+

Sportliches Comeback

  • schließen

Toyota feiert nach über 15 Jahren das Comeback des Supra: Mit Monatsbeginn starteten die Japaner zu Preisen ab 62 900 Euro mit der Auslieferung der fünften Generation des Sportcoupés. Sie ist technisch eng mit dem BMW Z4 verwandt, im Design aber komplett eigenständig.

Traditionell startet der Supra mit einem aufgeladenen Reihensechszylinder, der die Hinterräder antreibt. Der mit einer Achtgangautomatik gekoppelte 3,0-Liter-Motor leistet 250 kW/340 PS und entwickelt ein maximales Drehmoment von 500 Nm. Damit beschleunigt er den Supra in 4,3 Sekunden von null auf 100 km/h und erreicht ein Spitzentempo von 250 km/h.

Den Verbrauch gibt Toyota mit 7,5 Litern an (170 g/km CO2). Bei einer Länge von 4,38 Metern bietet der Supra Platz für zwei Passagiere und bis zu 290 Liter Gepäck. Sitzposition und Schwerpunkt sind betont niedrig und das Cockpit mit den digitalen Instrumenten ist stark zum Fahrer hin ausgerichtet.

Zur Ausstattung zählen Sportsitze, ein Sperrdifferential an der Hinterachse sowie adaptive Dämpfer, Klimaanlage, Navigation und ein Tempomat mit Abstandsregelung. Ein Wermutstropfen: Viele Interessenten dürften aber zunächst leer ausgehen. Denn die 300 Exemplare, die 2019 nach Deutschland kommen, sind nach Angaben eines Toyota-Sprechers bereits vergriffen. Und für das nächste Jahr können ab diesem Sommer ebenfalls nur 500 Autos geordert werden.

dpa/Foto: Toyota/dpa-tmn

Wer über Carsharing ein Auto nutzt, sollte sich das Kleingedruckte des Anbieters genau durchlesen. So verlangen viele ein absolutes Alkoholverbot am Steuer. Und dafür reicht es nicht, die gesetzliche Promillegrenze von 0,5 einzuhalten. Auch von anderen Fallstricken berichtet die Stiftung Warentest in ihrer Zeitschrift "Finanztest" (Ausgabe 6/2019). Demnach dürfe in der Regel nur der Nutzer selbst ans Steuer und kein Fremder. In beiden genannten Fällen riskieren Fahrer eine Vertragsstrafe und den Schutz der Kaskoversicherung.

Die Kasko ist auch bei grober Fahrlässigkeit in Gefahr. Beispiele neben Vergehen aufgrund von Alkohol, Drogen oder Handy-Nutzung: über eine rote Ampel fahren, Küsse während der Fahrt, sich barfuß oder mit Flip-Flops ans Steuer setzen. Ob diese Handlungen dann tatsächlich als grob fahrlässig gewertet werden, hänge immer vom Einzelfall ab. Doch wenn, zahlt die Kaskoversicherung Schäden am Carsharing-Auto nur teilweise oder gar nicht.

Für Fremdschäden kommt die Kfz-Haftpflichtversicherung auf. Kaskoversicherungen bei privaten Autos handhaben das ebenfalls so. Doch dabei könnten sich Autobesitzer eine Kaskopolice suchen, die grobe Fahrlässigkeit einschließt, so die Zeitschrift, die daher zur vorsichtigen Fahrweise rät. dpa

Eine sogenannte aktive Blickführung kann die Sicherheit für Motorradfahrer verbessern. Auf Geraden blicken die Biker dabei weit voraus, damit sie den Streckenverlauf früh erfassen können - je schneller sie unterwegs sind, desto weiter. Starr nach vorn schauen sollten sie aber nicht, sondern zugleich immer auch den Nahbereich vor dem Motorrad und die Seiten checken, um alle wichtigen Informationen zu erfassen, rät das Institut für Zweiradsicherheit. In Kurven hingegen blicken Biker zu deren Ausgang. Dies ziehe sie regelrecht hindurch. Und wer ein Hindernis umsteuern muss, guckt immer in die freie Lücke. Wichtig sei es nicht das Hindernis zu fixieren, denn ansonsten steuere man darauf zu, warnt das Institut. dpa

Motorräder ohne Verkleidung sind ein Hingucker. Doch in Eigenregie aus seiner Maschine ein sogenanntes Naked Bike zu machen, indem man die Verkleidungen kurzerhand abmontiert, kann ohne Beratung durch Profis gefährliche Folgen haben. Ohne die Abdeckungen verändert sich nämlich die Fahrphysik, warnt der TÜV Süd. Durch das veränderte Gewicht könnte das Motorrad zum Beispiel mehr zum Pendeln neigen. Auch der Grip der Räder verändert sich - gerade bei hohen Geschwindigkeiten.

