Ukrainische Stellung im Konfliktgebiet: Dass die Waffenruhe im Osten des Landes diesmal hält, ist die wichtigste Voraussetzung für ein neues Gipfeltreffen in Berlin. FOTO: DPA
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Ukrainische Stellung im Konfliktgebiet: Dass die Waffenruhe im Osten des Landes diesmal hält, ist die wichtigste Voraussetzung für ein neues Gipfeltreffen in Berlin. FOTO: DPA

Waffenruhe hält weitgehend

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Kiew/Donezk- Im Ukraine-Konflikt ist nach mehr als 20 Anläufen für die umkämpfte Region Donbass im Osten des Landes eine neue Waffenruhe in Kraft getreten. Zwar gab es nach Militärangaben aus Kiew am Montagmorgen vonseiten der prorussischen Separatisten noch Schüsse. Die Rebellen in den Regionen Donezk und Luhansk beteuerten aber, sich an die Vereinbarung für eine vollumfassende Einstellung der Kämpfe zu halten. Sie wiesen die Vorwürfe des ukrainischen Militärs zurück, Stellungen mit Maschinengewehren und Mörsern beschossen zu haben.

"Diese Erklärung ist eine weitere Informationsprovokation der ukrainischen Seite, die auf eine Destabilisierung der Lage abzielt", teilten die Donezker Vertreter in der Kommission zur Überwachung der Waffenruhe mit. Offiziell trat die neue Waffenruhe nach rund zwei Dutzend gescheiterten Versuchen in der Nacht zum Montag in Kraft.

Vor der neuen Waffenruhe lobten der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj und Kremlchef Wladimir Putin am Sonntag bei einem Telefonat die neuen Vereinbarungen. Sie bekräftigten nach Angaben ihrer Präsidialverwaltungen, dass der 2015 vereinbarte Friedensplan von Minsk weiter seine Gültigkeit habe.

Die Waffenruhe gilt als wichtige Voraussetzung für einen neuen Ukraine-Krisengipfel, der schon im Frühjahr in Berlin geplant gewesen war. Kanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron wollen dort nach dem Gipfel in Paris Anfang Dezember nun bald Putin und Selenskyj an einen Tisch bringen. dpa

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