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Preisdeckel statt Gasumlage: Das könnten Auswirkungen für Sie als Verbraucher sein

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Von: Carina Blumenroth

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Bundeskanzler Scholz kündigte ein neues Hilfspaket an: Bis zu 200 Milliarden Euro sollen bereitgestellt werden für die Energieversorgung. Gleichzeitig entfällt die viel kritisierte Gasumlage.

Die Energiepreise steigen an, Unternehmen und Bürgerinnen und Bürger leiden zunehmend unter den hohen Kosten. Eigentlich sollte ab 01. Oktober die Gasumlage kommen – die sollte Gasimporteure unterstützen, die durch ausbleibende Gaslieferungen aus Russland, Gas teuer woanders einkaufen mussten. Zahlen sollten die Bürgerinnen und Bürger – das wurde kritisiert. Jetzt ist klar, die Gasumlage wurde per Verordnung zurückgezogen. Stattdessen sollen vom Bund bis zu 200 Milliarden Euro für die Energieversorgung bereitgestellt werden.

Eine Frau dreht die Heizung höher.
Die Gasumlage wurde per Verordnung zurückgezogen. Der Bund stellt ein Paket zur Energieversorgung in Höhe von bis zu 200 Milliarden Euro zur Verfügung. (Symbolbild) ©  AndreyPopov/Imago

Gaspreisdeckel statt Gasumlage: Scholz nennt es den „Doppelwumms“

Sollten Bürgerinnen und Bürger die Gasumlage schon gezahlt haben, dann müsse diese zurückgezahlt werden, wie aus einer Meldung der Deutschen Presseagentur (dpa) hervorgeht. Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) sagt, mit dem Milliarden-Paket solle die Zukunftsfähigkeit der deutschen Wirtschaft erhalten bleiben. Die dpa zitiert Habeck folgendermaßen: „Es geht nicht nur darum, irgendwie durch diese Krise durchzukommen, sondern als starke und robuste Volkswirtschaft diese Zeit zu bestehen.“

Was kann der Gaspreisdeckel für die Verbraucher bedeuten?

Folgendes ist derzeit bekannt:

Das Online-Vergleichsportal Check24 hat mögliche Änderungen für Verbraucherinnen und Verbraucher errechnet. Demnach soll es allein durch die Mehrwertsteuersenkung folgende Einsparung geben: Familien würden um 306 Euro entlastet, Singles um 87 Euro.

Gleichzeitig stellt Check24 folgende Mustertabelle vor. Diese zeigt die mögliche Entlastung durch Senkung der Mehrwertsteuer und die Gasumlage. Die Ergebnisse wurden gerundet und basieren auf dem durchschnittlichen Gaspreis im September 2022.

Single, 50 m², 5.000 kWhEhepaar, 100 m², 12.000 kWhFam. mit Kind, 150 m², 18.000 kWhReihenhaus, Fam. mit 2 Kindern, 180m m², 20.000 kWhHaus, Fam. mit mehr als 3 Kindern, 250 m², 35.000 kWh
Gaspreis (netto)1.007 €2.256 €3.320 €3.673 €6.326 €
Regelenergieumlage (netto)29 €68 €103 €114 €200 €
Gasspeicherumlage (netto)3 €7 €11 €12 €21 €
Mehrwertsteuer 7 %73 €163 €240 €266 €458 €
Brutto inkl. 7 % MwSt.1.111 €2.494 €3.673 €4.065 €7.005 €
Gaspreis ohne Umlagen inkl. 19 % MwSt.1.199 €2.684 €3.950 €4.371 €7.528 €
Entlastung-87 €-190 €-277 €-306 €-524 €

Wer spürt zu welchem Zeitpunkt etwas von der Gaspreisbremse?

Wer mit den bis zu 200 Milliarden Euro, die vom Bund bereitgestellt werden, entlastet wird, ist noch nicht klar. Eine Kommission soll sich damit beschäftigen, diese bereitet bis Mitte Oktober Vorschläge dazu vor.

Kritik am Wegfall der Gaspreisbremse

Die dpa meldet, dass führende Wirtschaftsinstitute davor warnten, eine Gaspreisbremse einzuführen. Expertinnen und Experten befürchten, dass dies die Inflation anheizen könnte, da Verbraucherinnen und Verbraucher wieder mehr Geld ausgeben könnten. Außerdem entfalle der Anreiz, Gas zu sparen.

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