Und das ist nicht alles: Ohne Verkleidung könnten scharfe Kanten freiliegen. Diese müssten entfernt werden. Die Experten berichten auch von einem Fall, in dem eine Maschine Feuer fing, weil nach dem Entfernen der Abdeckung die Ölleitung vom Fahrtwind an einen Teil der Abgasanlage gedrückt wurde.

Auch das Anbringen von Teilen sollte man nicht auf die leichte Schulter nehmen. Selbst dann, wenn für den neuen Lenker oder die neue Fußraste sogenannte Teilegenehmigungen vorliegen. Diese werden laut TÜV Süd oft nur für gängige Modelle erstellt. Fahre man aber einen Exoten, sei es wahrscheinlich, dass man selbst für ein Bauteil mit Genehmigung ein Änderungsgutachten nach Paragraf 19 der Straßenverkehrs-Zulassungsordnung benötigt. dpa

Auto- und Motorradfahrer können ihren Oldtimer mit steuerbegünstigten H-Kennzeichen zulassen. Dann sind pauschal 191,73 Euro für Pkw und Lkw und 46,02 Euro für Motorräder fällig, teilt der ADAC mit. Das ist für alle Fahrzeuge möglich, die vor mindestens 30 Jahren erstmals in den Verkehr gekommen sind. Doch ohne Weiteres lässt sich das Kennzeichen mit dem H am Ende nicht anschrauben.

Voraussetzung dafür ist nicht nur das Alter, bei dem in der Regel der Tag der Erstzulassung und nicht das Baujahr entscheidend ist. Sondern für das Oldtimer-H-Kennzeichen ist eine spezielle Begutachtung erforderlich. Diese kann von einem amtlich anerkannten Sachverständigen oder einem Prüfingenieur vorgenommen werden.

Das Gutachten kostet beispielsweise beim TÜV Süd etwa 100 Euro, je nach Baujahr kommt noch eine Abgasuntersuchung für etwa 60 Euro dazu. Um zu bestehen, muss das Auto weitestgehend dem Originalzustand entsprechen und gut erhalten sein.

Das H-Kennzeichen gilt für den Dauerbetrieb und auch für Umweltzonen. Es lässt sich mit einem Saisonkennzeichen kombinieren, was weitere Steuern spart. Daneben ist auch noch ein rotes 07-Kennzeichen möglich. Das reicht aber nur die unregelmäßige Teilnahme an Veranstaltungen wie etwa Oldietreffen. Probe-, Prüfungs- ,Überführungs- und Werkstattfahrten sind damit ebenfalls gestattet, erklärt der ADAC.

Auch ein Fahrtenbuch ist nötig. Vorteil: Damit lassen sich im Wechsel mehrere Fahrzeuge bewegen, was für Sammler interessant sein kann. dpa

Borgward, e.Go Mobile, Tesla, Polestar, bald noch Byton, Nio und Genesis: So einige Automarken drängen neu auf den deutschen Markt. Was für größere Vielfalt sorgt, heißt auch, ein neues Händler- und Servicenetz für Kunden aufbauen zu müssen. Was bedeutet das für Kunden, die mit Modellen solcher Marken liebäugeln?

Nach Kauf oder Leasing werden irgendwann Inspektionen oder Reparaturen ein Thema. "Jedes Fahrzeug muss irgendwann zum Service. Es gibt aber unterschiedliche Arten und Weisen, wie Hersteller einen Service organisieren können", erklärt Stefan Bratzel, Professor für Automobilwirtschaft an der Fachhochschule der Wirtschaft (FHDW) in Bergisch Gladbach.

