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Kamala Harris ist im Aufwärtstrend.

US-Wahl 2020

Joe Biden sackt nach TV-Debatte in Umfragen ab - Kamala Harris kann dagegen zulegen

Wer tritt gegen Donald Trump bei der US-Wahl 2020 an? Bisher lag Joe Biden in allen Umfragen weit vorne, doch nun holt einen Konkurrentin deutlich auf.

  • US-Vorwahlkampf nimmt Fahrt auf
  • Joe Biden liegt in Umfragen vorn
  • Harris und Warren holen auf
  • Trump startet Wahlkampf in Florida
  • Update, 2. Juli 2019, 11.35 Uhr: Bei der ersten TV-Debatte der Demokraten gab einer eine ganz schlechte Figur ab, und das war ausgerechnet der große Favorit Joe Biden. Vor allem in einer Szene hinterließ Biden einen äußerst schlechten Eindruck. Als ihn die afroamerikanische Senatorin Kamala Harris scharf für seine Positionen zur Integration und die Diskriminierung von Schwarzen angriff, hatte er keine Antwort parat. 

    Nun macht sich dieser dunkle Moment auch in den ersten Umfragen bemerkbar. Laut einer am Montag vom Nachrichtensender CNN veröffentlichten Umfrage bleibt der frühere Vizepräsident zwar an der Spitze des demokratischen Bewerberfelds. Seine Zustimmungswerte sanken demnach aber von 32 Prozent Ende Mai auf jetzt 22 Prozent.

    Im Gegenzug konnte Harris deutlich zulegen. Sie steht laut der CNN-Umfrage nun mit 17 Prozent auf Platz zwei. Die Senatorin hatte sich bei der TV-Debatte am vergangenen Donnerstag geliefert. In der Umfrage kommt die linksgerichtete Senatorin Elizabeth Warren mit 15 Prozent auf den dritten Platz. Senator Bernie Sanders rutschte auf 14 Prozent ab.

    Schwerz zu sagen aber, wie viel das zu bedeuten hat. Entscheidend ist ja nicht eine einzelne Befragung, sondern der Durchschnitt mehrerer Umfragen. Und hier liegt Biden immer noch deutlich vorne. Anderseits sind Umfragen  zu so einem frühen Zeitpunkt ohnehin immer mit Vorsicht zu genießen. eshalb lohnt auch ein Blick auf die Prognose von predictit.com - und siehe da: Hier liegt Harris an der Spitze.

    Kamala Harris setzt Biden schwer unter Druck

    Update, 28. Juni 2019, 6.15 Uhr: Kamala Harris galt lange Zeit als heimliche Hoffnungsträgerin der Demokraten. Doch im Vorwahlkampf der Demokratin hat sich die Senatorin bisher kaum in Szene setzen können. Das hat sich nun mit einem Schlag geändert. Beim zweiten Teil der TV-Debatte der demokratischen Präsidentschaftsbewerber lieferte sie sich mit dem früheren Vizepräsidenten Joe Biden einen dramatischen Schlagabtausch (fr.de*) und konnte den Umfragefavoriten schwer unter Druck setzen. 

    Kamala Harris war die Gewinnerin der TV-Debatte.

    Harris attackierte Biden für dessen Bemerkungen über zwei Senatoren, die Anhänger der Trennung zwischen Schwarzen und Weißen waren, sowie seine frühere Position bei der Integration afroamerikanischer Schüler. Biden hatte sich kürzlich dazu geäußert, wie er zu Beginn seiner Karriere im Senat mit zwei Abgeordneten, die Befürworter der Rassentrennung waren, zusammengearbeitet habe, obwohl er mit ihnen nicht übereingestimmt habe. Biden führte dies als Beispiel dafür an, warum überparteiliche Zusammenarbeit wichtig sei, um Probleme zu lösen. Er erntete dafür scharfe Kritik. Harris nannte die Aussagen „verletzend“.

    Lesen Sie auch auf fr.de*: Die 20 demokratischen Präsidentschaftsbewerber hinterließen bei der ersten Fernsehdebatte durchweg den Eindruck, dass sie den Job besser als Donald Trump ausfüllen würden.

