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An Dreistigkeit kaum zu überbieten: Mann kauft sich mit Corona-Staatshilfe einen Lamborghini

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Von: Ömer Kayali

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Ein Lamborghini auf der Maximilianstraße in München
Einen Lamborghini können sich nur wenige Menschen leisten – ein Mann aus Miami kaufte sich einen mit Corona-Staatshilfen. © picture alliance / dpa / Andreas Gebert

Corona-Staatshilfen sind für Leute gedacht, die wegen der Coronavirus-Pandemie finanzielle Probleme haben. Ein Mann aus Miami hat sich damit einen Lamborghini geleistet.

Die ganze Welt leidet nach wie vor unter den Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie. Der Alltag ist stark eingeschränkt. Menschen sind angehalten, im Alltag überall, ob zuhause, in Geschäften oder im Auto*, auf die Hygiene- und Abstandsregelungen zu achten. Auch die Wirtschaft leidet stark wegen Corona, weshalb viele Länder die Betroffenen durch Staatshilfen unterstützen – auch die USA. Ein Mann aus Florida hat dies aber schamlos ausgenutzt und sich große Beträge ergaunert, mit denen er unter anderem einen teuren Lamborghini gekauft hat.

Lamborghini mit Corona-Staatshilfen gekauft: Mann ergaunert fast vier Millionen US-Dollar

Der 29-Jährige aus Miami, Florida, soll insgesamt 3,9 Millionen Dollar aus dem „Paycheck Protection Program“ (PPP) auf unlautere Weise erhalten haben. Diese dienen eigentlich dazu, die Kosten für Miete sowie Löhne der Mitarbeiter abzudecken. Mit den Geldern soll der Mann jedoch unter anderem einen Lamborghini Huracan erworben haben.

Ein aufgemotzter Lamborghini Huracán bringt nun 3.500 PS auf die Strecke (Symbolbild).
Einen solchen Lamborghini Huracan kaufte sich der Mann aus Florida (Symbolbild). © dpa/Uli Deck

Der Mann soll durch Anträge im Namen verschiedener Unternehmen etwa 13,5 Millionen Dollar an PPP-Staatshilfen beantragt haben. Dabei habe er falsche und irreführende Angaben zu den jeweiligen Lohn- und Gehaltskosten der Unternehmen angegeben.

Nichtsdestotrotz wurden ihm zunächst Gelder in Höhe von etwa 3,9 Millionen Dollar zugestanden. Damit soll er sich einen Lamborghini Huracan für rund 318.000 US-Dollar gekauft haben. In den Tagen und Wochen nach der Auszahlung der PPP-Mittel soll Hines der Beschwerde zufolge keine Lohn- und Gehaltszahlungen geleistet haben, die er bei seinen Kreditanträgen geltend gemacht hatte. Stattdessen leistete er sich Aufenthalte in Luxushotels und gab das Geld für Schmuck, Kleidung und Dating-Websites aus.

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Corona-Betrüger aus Miami: So wurde er erwischt

Ermittler kamen dem 29-jährigen Betrüger auf die Schliche, nachdem er in einen Unfall verwickelt war und Fahrerflucht beging. Daraufhin wurde er von der Polizei von Miami verhaftet. Die Behörden beschlagnahmten den Lamborghini sowie 3,4 Millionen US-Dollar von seinen Bankkonten. Er wurde wegen Bankbetrug, falscher Angaben gegenüber einem Finanzinstitut und der Beteiligung an Transaktionen mit unrechtmäßigen Erlösen angeklagt. (ök) *tz.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Redaktionsnetzwerks.

Quellen: Miami Herald

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