie beim Sparen wissen sollten

  • 2. Auf Papier: Dieser Weg sei für alle "besser geeignet, die noch keinen Elster-Zugang oder einen Personalausweis mit Online-Funktion haben, so der Rat, wenn die Frist naht.
  • 3. Am PC: Hier lassen sich die Formulare herunterladen und entweder am PC oder ausgedruckt ausfüllen, heißt es auf test.de. Aber aufgepasst: Die Übermittlung selbst müsse mit der Post erfolgen. Wichtig sei: "Erst am 31. Juli losschi­cken reicht nicht. Spätestens an diesem Tag muss die Erklärung beim Amt ankommen. Wer so spät dran ist, kann seine Erklärung aber immer noch in den Haus­brief­kasten seines Finanz­amtes werfen."
  • 4. Über eine Fristverlängerung: Wer die gesetzliche Frist nicht einhalten kann, sollte beim Finanzamt* um eine Verlängerung bitten - "telefo­nisch, schriftlich oder direkt über Elster", wie es auf test.de weiter heißt. Dann allerdings müsse man nachvollziehbare Gründe dafür nennen - es reiche nicht als Grund, wenn Dokument fehlten. "Gute Aussichten haben aber alle, die Gründe wie einen Kranken­haus­auf­enthalt, Umzug oder Todes­fall in der Familie nennen können." Zudem sollte man mit der Bitte um Verlängerung auch ein "realistisches Datum" angeben, "zum Beispiel einen Monat später". Gut zu wissen: Der Antrag sollte möglichst vor Ablauf der Frist, also vor dem 31. Juli erfolgen, aller­spätestens aber nach­träglich im August", schreiben die Experten. Sollte das Amt die Verlängerung akzeptieren, geschehe das stillschweigend. Wer bis zum Ende der Verlängerung dann aber immer noch keine Erklärung abgegeben hat, muss mit Verspätungszuschlägen rechnen.
    Unterlagen lassen sich innerhalb eines Monats nachreichen: Wenn die Zeit immer noch nicht reiche oder eine Unterlage noch etwas Zeit brauche, kann man das auch im Nachhinein - denn "solange die verpflichtenden Formulare innerhalb der Frist ankommen", bleibe die Frist gewahrt, heißt es auf test.de. Gemeint ist der Haupt­vordruck und das Formular zum Einkommen, bei Arbeitnehmern und Beamten die Anlage N sowie bei Eltern die Anlage(n) Kind. Was viele auch nicht wissen: Sobald man den Steuerbescheid erhalten hat, beginnt den Experten zufolge eine "einmonatige Einspruchs­frist" - in diesem Zeitraum akzeptiere das Finanz­amt zusätzliche Abzugs­posten oder Formulare.

5. Hilfe vom Steuerberater oder Lohnsteuerhilfeverein

Wer trotzdem noch in Zeitnot gerät, sollte sich zügig Hilfe beim Profi suchen. Denn wer die Erklärung vom Steuerberater machen lässt, hat länger Zeit: "Da der 28. Februar 2021 auf einen Sonn­tag fällt, läuft die Frist bis zum 1. März 2021."

Eine günstigere Alternative ist der Lohnsteuerhilfeverein, wo Sie zunächst eine Aufnahmegebühr und - je nach Verein und Einkommen - den Steuer-Experten von Stiftung Warentest* zufolge eine jährliche Mitgliedsgebühr von "im Normalfall zwischen 35 und 400 Euro" zahlen müssen, wie es auf test.de zudem heißt.

Auch interessant: 300 Euro pro Kind - wann und wie wird der Kinderbonus an Eltern ausgezahlt?

Das Geld vor dem Euro: Kennen Sie diese EU-Währungen noch?