    Die Senatorin kritisierte den Vize zudem dafür, dass er in den 1970ern die Praxis des „busing“ abgelehnt habe – bei dem Kinder zu Schulen in anderen Bezirken gefahren wurden, um die Integration vor allem schwarzer Schüler zu ermöglichen und die Trennung zwischen Schwarzen und Weißen aufzuheben. Harris verknüpfte dies mit ihrer eigenen Biografie: Sie selbst habe als kleines Mädchen in einem solchen Bus gesessen, erklärte sie. Biden wies die Kritik zurück und warf Harris vor, seine Positionen falsch dargestellt zu haben.

    Senator Bernie Sanders griff derweil US-Präsident Trump scharf an. Der Präsident sei ein „pathologischer Lügner und Rassist“. Sonst aber blieb Sanders weitgehend blass.

    Elizabeth Warren dominiert TV-Debatte

    Update, 27.Juni 2019, 9.00  Uhr: Die erste Teil der ersten TV-Debatte der Demokraten ist vorbei. Und wer war die Siegerin? Elizabeth Warren. Die zuletzt immer stärker werdende US-Senatorin dominierte den Abend in Miami im US-Bundesstaat Florida. 

    Elizabeth Warren gab bei der ersten TV-Debatte der Demokraten den Ton an.

    Warren und neun weitere Präsidentschaftsanwärter diskutierten über Themen wie die Wirtschaftspolitik, das Gesundheitssystem und die Migrationskrise an der Grenze zu Mexiko. Die linksgerichtete Politikerin, die in Umfragen im demokratischen Bewerberfeld hinter Joe Biden und Bernie Sanders auf dem dritten Platz liegt, konnte dabei ihren Status als eine der Favoritinnen festigen.

    Die 70-Jährige, die als erste der Kandidaten ein Amtsenthebungsverfahren gegen Donald Trump forderte, die die großen Techkonzerne zerschlagen will und die höhere Steuern für Reiche fordert, konnte vor allem im ersten Teil überzeugen. Beim Thema Einwanderung kam sie allerdings nur selten zu Wort.

    Beto O’Rourke, Bill de Blasio, Cory Booker und Julian Castro debattieren mit

    Außer Warren nahmen an der Debatte unter anderem der frühere Kongressabgeordnete Beto O'Rourke, der New Yorker Bürgermeister Bill de Blasio, Senator Cory Booker und der frühere Wohnungsbauminister Julian Castro teil.

    Mit Blick auf die Migrationskrise sagte der Hispano-Amerikaner Castro, er würde als Präsident die Null-Toleranz-Politik von Präsident Donald Trump sofort beenden. Das Bild eines auf dem Weg in die USA ertrunkenen Flüchtlings und seiner ebenfalls ertrunkenen kleinen Tochter bezeichnete er als „herzzerreißend“. Es müsse wütend machen und zum Handeln anspornen.

    Trump, der sich während der Debatte auf dem Flug zum G20-Gipfel in Japan befand, äußerte sich herablassend über den Schlagabtausch der Demokraten: „Langweilig!“, schrieb er als einziges Wort in einem Tweet.

    Update, 26.Juni 2019, 8.30 Uhr: Der Weg ins Weiße Haus ist lang, bis zur US-Präsidentenwahl sin es immerhin noch 17 Monate. Der Wahlkampf kommt jetzt allerdings langsam auf Touren, denn in dieser Woche treffen sich die Demokraten zu ihrer ersten TV-Debatte. Die hohe Zahl der Bewerber bei den Demokraten, die derzeit noch allzu sehr mit sich selbst beschäftigt sind (fr.de*), bedingt allerdings ein ungewöhnliches TV-Format: Die Diskussion wird zweigeteilt, an zwei Abenden hintereinander werden 20 Anwärter am Mittwoch und Donnerstag live in Miami debattieren. Eine zweite TV-Debatte der Demokraten ist für den 30. und 31. Juli vorgesehen.

