Jedes Paar Schuhe steht für ein Todesopfer unter den Krankenpflegern. 164 von ihnen haben ihr Leben an Covid-19 verloren. Die Organisation der Krankenschwestern National Nurses United (NNU) gedenkt mit der Aktion vor dem Capitol in Washington der Kollegen und Kolleginnen und fordert besseren Schutz für die Pfleger, die mit Corona-Patienten arbeiten. FOTO: AFP
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Jedes Paar Schuhe steht für ein Todesopfer unter den Krankenpflegern. 164 von ihnen haben ihr Leben an Covid-19 verloren. Die Organisation der Krankenschwestern National Nurses United (NNU) gedenkt mit der Aktion vor dem Capitol in Washington der Kollegen und Kolleginnen und fordert besseren Schutz für die Pfleger, die mit Corona-Patienten arbeiten. FOTO: AFP

Weniger Steuereinnahmen

Berlin/Brasília/Washington- Die Corona-Krise führt zu einem Einbruch bei den Steuereinnahmen des Staates. Im Juni gingen sie im Vergleich zum Vorjahresmonat um 19 Prozent zurück, wie aus dem am Dienstag veröffentlichten Monatsbericht des Bundesfinanzministeriums hervorgeht. "Die konjunkturellen Auswirkungen der Corona-Krise sowie die aufgrund dieser Krise umgesetzten steuerlichen Maßnahmen belasteten weiterhin das Steueraufkommen signifikant", hieß es. Im gesamten ersten Halbjahr sank das Steueraufkommen um 9,1 Prozent - darin enthalten sind aber noch Monate vor Ausbruch der Corona-Krise.

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben derweil nach Angaben des Robert-Koch-Instituts 522 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet.

In Brasilien sind unterdessen bereits mehr als 80 000 Menschen im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben. Dies ging aus den Daten des Gesundheitsministeriums in Brasília am Montagabend (Ortszeit) hervor. Demnach stieg die Zahl der Corona-Toten auf 80 120. Zuletzt waren täglich rund 1000 Todesfälle gemeldet worden, vergangene Woche durchbrach Brasilien die Marke von zwei Millionen bestätigten Infizierten.

Die Sprecherin des Weißen Hauses, Kayleigh McEnany, hat das Krisenmanagement der Regierung von US-Präsident Donald Trump in der Corona-Pandemie gegen Kritik verteidigt. "Der Präsident hat drei bis vier Millionen Menschenleben gerettet", sagte McEnany am Dienstag bei einer Pressekonferenz. Das Weiße Haus habe stets deutlich gemacht, dass die Wiedereröffnung des Landes lokale Ausbrüche nach sich ziehen werde, "dass wir Glutherde und manchmal Feuer sehen werden", sagte McEnany. Sie nannte keine Grundlage für die von ihr genannte Zahl der angeblich geretteten Leben.

Als Reaktion auf steigende Corona-Infektionszahlen weitet Österreich die Maskenpflicht wieder aus. In Supermärkten, Bank- und Postfilialen müsse von Freitag an wieder ein Mund-Nase-Schutz getragen werden, sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) am Dienstag in Wien.

Nach ausgelassenen Feiern von zumeist jungen Leuten auf der italienischen Urlaubsinsel Capri hat der Bürgermeister am Dienstag eine Maskenpflicht für Wochenenden erlassen. Damit will Marino Lembo mögliche Corona-Risiken abwenden. Damit muss nun ab 18 Uhr auch im Freien ein Mund-Nase -Schutz getragen werden - und zwar gerade auf bei Party-Fans sehr beliebten Straßen und Plätzen. dpa

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