Zu schnell gefahren: Mitschuld möglich

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Wenn sich Autofahrer auf deutschen Autobahnen nicht an die Richtgeschwindigkeit von 130 Kilometer pro Stunde halten, riskieren sie bei einem Unfall eine Teilschuld zugesprochen zu bekommen. Das zeigt ein Urteil des Oberlandesgerichts Düsseldorf, auf das die Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht im Deutschen Anwaltverein (DAV) hinweist.

In dem Fall war ein Autofahrer bei einer Geschwindigkeit von deutlich mehr als 130 Kilometer pro Stunde auf das Auto einer Frau aufgefahren, die zum Überholen in seine Autobahnfahrspur wechselte.

Die Richter sahen die Hauptschuld zwar bei der Fahrerin, die den Spurwechsel nicht mit der nötigen Vorsicht eingeleitet hatte. Der auffahrende Autofahrer erhielt jedoch eine Teilschuld von 30 Prozent.

Wer schneller als 130 Kilometer pro Stunde fährt, vergrößere damit die Gefahr, dass sich ein anderer Verkehrsteilnehmer auf diese Fahrweise nicht richtig einstellen kann und die Geschwindigkeit unterschätzt. (dpa)

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