    Ein Favorit zeichnet sich bei den Demokraten noch nicht ab. Zwar liegt Joe Biden in den Umfragen vorn, doch sind diese zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sonderlich aussagekräftig. Allerdings fällt auf, dass Elizabeth Warren zuletzt deutlich zugelegt hat. In einigen aktuellen Umfragen liegt sie sogar vor Bernie Sanders. Mit einer guten TV-Debatte könnte sie den Druck auf Biden und Sanders weiter erhöhen.

    Update, 24. Juni 2019, 6.00 Uhr: Das Bewerberfeld der US-Demokraten wird immer größer. Nun stieg auch der frühere Abgeordnete und pensionierte Admiral Joe Sestak in das Rennen um die Präsidentschaft ein. Sestak diente rund 30 Jahre in der US-Marine und saß zwischen 2007 und 2011 im US-Repräsentantenhaus. Sestak setzt sich unter anderem für ein schärferes Waffenrecht ein und unterstützte das mit dem Iran ausgehandelte internationale Atomabkommen, aus dem Trump ausgestiegen ist.

    US-Wahl 2020: Donald Trump läuft Kampagne ein

    Update, 19. Juni, 2019, 06.45 Uhr: Während die Demokraten noch nicht einmal mit ihrer ersten Debatte begonnen haben, ist Donald Trump schon mehrere Schritte weiter. Denn in der Nacht zum Mittwoch hat er offiziell seine Kampagne für die erhoffte Wiederwahl 2020 eingeläutet - natürlich mit scharfen Angriffen gegen die Demokraten und auch einem neuen Slogan.

    „Keep America Great“ sei der beste Slogan aller Zeiten, so Donald Trump. 

    Gemeinsam mit seinen Anhängern werde er „Amerika weiterhin großartig machen“ und dann dafür sorgen, dass es auch „wirklich großartig bleibt“, sagte Trump vor rund 20.000 jubelnden Zuhörern in Orlando (Florida). Unter ihm werde das Land besser dastehen als je zuvor – und erklärte dann „Keep America Great“ zu seinem neuen Wahlkampfmotto für 2020, auf Deutsch in etwa: Sorgt dafür, dass Amerika großartig bleibt. In die Wahl 2016 war Trump mit dem Slogan „Make America Great Again“ gezogen („Macht Amerika wieder großartig“). Trump nannte dies den besten Wahlkampfslogan aller Zeiten. 

    Eindringlich warnte Trump vor einem Wahlsieg der Demokraten. „Unsere radikalen demokratischen Gegner sind von Hass, Vorurteilen und Wut getrieben“, sagte er. „Sie wollen euch zerstören, und sie wollen unser Land zerstören, wie wir es kennen.“ Die Demokraten wollten Amerika zu einem sozialistischen Staat machen, die US-Bürger ihrer Grundrechte berauben und die Grenzen für illegal einwandernde Migranten öffnen, behauptete Trump. Er werde nicht zulassen, dass es dazu komme. Die Zukunft sei noch nie derart rosig gewesen. „Der amerikanische Traum ist zurück“, sagte Trump. „Er ist größer und stärker und besser denn je.“ Mit konkreten Aussagen für seine künftige politische Agenda hielt er sich aber zurück. 

    Update, 17. Juni 2019, 13.30 Uhr: Ist’s möglich, wirklich? So oder so ähnlich mögen die Fragen der Demokraten nach der US-Wahl 2016 gelautet haben. Wen hatten die Republikaner noch mal ins Rennen geschickt? Donald Trump! Und der hat dann auch noch gewonnen, man mag es noch immer kaum glauben. 

    Für viele Demokraten war die Schuldfrage schnell geklärt: Hillary Clinton hatte eine ganz schlechte Figur abgegeben, mit einem anderen Kandidaten, Bernie Sanders beispielsweise, wäre das nicht passiert. Ob das stimmt, lässt sich heute natürlich nicht mehr feststellen. Doch jetzt, knapp drei Jahre später, schaut die Welt wieder auf die demokratische Partei. Wen wird sie diesmal nominieren? Sanders vielleicht, Joe Biden, Beto O’Rourke oder Pete Buttigieg? Oder doch wieder ein Frau, Kamala Harris und Elizabeth Warren werden ja hoch gehandelt. 

