Zurück in die "swinging Sixties": 30 bis 40 Busse bietet Volkswagen Nutzfahrzeuge zur Miete an. FOTO: VOLKSWAGEN AG/DPA-TMN

Warnweste griffbereit verstauen

Im März 1950 lief der erste VW T1 vom Band. 70 Jahre später berührt der Bulli immer noch die Herzen, nicht nur von Oldtimer-Fans. Auch im Urlaub kann der kultige Kleinbus seine Rolle spielen.

Die vorgeschriebene Warnweste verstauen Autofahrer besser stets griffbereit im Fahrzeug. So ist sie im Ernstfall gleich zur Hand, raten DEKRA-Experten. Um sie schnell vom Fahrersitz aus schnappen zu können, liegt sie am besten im Handschuhfach, unter dem Sitz, im Türfach oder in einer Tasche auf der Rückseite des Beifahrersitzes.

Keinesfalls gehört sie in den Kofferraum, denn beim Aussteigen sollte sie bereits angezogen sein. In Deutschland ist gesetzlich eine Weste pro Fahrzeug vorgeschrieben.

Fehlt sie, kann ein Bußgeld von 15 Euro fällig werden. Die DEKRA-Experten plädieren aber dafür, eine für jeden Insassen dabeizuhaben. Käufer sollten auf die EU-Norm EN ISO 20 471 :2013 achten. dpa

Blumenkinder, die in bunt bemalten Bussen nach San Francisco oder Kathmandu in Nepal fuhren. Die Flower-power-Zeiten sind zwar längst vorbei, aber diese Bilder von Hippies auf Reisen aus den 1960ern und 1970ern haben die meisten noch vor Augen - und sie sind eng mit dem Bulli verbunden.

70 Jahre ist es her, dass Volkswagen mit der Serienproduktion des T1 begann. Der Urvater des Bullis, das erste Modell der späteren VW-Bus-Reihe, gilt als Symbol des deutschen Wirtschaftswunders, als eines der ersten Reisemobile, als Inbegriff des Hippie-Lifestyles - und lässt heute die Herzen vieler Oldtimer-Fans höher schlagen.

1,8 Millionen Exemplare des T1 liefen zwischen März 1950 und Juli 1967 vom Band - doch ob Samba oder Westfalia, gut erhaltene Modelle sind heute rar und teuer. Wer in Erinnerungen schwelgen oder einfach nur ein echter Hingucker auf der Straße sein will, kann mit dem Kultfahrzeug trotzdem den einen oder anderen Kurztrip erleben - selbst am Steuer oder auf dem Rücksitz auf Stadtrundfahrt.

Sightseeing im Retro-Look

Um Deutschlands Großstädte zu erkunden, muss man nicht immer in Doppeldeckerbusse steigen. Ob in Köln, Berlin, München oder Leipzig: Hier kann man die Sehenswürdigkeiten durch die kleinen Fenster eines T1 bestaunen. Individueller ist das Bulli-Sightseeing allemal - nur sieben bis elf Leute passen je nach Modell auf die Federkernsitze.

Zudem fahren die Kleinbusse nicht nur die bekannten Highlights an, sondern auch interessante Nebenstraßen, die für größere Touristenbusse tabu sind. Bleibt nur die Frage, wer am Ende fotogener war - die Stadt oder das Nostalgiegefährt?

Deutschlands älteste Weinregion trifft Volkswagens ältesten Bus: Erlesener Riesling von der Mosel ist auch fast so berühmt wie der T1 Samba - aber nicht so teuer. Der Preis für das Sondermodell mit dem polierten VW-Emblem, den Chromleisten und seiner meist zweifarbigen Lackierung lag 1955 noch bei 8475 D-Mark - im Top-Zustand erzielen diese Bullis heute zum Teil sechsstellige Beträge. Es ist also ein exklusives Erlebnis, das der Zeltinger Hof bietet: Das Hotel in Zeltingen-Rachtig, in der großen Moselschleife, chauffiert Gäste im Bulli durch die rheinland-pfälzischen Weinberge.

Volkswagen Nutzfahrzeuge vermietet seine Klassiker. Ein Wochenende in der Lüneburger Heide, eine Woche Camping an der Ostsee - eigentlich egal, schließlich ist der Weg das Ziel. Rund 30 bis 40 Busse stehen zur Wahl. Die Mindestmietdauer beträgt drei Tage.

Ein kürzeres Vergnügen bieten Portale für Erlebnisgeschenke und diverse Oldtimer-Vermietungen an. Mit bis zu acht Insassen kann man etwa am Ufer des Bodensees entlangcruisen und eine Stunde lang der unangefochtene Blickfang auf der Straße sein.

Flower-Power am Ostseestrand

Sonne, Strand, Meer und schöne alte Bullis: So sieht er aus, der kalifornische Flowerpower-Traum. Wahr wird er beim Midsummer-Bulli-Festival auf der Ostseeinsel Fehmarn. Vier Tage lang dreht sich dort normalerweise alles um den T1 und seine jüngeren Verwandten (durch die Corona-Krise wird das Festival dieses Jahr wohl nicht stattfinden können).

