Reisewarnung für zwei Regionen des beliebten Ferienparadieses Kroatien: Auch die deutschen Touristen, die an den Stränden der Hafenstadt Split oder den Inseln Brac und Hvar Urlaub machen, müssen sich nun bei Rückkehr nach Hause einem Corona-Test unterziehen und bis zum Ergebnis in Quarantäne. ARCHIVFOTO: DPA
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Reisewarnung für zwei Regionen des beliebten Ferienparadieses Kroatien: Auch die deutschen Touristen, die an den Stränden der Hafenstadt Split oder den Inseln Brac und Hvar Urlaub machen, müssen sich nun bei Rückkehr nach Hause einem Corona-Test unterziehen und bis zum Ergebnis in Quarantäne. ARCHIVFOTO: DPA

Warnung für Teile Kroatiens

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Berlin- In Teilen Kroatiens ist die Zahl der Corona-Neuinfektionen zuletzt nach oben geschossen - deshalb warnt das Auswärtige Amt nun vor Reisen in zwei Regionen des Urlaubslandes. Die Reisewarnung gilt für die beiden südlichen Verwaltungsbezirke - die sogenannten Gespanschaften - Šibenik-Knin mit dem Nationalpark Krka und Split-Dalmatien mit der Hafenstadt Split sowie den Inseln Brac und Hvar. Nach Angaben der kroatischen Tourismusindustrie halten sich derzeit etwa 30 000 Urlauber aus Deutschland in den betroffenen Gebieten auf. Der Direktor der kroatischen Zentrale für Tourismus in Frankfurt, Romeo Dra-ghicchio, sagte, für die übrigen 150 000 deutschen Urlauber, die derzeit in Kroatien sind, sowie diejenigen, die noch Reisepläne haben, ändere sich nichts. Zuvor hatten die Bundesministerien für Gesundheit und Inneres sowie das Auswärtige Amt die Regionen als Corona-Risikogebiete eingestuft. Die Einstufung als Risikogebiet bedeutet, dass für heimkehrende Urlauber eine Testpflicht auf das Coronavirus greift. Bis das Ergebnis vorliegt, müssen sie sich in häusliche Quarantäne begeben. Aktuell hielten sich die meisten deutschen Urlauber auf der nördlichen Halbinsel Istrien und an der Kvarner-Bucht vor Rijeka auf - dort gebe es nur wenige aktive Corona-Fälle, sagte Draghicchio. Kroatien hatte zuletzt einen steilen Neuanstieg an Corona-Fällen registriert. Gestern meldeten die Behörden einen Rekordwert von 255 Fällen in den letzten 24 Stunden. Damit gibt es in dem Land mit etwa 4,19 Millionen Einwohnern nun 1689 aktive Fälle. Der Tourismus ist eine wichtige Branche in Kroatien: Er macht etwa 20 Prozent des Bruttoinlandsprodukts aus. Österreich und Italien haben bereits eine Reisewarnung für ganz Kroatien verhängt. Gestern zog Slowenien nach.

Bald einheitliche Bußgelder für Maskenmuffel?

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus ist in Deutschland auf den höchsten Wert seit Ende April gestiegen. Innerhalb eines Tages meldeten die Gesundheitsämter 1707 neue Corona-Infektionen. Dies geht aus den Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) vom Donnerstagmorgen hervor.

Deutschlandweit einheitliche Bußgelder für Maskenverweigerer in Bussen und Bahnen werden wahrscheinlicher. Eine Entscheidung darüber könnte in der kommenden Woche bei Beratungen der Ministerpräsidenten mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) fallen. Auch andere nächste Schritte in der Corona-Krise sollen bei den für Mittwoch anvisierten Beratungen auf die Tagesordnung.

Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron haben sich erneut für ein koordiniertes Vorgehen der EU gegen die Corona-Pandemie starkgemacht. dpa

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