Baukrane stehen am Atomkraftwerk Fukushima Daiichi. Vor acht Jahren kam es in dem Kernkraftwerk nach einem Erdbeben zum Super-GAU. FOTO: DPA
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Baukrane stehen am Atomkraftwerk Fukushima Daiichi. Vor acht Jahren kam es in dem Kernkraftwerk nach einem Erdbeben zum Super-GAU. FOTO: DPA

Verseuchtes Wasser ins Meer leiten?

Tokio- Ein japanisches Expertengremium hat der Regierung in Tokio vorgeschlagen, kontaminiertes Wasser aus dem 2011 zerstörten Atomkraftwerk in Fukushima ins Meer zu leiten. Die vom Industrieministerium einberufenen Experten bezeichneten ihren Vorschlag in einer am Freitag veröffentlichten Mitteilung als "realistische Option".

Ein weiterer Vorschlag des Gremiums sieht die Freisetzung des Wassers in die Luft mittels Verdampfung vor. Die Expertenratschläge sind nicht bindend und setzen der Regierung keine Frist für einen Beschluss über den Umgang mit dem verunreinigten Wasser. Eine Entscheidung Tokios wird jedoch immer dringlicher, da der Platz zur Speicherung des Wassers am Standort knapp wird. Bislang pumpt der AKW-Betreiber Tepco das kontaminierte Wasser aus der Anlage ab und bewahrt es in Tanks auf.

Besonders Fischer und Bauern vor Ort fürchten fatale Umweltauswirkungen und sehen ihre Existenz bedroht.

In Fukushima ereignete sich nach einem schweren Erdbeben und einem Tsunami im März 2011 das schlimmste Atomunglück seit der Tschernobyl-Katastrophe 1986. AFP

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