Reisevorträge und Fachsimpeleien, eine Händlermeile für die Jagd nach Ersatzteilen und Fan-Artikeln und gemeinsame Ausfahrten rund um die Insel verspricht das Programm. Außerdem gibt es Koch-Shows, Lesungen und Blumenkranzbinden für die Kinder. Herzstück des Umsonst-und-draußen-Events ist das kostenpflichtige Beachcamp: Ob Samba-Besitzer oder Bulli-Groupie im normalen Auto, hier darf jeder in unmittelbarer Nähe zum Ostseestrand campen und dem Vanlife frönen. Für Wiederholungstäter organisiert derselbe Veranstalter im September das BulliSummer-Festival am Auesee in Wesel (Nordrhein-Westfalen).

Im niederländischen Workum, auf dem Campingplatz Welgelegen am Ijsselmeer, stehen zwischen Zirkus- und Retro-Wohnwagen vier hölzerne Sambabus-Hütten. Sie sind ausgestattet mit Doppelmatratzen - und Marke Eigenbau. Aus VW-Produktion wiede-rum, aber eine Generation jünger, sind die Schlafstätten im Bulli-Camp des Heide-Parks Soltau: Sieben originale T2-Kleinbusse, restauriert und umgebaut, stehen am Sandstrand vom Holiday-Camp des Freizeitparks.

Der neue Fiat 500 tankt Strom. Der Kleinwagen mit Retro-Chic wird als erstes Modell der Italiener rein elektrisch fahren. Daneben gehen etliche Assistenzsysteme und ein neues vernetztes Infotainmentsystem an Bord des Viersitzers. Bis zu 320 Kilometer Reichweite soll laut Hersteller der unter vier Meter lange Wagen mit einer Ladung schaffen.

Fiat spricht beim elektrischen 500 von der dritten Generation seines Klassikers, hält aber die zweite mit Verbrennern und Hybriden weiterhin im Angebot. Eine besonders gut ausstaffierte erste Auflage lässt sich als Cabrio inklusive Lade-Wallbox ab 37 900 Euro bestellen. Die neue Plattform ist um jeweils 60 Millimeter länger und breiter. Der Radstand wächst um 20 Millimeter. Die Batterien stecken unter dem flachen Ladeboden. Eine Füllung soll für maximal 320 Kilometer (WLTP-Norm) gut sein und sich beim Schnellladen in 35 Minuten wieder zu 80 Prozent laden lassen. dpa

Geht in einem Auto ein Assistenzsystem kaputt, müssen Autofahrer es reparieren lassen. Speziell, wenn es sich um Sicherheitssysteme handelt. Das gilt auch für solche, die zusätzlich an Bord und nicht vorgeschrieben sind, erläutern DEKRA-Sachverständige. Arbeiten zum Beispiel Airbags, Notbremsassistenten oder ESP nicht korrekt oder gar nicht mehr, darf der Fahrer sie nicht einfach ausschalten. Stattdessen müssen sie fachgerecht repariert werden. Das soll gewährleisten, dass die hohen Sicherheitsstandards bei modernen Autos auch im zunehmenden Alter noch eingehalten werden. dpa

BMW frischt den 5er und 6er auf. Die 5er-Limousine, der Touring sowie der 6er Gran Turismo bekommen zum Verkaufsstart im Juli nicht nur ein retuschiertes Design mit größerer Niere und neu gestalteten Leuchten, sondern vor allem optimierte, mit einem 48-Volt-Mild-Hybrid-System bestückte Motoren.

Außerdem wird die Ausstattung erweitert und die Elektronik mit neuen Assistenz- und Infotainment-Funktionen bis hin zur cloudbasierten Navigation sowie dem jetzt serienmäßigen Digital-Cockpit auf Vordermann gebracht, teilt BMW mit. Die Preise beginnen aufgrund dieser Veränderung dann bei 49 100 Euro für die 5er-Limousine und 51 300 Euro für den traditionell Touring genannten Kombi. Der coupéartige 6er Gran Turismo wird ab 62 800 Euro verkauft. Technisch bedeutendste Neuerung ist das 48-Volt-Mild-Hybrid-System, das nun bei allen Vier- und Sechszylindermotoren zum Einsatz kommt. Es nutzt einen 8 kW/11 PS starken E-Motor und einen Lithium-Ionen-Puffer-Akku, um beim Anfahren zusätzlich zu beschleunigen und beim Bremsen mehr Energie zurückzugewinnen. Das Ergebnis seien bessere Sprintwerte und mehr Effizienz, sagt BMW. Wer zumindest abschnittsweise rein elektrisch fahren möchte, dem bietet BMW im 5er jetzt auch einen Plug-in-Hybriden für den Touring. Die Motorenpalette reicht bis zum 530 PS starken V8. Zur Wahl stehen dann in allen drei Karosserievarianten zwei Benziner mit 185 kW/252 PS oder 225 kW/333 PS und drei Diesel mit 140 kW/190 PS bis 250 kW/340 PS.

Für den 5er gibt es zudem einen Basisbenziner mit 135 kW/184 PS sowie als Top-Modell den M550i mit einem 390 kW/530 PS starken V8-Motor. Außerdem gibt es für Limousine zwei Plug-in-Benziner mit einer Systemleistung von 215 kW/292 PS oder 290 kW/394 PS und bis zu 62 Kilometern elektrischer Reichweite. Im Touring kommt nur die schwächere Variante zum Einsatz.

Für die Teilzeitstromer nennt BMW Verbrauchswerte von bestenfalls 1,9 Litern und einen CO2-Ausstoß von 43 g/km, für die Verbrenner Werte zwischen 4,1 Litern Diesel (108 g/km) und 9,7 Litern Benzin (221 g/km). dpa

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