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Nicht verpassen: Stichtag zum Kündigen der bestehenden Kfz-Versicherung ist in der Regel der 30. November. Aber ein günstigerer Tarif ist nicht zwangsweise der Bessere.

Zeit zum Wechseln?

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In jedem Spätherbst stehen Autofahrer vor der gleichen Frage: Lässt sich mit einem Kfz-Versicherungswechsel Geld sparen oder sind bessere Konditionen drin? Fakt ist: Stichtag für die Kündigung der bestehenden Police ist in der Regel der 30. November. Doch überstürzen sollten Autobesitzer die Entscheidung nicht. Eine mögliche Ersparnis kann sich im Nachhinein mitunter als teuer erkauft erweisen.

Nur weil ein Tarif günstiger ist, muss er nicht die bessere Alternative sein. Es gilt, das Preis-Leistungs-Verhältnis zu prüfen, aber auch Sonderparagrafen wie den Rabattschutz. "Der Rabattschutz ist eine Zusatzangebot des Versicherers. Er bewahrt Versicherungsnehmer beim ersten Unfall im Kalenderjahr vor der Zurückstufung der schadenfreien Jahre beziehungsweise der Schadenfreiheitsklasse", erläutert James Wallner, Vorstandsvorsitzender der ADAC Autoversicherung AG.

Klauseln prüfen

Doch jetzt kommt der entscheidende Punkt: Diese Option kann beim Wechsel zum Problem werden. Denn die Wirkung des Rabattschutzes ist mitunter auf den Zeitraum begrenzt, indem der Vertrag bei einem Versicherer besteht. "Grundsätzlich sollte man bei einem Versicherungswechsel alle Klauseln prüfen, um ein nachträgliches böses Erwachen zu vermeiden", betont auch Mathias Zunk, Verbraucherexperte des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV).

Michael Wortberg, Versicherungsexperte bei der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz, empfiehlt: "Wer einen Wechsel erwägt, sollte dies mit ausreichend Vorlauf planen - also nicht erst Mitte, Ende November." Sein Tipp: Vom aktuellen Versicherer eine schriftliche Bestätigung erfragen, welche Schadensfreiheitsstufe er bei einem Wechsel an den neuen Anbieter übermitteln wird. "Dann weiß man, ob sie die aktuell bezahlte Stufe mitgeben", so Wortberg.

Wird der Vertrag bei einer Kfz-Versicherung beendet, dann passiert Folgendes: "Der vorige Versicherer gibt das Rabattgrundjahr und die Anzahl aller Schäden über die Versichererwechselbescheinigung (VWB) weiter", sagt Zunk. Der Schadensfreiheitsrabatt zähle ab dem Jahr, in dem ein Auto erstmals auf den Versicherten zugelassen wurde. Das bedeutet: Es zählen also die tatsächlichen schadenfreien Jahre und Schadensfälle - also auch solche Schäden, die aufgrund des Rabattschutzes zunächst nicht berücksichtigt wurden.

Rabatt kann wegfallen

Der neue Versicherer ist nicht verpflichtet, die Rabattschutzleistung des vorherigen Anbieters zu übernehmen und kann den neuen Vertrag quasi nachträglich wegen der vergangenen Schäden hochstufen.

Daher vermutet Verbraucherschützer Michael Wortberg: "Die meisten Versicherer haben den Rabattschutz. Er scheint aber ein sogenanntes weiches Kriterium zu sein, dass manche nicht mitgeben."

Alle weichen Kriterien, die einen in irgendeiner Form mit einem Rabatt belohnen - zum Beispiel jährliche gefahrene Kilometer, Garage oder Fahrer nur über 25 Jahre - könnten wegfallen, wenn der neue Versicherer diesbezüglich andere Konditionen hat. Generell gilt laut dem Verbraucherschützer aber eine klare Regel: Liegt die Wechselbestätigung mitsamt der Schadensfreiheitsklasse von Versicherer A vor, müsse sich Versicherer B daran halten. dpa

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