Etablierte Hersteller setzen auf ein dichtes Servicenetz mit Markenwerkstätten. "Autofahrer wollen maximal 20 Kilometer bis zur nächsten Werkstatt fahren. Wenn das nicht gewährleistet ist, müssen die Hersteller ihren Service anders gestalten", sagt Bratzel. Eine Möglichkeit für neu auf den Markt drängende Hersteller sieht er in Kooperationen mit freien Servicestationen oder Werkstattketten wie A.T.U oder Bosch Car Service.

Verbraucher sehen das nach Einschätzung Bratzels pragmatisch: "Der Autofahrer ist nur an der Dienstleistung interessiert", so der Experte, "Ort und Marke sind zweitrangig, solange der Service in seiner Nähe ist." Über Kooperationen mit Partnern lässt sich ein dünnes, eigenes Händlernetz flächendeckend ausbreiten und engmaschig knüpfen. "Ein eigenes Servicenetz aufzubauen, macht für neue Marken wie e.Go Mobile oder Borgward wenig Sinn. Das wäre zu teuer", sagt Bratzel.

Mit einem Hol- und Bringservice ließe sich der Komfort für den Besitzer erhöhen - und es wäre unwichtig, wo die Werkstatt steht. Auch Servicewagen, die zum Auto kommen, kann sich Bratzel für die Zukunft durchaus vorstellen. Wartungen werden dann vor Ort vorgenommen. Dennoch sollten sich Interessenten von Autos neuer Marken vor dem Kauf bewusst machen, dass ihr Fahrzeug regelmäßig zum Service muss. Eine gut erreichbare Werkstatt macht ihnen das Leben einfacher, wie der ADAC erklärt. Denn auch wenn die Modelle vermehrt Elektroantrieb besitzen und zum Beispiel auf den Wechsel von Motoröl und Zündkerzen verzichten können, müssen sie erstmals spätestens nach drei Jahren und danach alle zwei Jahre zur Hauptuntersuchung. Generell werden bei Elektrofahrzeugen die Wartungen günstiger, da eben Materialien wie Öl oder bestimmte Filter wegfallen. Dafür ist die Anfälligkeit etwa von Batterien noch nicht ganz klar.

Raus aus dem Markt

Zu bedenken ist außerdem, dass eine neue Marke wieder vom Markt verschwinden kann. Nissans Nobeltochter Infiniti wird sich bald vom europäischen Markt wieder zurückziehen, Saab gibt es schon länger nicht mehr. Dann wird die Werkstattbetreuung lückenhaft, und irgendwann werden die Ersatzteile knapp, wie der ADAC beschreibt. Beim Start einer neuen Marke gebe es keine Gewissheit, wie lange sie durchhält.

Einen Vorteil sieht der ADAC in neuen, innovativen Modellen, interessanten Einführungsangeboten und oft aufmerksamen und hilfsbereiten Händlern. Ob eine Wartung bei einem schon bestehenden Händlernetz oder einer Service-Gruppe günstiger oder besser ist als bei einem etablierten Vertragshändler, sei jedoch keineswegs klar. Es fehlten hier noch Vergleichsmöglichkeiten. Dass sich neue Marken auf dem europäischen Markt langfristig etablieren werden, daran hat Arthur Kipferler von der Beratungsfirma Berylls keine Zweifel: "Nachdem der Absatz von E-Autos in den nächsten fünf bis zehn Jahren durch Emissionslimits und andere Regularien stark steigen wird, haben Elektrohersteller sehr gute Wachstumschancen", lautet seine Prognose.

Nach einer Einschätzung von Berylls wird der Anteil von Elektrofahrzeugen am Absatz auf dem europäischen Neuwagenmarkt bis 2030 auf 25 bis 35 Prozent ansteigen. Für neue Elektromarken wie e.Go Mobile, Byton und Nio, aber auch Submarken wie ID. von VW, Polestar von Volvo und EQ von Mercedes könnte das ein großes Volumen ausmachen. "Submarken waren, bis auf wenige Ausnahmen, bisher in der Autoindustrie nicht unbedingt Erfolgsgaranten", sagt Kipferler. Bei ihnen stelle sich außerdem die Frage der finalen Lösung: Ersetzt der Elektroableger in Märkten mit hohem E-Anteil am Ende die Hauptmarke? Dem Kunden kann das gleichgültig sein. Hauptsache, der Händler oder Servicepartner ist in der Nähe. dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare