Mit der Maskenpflicht in öffentlichen Räumen ist es in Offenbach nicht mehr getan: Nach einem Anstieg der Fälle in der Stadt ist ein erster Schwellenwert überschritten. Der Krisenstab hat weitere Einschränkungen beschlossen. FOTO: DPA
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Mit der Maskenpflicht in öffentlichen Räumen ist es in Offenbach nicht mehr getan: Nach einem Anstieg der Fälle in der Stadt ist ein erster Schwellenwert überschritten. Der Krisenstab hat weitere Einschränkungen beschlossen. FOTO: DPA

Verschärfung in Offenbach

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Offenbach- Nach einem starken Anstieg der Covid-19-Fälle in Offenbach hat die Stadt mit der Rückkehr zu schärferen Maßnahmen reagiert. Es solle mehr Kontrollen geben, um "Maskenverweigerer" zu erreichen, sagte Gesundheitsdezernentin Sabine Groß am Montag nach einer Sitzung des Krisenstabes. Verpflichtende Tests für Rückkehrer aus Risikogebieten, die bundesweit in dieser Woche erwartet werden, sollen in Offenbach schon jetzt gelten.

Was die meisten bei steigenden Temperaturen interessieren dürfte: Grillen und Picknicken im öffentlichen Raum ist ab sofort untersagt. "Wir erleben in unserer Stadt gerade das, was möglicherweise in absehbarer Zeit auch auf andere Kommunen zukommen könnte", erklärte Oberbürgermeister Felix Schwenke. Ordnungsdezernent Peter Freier kündigte an, Verstöße gegen Corona-Schutzmaßnahmen sollten mit Bußgeldern geahndet werden, die auch "im Geldbeutel wehtun". Gleichzeitig wäre man schlecht beraten, "gleich die ganze Stadt dichtzumachen", sagte er. Offenbach hat am Wochenende den Schwellenwert von 35 Erkrankten pro 100 000 Einwohner überschritten. Das Eskalationskonzept des Landes sieht neue Einschränkungen des öffentlichen Lebens vor, wenn die Sieben-Tage-Inzidenz den Wert von 35 überschreitet.

Die gestiegenen Fallzahlen in Offenbach werden vor allem auf Reiserückkehrer aus Risikogebieten sowie auf ein Einzelereignis, nämlich eine Busfahrt zu einer niederländischen Käsefabrik, zurückgeführt. Diese private Tour fand am 25. Juli statt. Von den zuletzt binnen sieben Tagen 46 coronainfizierten Personen in Offenbach, gehen allein 15 Erkrankte auf diese Busreise zurück, 19 weitere sind sogenannte Reiserückkehrer.

Nur kontaktloser Sport möglich

In der Sitzung des Krisenstabes gab es weitere Beschlüsse: Gemeinsamer Sport ist nur kontaktlos für maximal zehn Menschen oder Mitglieder eines gemeinsamen Haushaltes und mit 1,5 Metern Abstand erlaubt. Bei städtischen Veranstaltungen oder Kulturveranstaltungen in städtischen Räumen werde zur Fünf-Quadratmeter-Regel zurückgekehrt.

Schwenke sagte, bei den 46 Krankheitsfällen, die Offenbach über den Schwellenwert gebracht hätten, seien nur in sechs Fällen die Ansteckungswege nicht bekannt. Insgesamt 21 Erkrankte befanden sich den Angaben zufolge bereits in Quarantäne. Die Behörden gehen von weiteren Erkrankungen aus, verwiesen aber darauf, dass sich 410 weitere Kontaktpersonen der Erkrankten derzeit in Quarantäne befänden.

Einen Anstieg der Corona-Fälle gab es auch in Wiesbaden nach einem privaten Sommerfest mit mindestens 100 Teilnehmern. Die betroffenen Gäste seien zu einem großen Teil bereits ermittelt, getestet und einige unter Quarantäne gestellt worden, teilte die Stadt am Montag mit. Bislang seien 18 positive Fälle gemeldet worden, weitere Testergebnisse stünden noch aus. dpa/eb

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