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Große Verluste für Russland im Ukraine-Krieg: Frontlinie Bachmuts wird zu „Todeszone“

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Von: Christian Stör

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Die russischen Streitkräfte erleiden im Ukraine-Krieg herbe Verluste. An einem Tag soll der Kreml nun 1.000 Soldaten verloren haben. Der News-Ticker.

Dieser News-Ticker ist beendet. In unserem aktuellen Ticker finden Sie alle weiteren Neuigkeiten rund um den Ukraine-Krieg.

Update vom 17. März, 20.04 Uhr: Laut einem hochrangigen Nato-Beamten verzeichnen die russischen Streitkräfte bei ihrer Offensive im Ukraine-Krieg derzeit bis zu 1500 Todesopfer pro Tag, vor allem im Kampf um Bachmut. Die Frontlinie in Bachmut sei zur „Todeszone“ geworden, so der anonyme Beamte laut Guardian. Wie lange die Kämpfe um die Stadt anhalten würden, sei unklar. Die Angaben ließen sich nicht unabhängig überprüfen.

Russland verzeichnet aktuell schwere Verluste im Ukraine Krieg. (Archivfoto)
Russland verzeichnet aktuell schwere Verluste im Ukraine Krieg. (Archivfoto) ©  ITAR-TASS/Imago

Schwere Verluste für Russland im Ukraine-Krieg: Weitere Angriffe werden abgewehrt

Update vom 17. März, 16 Uhr: Der ukrainische Grenzschutz hat im Laufe des Tages zwei neue russische Angriffe auf die umkämpfte Stadt Bachmut zurückgeschlagen, wie die staatliche Agentur Ukrinform berichtete. Dabei habe man acht russische Soldaten „eliminiert“ und acht weitere seien verletzt worden.

Update vom 17. März, 10.29 Uhr: Russland hat noch weitere Verluste im Krieg zu verzeichnen. So konnte die Ukraine 3506 (+2) Kampfpanzer, 6823 (+13) gepanzerte Fahrzeuge, 2552 (+13) Artilleriesysteme, 504 (+1) Raketenwerfer, 265 (+0) Flugabwehrsysteme, 305 (+0) Flugzeuge, 290 (+1) zerstören. Das verkündete der ukrainische Generalstab ebenfalls auf Facebook.

Große Verluste im Ukraine-Krieg: Russland verliert mehr als 1000 Soldaten

Update vom 17. März, 8.02 Uhr: Der ukrainische Generalstab hat auf Facebook neue Zahlen zu Russlands Verlusten im Ukraine-Krieg veröffentlicht; unabhängig verifizieren lassen sich die Angaben zunächst nicht. Die Zahlen berücksichtigen auch die Verluste innerhalb eines Tages des Kampfgeschehens. Demnach starben am 16. März 760 Mitglieder des russischen Heeres in den Gefechten. Hier der Original-Social-Media-Post des Generalstabs der Ukraine.

Russlands Verluste im Ukraine-Krieg: Kiew berichtet über Lage in Bachmut

Update vom 16. März, 12.26 Uhr: „Der Feind erlitt Verluste und gab den Angriff für diese Nacht auf“: Das meldete das Kommando der Spezialeinheiten der ukrainischen Streitkräfte nun über die Lage in Bachmut. Vier russische Soldaten wurden bei einem Angriff auf die Stadt getötet, drei weitere verletzt, teilte es auf Facebook mit und postete dazu auch ein Militärvideo mit Fadenkreuz. Auch diese Angaben ließen sich zunächst nicht unabhängig verifizieren. Sie widersprechen jüngsten Einschätzungen zum Militärgeschehen in Bachmut aber nicht.

Verluste für Russland: Ukrainischer Generalstab meldet Zahlen

Update vom 16. März, 10.28 Uhr: Der ukrainische Generalstab veröffentlicht auf Facebook regelmäßig Zahlen zu den russischen Verlusten im Ukraine-Krieg. Unabhängig prüfen lassen sich diese Angaben nicht. Die Zahlen beziehen sich auf den Zeitraum seit Kriegsbeginn.

Aus dem jüngsten Update lässt sich ablesen, dass in 24 Stunden mehr als 1000 weitere russische Soldaten in den Gefechten ihr Leben verloren haben sollen. Folgende Liste ist eine Auswahl der ukrainischen Angaben; in Klammern steht der Zuwachs innerhalb eines Kampftages. Den Original-Facebook-Post finden Sie hier.

Russland mit schweren Verlusten: Ukrainische Kampfjets greifen russischen Kommando-Posten

Update vom 15. März, 19.55 Uhr: Nach Angaben des Generalstabs in Kiew haben ukrainische Flugzeuge im Laufe des Tages Versammlungsgebiete des russischen Militärs achtmal aus der Luft angegriffen. Dabei habe man ein Kommando-Posten, drei Versammlungsgebiete von Truppen und Ausrüstung, zwei Radar-Stationen, eine Station für elektronische Kriegsführung sowie die Stellung eines Luftabwehrsystems beschossen.

Update vom 15. März, 13.20 Uhr: Ukrainische Soldaten haben angeblich einen russischen Su-24-Kampfjet nahe der Stadt Bachmut abgeschossen. Ein Video soll den Vorfall belegen.

Update vom 15. März, 11.00 Uhr: Russland kämpft im Ukraine-Krieg weiter mit schweren Verlusten. Aus diesem Grund plant Moskau im besetzten Horlivka in der Oblast Donezk nach ukrainischen Angaben offenbar die Mobilisierung von etwa 500 Menschen, die zuvor für militäruntauglich erklärt worden waren. Die Besatzer hätten den Befehl erhalten, eine weitere Mobilisierungswelle in der Stadt zu starten, um die Reihen der Einheiten aufzufüllen, „die wegen Verlust der Kampffähigkeit vorübergehend aus dem Kampfgebiet zurückgezogen“ worden waren, teilte der ukrainische Generalstab auf Facebook mit.

