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Zweitauflage: Nissan will den neuen Juke zunächst ausschließlich als Dreizylinder-Benziner in den Handel bringen.

Neuer Nissan Juke kommt im November

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Der Herbst ist da. Und mit ihm wächst für Auto- und Motorradfahrer das Unfallrisiko. Was müssen sie beachten, wie können sie sich wappnen und welche Vorbereitungen sollten sie treffen?

Nissan bereitet den Start des neuen Juke vor. Der japanische Autohersteller hat die zweite Generation seines Modells jetzt enthüllt. Zu den Händlern kommen soll das kompakte SUV-Coupé im November, teilte Nissan mit, ohne bereits Preise zu nennen. Beim Generationswechsel speckt der Juke zwar um 27 Kilogramm ab, er streckt sich aber auf 4,21 Meter Länge und wächst in der Breite auf 1,80 Meter.

Damit bietet er vor allem im Fond laut Nissan mehr Knie- und Kopffreiheit. Der Kofferraum wächst um 20 Prozent auf 422 Liter. Innen moderner eingerichtet und mit einem neuen Online-Infotainment ausgestattet, gibt es für den Juke laut Nissan zunächst nur einen Motor: einen 1,0 Liter großen Dreizylinder-Benziner, der 86 kW/117 PS leistet und trotz der SUV-Optik nur die Vorderräder antreibt. Geschaltet wird wahlweise von Hand oder mit einer siebenstufigen Doppelkupplung.

Zu Fahrleistungen und Verbrauch macht Nissan noch keine Angaben. Dafür nennen die Japaner schon ein paar Ausstattungsmerkmale: LED-Scheinwerfer sind Standard, und erstmals gibt es für den Juke ein Assistenzsystem, das auf langen Strecken beim Lenken, Beschleunigen, Bremsen und Abstandhalten helfen soll. dpa

Ssangyong hat den Tivoli überarbeitet. Vier Jahre nach dem Start bekommt der kleinste Geländewagen der Koreaner Ende September ein tief greifendes Facelift. Dabei wird der Auftritt aufgefrischt, die Ausstattung erweitert und der Antrieb erneuert. Die Preise beginnen dann künftig bei 15 990 Euro, teilt der Hersteller mit.

Zu erkennen ist der 4,23 Meter lange Tivoli von außen an einer entschlossener designten Front, aus der jetzt auch auf Wunsch LED-Scheinwerfer strahlen, sowie einem weiter nach oben gerückten Stoßfänger am Heck. Innen sollen digitale Instrumente den Unterschied machen. Front- und Allradantrieb sind im Angebot.

Auch unter der Motorhaube gibt es Neues: Die Leistung des 1,6 Liter großen Diesels steigt auf 100 kW/136 PS, mit denen Geschwindigkeiten von maximal 175 km/h und Verbrauchswerte ab 5,0 Liter (132 g/km CO2) erreicht werden.

Und als Benziner gibt es neu einen 1,5 Liter großen Turbo mit 120 kW/163 PS, der auf bestenfalls 181 km/h, 6,6 Liter und 152 g/km kommt. Beide Motoren bietet Ssangyong mit Front- oder Allradantrieb als Handschalter oder mit Automatik an. dpa

Einen vorhandenen Radweg müssen Fahrradfahrer nutzen. Fahren sie stattdessen dennoch auf der Straße, begehen sie einen Verkehrsverstoß. Und nicht nur das: Bei einem Unfall mit einem geparkten Auto haften sie allein, ohne dass man ihnen ein Verschulden dafür nachweisen müsste. Dies geht aus einem Urteil des Landgerichts Hamburg hervor, über das die Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht des Deutschen Anwaltvereins (DAV) berichtet.

Das Auto war auf einem parallel zur Fahrbahn verlaufenden Parkstreifen abgestellt. Der Fahrradfahrer fuhr bei Dunkelheit auf der Straße, obwohl die Benutzung des Radwegs durch das entsprechende Schild mit weißem Fahrrad auf blauem Grund vorgeschrieben war. Der Mann stürzte und sein Rad fiel gegen das geparkte Auto. Ein Lastwagen habe ihn abgedrängt, daher sei er gestürzt, erläuterte er. Den Radweg habe er nicht benutzt, weil er stellenweise mit Zweigen und Ästen bedeckt gewesen sei.

Dennoch musste der Radfahrer für den Schaden an dem Auto voll einstehen. Die näheren Umstände des Unfalls interessierten das Gericht nicht. Es stellte fest, dass der Mann einen Verkehrsverstoß begangen hatte, weil er nicht auf dem Radweg gefahren war. Auf einem Foto der Polizei sei zudem zu erkennen gewesen, dass der Radweg im tadellosen und freien Zustand und somit befahrbar gewesen sei. Wäre der Mann nicht auf der Fahrbahn gefahren, so das Gericht, wäre es nicht zu dem von ihm behaupteten Überholmanöver des Lkw und damit zu dem Unfall gekommen. dpa

VON THOMAS GEIGER

Egal, wie lange der heiße und trockene Sommer mancherorts dauerte - irgendwann waren die schönen Tage gezählt. Der Herbst ist da. Und er bringt für Auto- und Motorradfahrer manche Risiken wie Nebel oder Wildwechsel mit sich. Wer aber sich und sein Fahrzeug vorbereitet und ein paar Ratschläge beachtet, kann auf der Straße auch einen goldenen Herbst genießen: "Wenn man es richtig anstellt, hat Fahrspaß immer Saison", sagt Hans-Georg Marmit von der Sachverständigenvereinigung KÜS.