Pesetas, italienische Lire oder Franc: Jedes europäische Land hatte vor dem Euro eine eigene Währung.
Pesetas, italienische Lire oder Franc: Jedes europäische Land hatte vor dem Euro eine eigene Währung. © pixabay
Die Deutsche Mark, auch DM oder D-Mark genannt, war als Bargeld von 1948 bis Ende 2001 die offizielle Währung der Bundesrepublik Deutschlands. Eine Deutsche Mark war wiederum unterteilt in einhundert Pfennig. Neben Münzen gab es sie auch in fünf- bis tausend-DM-Scheinen. Noch heute sollen Milliarden D-Mark im Umlauf sein. Ein Euro soll heutzutage zwei DM wert sein.
Die Deutsche Mark, auch DM oder D-Mark genannt, war als Bargeld von 1948 bis Ende 2001 die offizielle Währung der Bundesrepublik Deutschlands. Eine Deutsche Mark war wiederum unterteilt in einhundert Pfennig. Neben Münzen gab es sie auch in fünf- bis tausend-DM-Scheinen. Noch heute sollen Milliarden D-Mark im Umlauf sein. Ein Euro soll heutzutage zwei DM wert sein. © pixabay
Die italienische Lira war von 1861 bis zur Einführung des Euro das offizielle Zahlungsmittel Italiens. Sie war zudem auch in den beiden Zwergenstaaten San Marino und Vatikanstadt offizielle Währung. Doch vor 2001 spielten wegen einer anhaltenden Inflation nur noch die Werte 50, 100, 200, 500 und 1.000 Lire eine Rolle im Zahlungsverkehr. Ein Euro beträgt nach heutigem Umrechnungskurs etwa 2.000 Lire.
Die italienische Lira war von 1861 bis zur Einführung des Euro das offizielle Zahlungsmittel Italiens. Sie war zudem auch in den beiden Zwergenstaaten San Marino und Vatikanstadt offizielle Währung. Doch vor 2001 spielten wegen einer anhaltenden Inflation nur noch die Werte 50, 100, 200, 500 und 1.000 Lire eine Rolle im Zahlungsverkehr. Ein Euro beträgt nach heutigem Umrechnungskurs etwa 2.000 Lire. © pixabay
Die griechische Drachme galt von 1831 bis 2001. Sie war das offizielle Zahlungsmittel in Griechenland. Der Name ist bereits seit der Antike geläufig und bezeichnete schon damals eine Gewichts- und Münzeinheit aus Silber. Ihre Untereinheit war das Lepto, 100 davon ergaben eine Drachme. Umgerechnet wäre heutzutage ein Euro circa 340 griechische Drachmen wert.
Die griechische Drachme galt von 1831 bis 2001. Sie war das offizielle Zahlungsmittel in Griechenland. Der Name ist bereits seit der Antike geläufig und bezeichnete schon damals eine Gewichts- und Münzeinheit aus Silber. Ihre Untereinheit war das Lepto, 100 davon ergaben eine Drachme. Umgerechnet wäre heutzutage ein Euro circa 340 griechische Drachmen wert. © pixabay
Der Franc (zu deutsch: Franken) war vor der Einführung des Euro die Währung Frankreichs. Zudem galt er seit 1795 in der Schweiz sowie Belgien, Luxemburg und Monaco und den ehemaligen französischen Kolonien wie dem Kongo, Guinea, Ruanda oder Französisch-Polynesien. Ein Franc war wiederum unterteilt in 100 Centimes. Ein Euro wären etwa 6,5 Franc.
Der Franc (zu deutsch: Franken) war vor der Einführung des Euro die Währung Frankreichs. Zudem galt er seit 1795 in der Schweiz sowie Belgien, Luxemburg und Monaco und den ehemaligen französischen Kolonien wie dem Kongo, Guinea, Ruanda oder Französisch-Polynesien. Ein Franc war wiederum unterteilt in 100 Centimes. Ein Euro wären etwa 6,5 Franc. © pixabay
Die spanischen Peseta (zu deutsch: Peseten) und wurde 1869 in Spanien eingeführt. Sie galt ebenfalls im Pyrenäenstaat Andorra. Der offizielle Umrechnungskurs beträgt heute für einen Euro etwa 165 Pesetas. Laut der spanischen Nationalbank können übrig gebliebene Peseten sogar noch bis zum 31. Dezember 2020 in Euro umgetauscht werden.
Die spanischen Peseta (zu deutsch: Peseten) und wurde 1869 in Spanien eingeführt. Sie galt ebenfalls im Pyrenäenstaat Andorra. Der offizielle Umrechnungskurs beträgt heute für einen Euro etwa 165 Pesetas. Laut der spanischen Nationalbank können übrig gebliebene Peseten sogar noch bis zum 31. Dezember 2020 in Euro umgetauscht werden. © pixabay

*Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Zentral-Redaktionsnetzwerks.

Fünf Wege, wie sich schnell und kurz­fristig eine gültige Erklärung anfertigen lässt:

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