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Zwischenstopp in Hambach

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Klimaschutzaktivistin Greta Thunberg (M). besuchte gemeinsam mit Luisa Neubauer (l.), der deutschen Organisatorin der Klimastreiks »Fridays for Future«, und Kathrin Henneberger, der Vertreterin des Aktionsbündnisses »Ende Gelände«,  den Tagebau und den Hambacher Forst.
Klimaschutzaktivistin Greta Thunberg (M). besuchte gemeinsam mit Luisa Neubauer (l.), der deutschen Organisatorin der Klimastreiks »Fridays for Future«, und Kathrin Henneberger, der Vertreterin des Aktionsbündnisses »Ende Gelände«, den Tagebau und den Hambacher Forst. © dpa

Kerpen (dpa). Die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg hat mit dem Braunkohletagebau Hambach und dem angrenzenden Hambacher Forst einen symbolträchtigen Ort der Klimabewegung besucht. Die 16-Jährige schilderte am Samstag, wie schwer ihr der Anblick des Tagebaus im Rheinischen Revier gefallen sei: »Es war so gewaltig, so verheerend und es macht mich irgendwie traurig.« Die Braunkohle trage mit zur ökologischen Krise bei. Um die Klimaziele zu erreichen, dürfe Deutschland keine weitere Kohle verbrennen, sagte sie unter Hinweis auf Wissenschaftler. Sie fühle auch mit den Menschen, die wegen des Tagebaus wegziehen müssten.

Der Kampf um den Hambacher Forst, der für den fortschreitenden Tagebau gerodet werden soll, steht symbolisch für die Forderung nach einem schnellen Kohleausstieg in Deutschland. Gegen die geplante Rodung gab es immer wieder große Proteste. Das Rheinische Revier gilt mit drei laufenden Braunkohletagebauen als eine der großen Quellen für das klimaschädliche CO2 in Europa.

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) sagte der »Bild am Sonntag«: »Wir wollen den Hambacher Forst retten, wie es der Kohlekompromiss vorsieht (…). Aber das Weltklima ist damit nicht gerettet. Wir brauchen jetzt eine Klima-Außenpolitik.«

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