Das Risiko steigt vor allem, weil sich die Sonne mit jeder Woche etwas rarer macht: Die Tage werden kürzer, die Temperaturen fallen und die Bedingungen werden ungünstiger. Man ist wieder häufiger in der Dunkelheit unterwegs und immer öfter ist der Asphalt wieder nass, von glitschigem Laub bedeckt oder schon bald sogar wieder von Raureif überzogen. Außerdem könnten Herbststürme und plötzliche Windböen für unangenehme Überraschungen auf Brücken oder in Waldschneisen sorgen, sagt der Experte.

Ein weiteres Problem ist der Nebel, mahnt der TÜV Nord: "Viele Autofahrer sind dann viel zu schnell unterwegs." Wenn die Sicht weniger als 150 Meter weit reicht, solle man nicht schneller als 100 km/h fahren. Bei 100 Metern freier Sicht gelte Tempo 80 als Obergrenze. Als Orientierungshilfe können dabei die Leitpfosten dienen. Auf Autobahnen stehen sie im Abstand von 50 Metern. Wer nur einen Pfosten weit sehen kann, dürfe auf keinen Fall schneller als 50 km/h fahren. "Achten Sie außerdem auf ausreichenden Abstand zu vorausfahrenden Fahrzeugen. Als Faustregel gilt: Sichtweite ist gleich Sicherheitsabstand. Und: Licht einschalten nicht vergessen!"

Stau und Wildwechsel

Es ändern sich auch die Verkehrsverhältnisse, so Marmit. Mit dem Ende der Urlaubszeit wird es wieder voller auf den Straßen, die Ernte treibt die Landwirte aufs Feld: Langsam fahrende Mähdrescher und Traktoren erfordern mehr Rücksicht und Geduld, man muss hinter jeder Kurve oder Kuppe mit Kriechverkehr oder Stau rechnen. Und was die Agrargefährte nach getaner Arbeit mitunter an Dreck oder Ernteresten auf dem Asphalt hinterlassen, ist mit Vorsicht zu genießen.

Nicht umsonst warnt Marmit vor "Bauernglätte". "Zum Herbstbeginn müssen Autofahrer auf Landstraßen entlang von Wiesen, hoch stehenden Maisfeldern und durch Waldgebiete mit Wild an der Straße rechnen", warnt der ADAC Nordrhein. Er bittet vor allem in den Tagesrandlagen um erhöhte Vorsicht: Vermehrt passieren Wildunfälle bei Dunkelheit.

Taucht Wild am Straßenrand auf, sollten Autofahrer sofort das Tempo reduzieren. Befindet sich ein Tier bereits auf der Fahrbahn, sollte man das Fernlicht ausschalten und durch Hupen versuchen, das Wild zu vertreiben. Mit den Scheinwerfern aufzublenden, bewirke eher das Gegenteil: "Das grelle Licht verwirrt die Tiere und nimmt ihnen die Orientierungsmöglichkeit, sodass sie häufig einfach verharren."

Für bessere Sicht und erhöhte Sicherheit sorgen Autofahrer, indem sie das Herbstlaub aus der Lüftung entfernen. Daneben checken sie die Blätter der Scheibenwischer und füllen das Wischwasser mit Winterzusatz auf. Stets saubere Scheiben und ein Check der Scheinwerfer und Rückleuchten gewährleisten, dass man auch bei Dunkelheit gut sieht und gesehen wird.

Darüber können Motorradfahrer nur lachen. Doch auch sie sollten sich auf den Herbst vorbereiten, mahnt Matthias Haasper vom Institut für Zweiradsicherheit und rät dringend zum Check der Beleuchtung und des Helmes. Wer keinen Helm mit Anti-Beschlag-Beschichtung oder einem doppelwandigen Pinlock-Visier nutze, sollte sein Visier mit einem Beschlag hemmenden Mittel behandeln. Außerdem warnt er vor verschmutzten oder gar verkratzten Visieren, weil sie Blendung durch tief stehende Sonnenstrahlen begünstigen. Entgegenwirken könne man dem temporären "Blindflug" mit getönten Visieren, oder einer Sonnenbrille.

Auch der Rest der Kleidung verdiene Beachtung, weil sich Frieren störend auf die Konzentration beim Fahren auswirkt. "Jacken und Hosen mit herausnehmbarem Innenfutter oder Kombinationen mit Außenjacken können bei diesen Witterungsverhältnissen hilfreich sein", sagt Haasper. Er rät obendrein zu kleinen Helfern wie Sturmhauben, Hals- und Kniewärmern oder wind- und wasserabweisenden Überziehern.

Zwar wird das Risiko mit fortschreitendem Kalender tatsächlich größer. Doch muss man sich den Spaß deshalb nicht nehmen lassen. Denn gegen alle diese Gefahren hat der ADAC Nordrhein ein einfaches Rezept: "Abstand halten, runter vom Gas und Licht an - wer sich an diese drei Regeln hält, kommt sicherer durch trübe Herbsttage."

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