Russland mit schweren Verlusten: Zahlen im Überblick

Update vom 15. März, 07.45 Uhr: Der ukrainische Generalstab hat neue Daten zu den russischen Verlusten im Ukraine-Krieg veröffentlicht. Demnach sollen binnen 24 Stunden erneut fast 1.000 russische Soldaten gefallen sein. Zudem behauptet die Ukraine, acht Panzer der russischen Streitkräfte zerstört zu haben. Die Zahlen gab der Generalstab via Facebook bekannt.

Tägliche Verluste von Russland im Ukraine-Krieg: Tagebuch von russischem Offizier entdeckt

Update vom 14. März, 17.14 Uhr: Das ukrainische Verteidigungsministerium hat auf Twitter Auszüge aus dem Tagebuch eines russischen Offiziers in der Region um Wuhledar veröffentlicht. Auf den Seiten hatte dieser die täglichen Verluste seiner Truppen Anfang März festgehalten.

Den Aufzeichnungen zufolge hatten am 1. März 100 russische Soldaten einen Angriff durchgeführt. Von diesen seien jedoch nur 16 zurückgekehrt. Ein ähnliches Bild zeigte sich in den darauffolgenden Tagen. Am 3. März seien 23 von 116 Soldaten zurückgekehrt. Am 4. März 15 von 103 und am 5. März lediglich drei von 115 ausgesendeten Soldaten.

Die Echtheit des Tagebuchs kann aktuell jedoch nicht unabhängig geprüft werden. Bereits in den vergangenen Wochen wurde jedoch berichtet, dass die russischen Truppen bei Wuhledar wiederholt in ukrainische Hinterhalte geraten seien. Dabei soll die Armee erhebliche Verluste erlitten haben.

Verluste für Russland: Soldaten verwenden wohl veraltete Geschosse

Update vom 14. März, 13.00 Uhr: Russland nutzt nach britischer Einschätzung wegen Munitionsmangels veraltete Geschosse im Ukraine-Krieg. Die Munition sei zuvor als unbrauchbar eingestuft worden, teilt das Verteidigungsministerium in London unter Berufung auf Geheimdiensterkenntnisse mit.

Der Mangel an Artilleriemunition habe vermutlich dazu geführt, dass an vielen Frontabschnitten die Geschosse „streng rationiert“ werden müssten, heißt es aus London. „Dies war mit ziemlicher Sicherheit ein zentraler Grund dafür, warum keine russische Einheit zuletzt eine nennenswerte Offensive starten konnte.“

Schwere Verluste für Russland im Ukraine-Krieg

Erstmeldung vom 14. März: Bachmut - Russland muss im Ukraine-Krieg schwere Verluste hinnehmen. Der Kreml selbst hüllt sich zwar in Schweigen, doch öffentlich zugängliche Daten deuten darauf hin, dass mindestens 16.774 russische Soldaten bisher im Kampf gefallen sind. Dies geht aus den Zahlen hervor, die der russische Dienst der BBC und das unabhängige russische Medienunternehmen Mediazona regelmäßig veröffentlichen (Stand 10. März).

Besonders auffallend bei diesen Daten ist der Anstieg der Opfer bei der Wagner-Söldnergruppe, die sich seit mehreren Wochen schwere Kämpfe mit ukrainischen Verteidigern in und um Bachmut liefert. Im Zeitraum vom 24. Februar bis 10. März konnten insgesamt 800 Todesfälle bestätigt werden. Allerdings gab es demnach unter freiwilligen Söldnern weniger Verluste als unter Gefangenen, die von Wagner-Chef Jewgeni Prigoschin eingezogen worden waren.

Verluste für Russland: Wagner-Söldner sterben in Bachmut

Die Schlacht um Bachmut kommt Russland wohl in der Tat teuer zu stehen. „Je härter die Kämpfe, desto mehr Artillerie arbeitet gegen uns und desto mehr Panzer“, sagte Prigoschin am Sonntag (12. März).

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj nannte am selben Tag in seiner nächtlichen Videoansprache konkrete Zahlen zu den russischen Verlusten: „In weniger als einer Woche, beginnend am 6. März, ist es uns gelungen, allein im Sektor Bachmut mehr als 1.100 feindliche Soldaten zu töten“, sagte Selenskyj. „Das ist ein unumkehrbarer Verlust für Russland.“ Außerdem seien 1.500 russische Soldaten so schwer verwundet worden, dass sie nicht mehr eingesetzt werden könnten.

Wie hoch die Zahl der russischen Verluste wirklich ist, ist kaum zu sagen. Die Zahlen aus Kiew fallen normalerweise höher aus als westliche Schätzungen. Allerdings meldete das britische Verteidigungsministerium am 17. Februar, dass russische Truppen und Wagner-Söldner seit Beginn des Ukraine-Kriegs wahrscheinlich bis zu 200.000 Opfer erlitten hätten. Bis zu 60.000 Soldaten seien gestorben, hatte das Ministerium im Februar ausgewertet.

Verluste für Russland: Kreml nennt keine Zahlen mehr

Das russische Verteidigungsministerium hat sich zuletzt im September 2022 zu den eigenen Verlusten geäußert. Verteidigungsminister Sergei Schoigu hatte damals die Zahl von 5.937 getöteten Militärangehörigen genannt. Der ukrainische Generalstab meldete am 14. März mehr als 160.000 „liquidierte russische Soldaten“. (cs)

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