    US-Wahl 2020: Joe Biden liegt in Umfragen vorne

    Insgesamt 24 Kandidaten haben ihren Hut in den Ring geworfen, da fällt die Auswahl schwer. Favorit ist laut Umfragen der frühere US-Vizepräsident Joe Biden. Doch nicht alle seine Parteifreunde sind von ihm begeistert, wie auf fr.de* zu lesen ist. Tatsächlich wünschen viele Demokraten, dass auch diesmal wieder eine Frau gegen Trump antritt. Das ist 2016 zwar schiefgegangen, doch Biden gehört halt doch eher zu den Politikern von gestern.

    Joe Biden, unter Barack Obama noch Vizepräsident, will 2020 Präsident der USA werden.

    So langsam wird’s jedenfalls ernst für die Demokraten. Zwar steht die erste Vorwahl erst am 3. Februar 2020 in Iowa auf dem Programm, doch schon jetzt beginnt die heiße Phase der Kandidatenkür. Denn die landesweit übertragenen TV-Debatten dürften das Pendel noch deutlicher in die eine oder andere Richtung ausschlagen lassen als bisher eh schon.

    Am 26. Juni geht’s in Florida los - mit folgenden Teilnehmern: Cory Booker, Julián Castro, Bill de Blasio, John Delaney, Tulsi Gabbard, Jay Inslee, Amy Klobuchar, Beto O'Rourke, Tim Ryan und Elizabeth Warren.

    Die Umfrage-Schwergewichte Sanders und Biden sind einen Tag später an der Reihe. Und wer wird mit ihnen auf der Bühne stehen? Michael Bennet, Pete Buttigieg, Kirsten Gillibrand, Kamala Harris, John Hickenlooper, Eric Swalwell, Marianne Williamson und Andrew Yang.

    Die Diskussionen darüber, wer nun die besten Chancen gegen Trump hätte, dürfte die Demokraten noch ein Weilchen beschäftigen. Und auch der Kampf zwischen dem linken und dem moderaten Flügel über den Kurs der Partei geht munter weiter.

    Update, 11. Juni 2019, 21.00 Uhr: Können die Demokraten 2020 Donald Trump schlagen? Die Umfragen sagen ja. Doch kann man ihnen wirklich trauen?

    Update, 6. Juni 2019, 17.00 Uhr: CNN hat sein aktuelles Power Ranking veröffentlicht. Viel geändert hat sich nicht. Noch immer liegen die alten weißen Männer an der Spitze: Joe Biden führt vor Bernie Sanders. Doch danach kommt die geballte Frauen-Power: Kamala Harris und Elizabeth Warren üben inzwischen immer mehr Druck auf die favorisierten Herren aus.

    US-Wahl 2020: Kandidaten

    Update, 5. Juni 2019, 11.00 Uhr: Die Liste der Kandidaten ist enorm lang. Hier ein kurzer Überblick der demokratischen Herausforderer, 24 an der Zahl (Bill Weld tritt für die Republikaner an):

    - Michael Bennet, Senator aus Colorado

    - Joe Biden, früherer US-Vizepräsident 

    - Cory Booker, Senator aus New Jersey

    - Steve Bullock, Gouverneur von Montana

    - Pete Buttigieg, Bürgermeister von South Bend, Indiana 

    - Julian Castro, ehemaliger Minister unter Obama 

    - Bill de Blasio, Bürgermeister von New York City

    - John Delaney, Kongressabgeordneter aus Maryland

    - Tulsi Gabbard, Kongressabgeordnete aus Hawaii

    - Kirsten Gillibrand, Senatorin aus New York

    - Mike Gravel, Ex-Senator aus Alaska

    - Kamala Harris, Senatorin aus Kalifornien

    - John Hickenlooper, früherer Gouverneur aus Colorado

    - Jay Inslee, Gouverneur aus Washington

    - Amy Klobuchar, Senatorin aus Minnesota

    - Wayne Messam, Bürgermeisters von Miramar, Florida 

    - Seth Moulton, Kongressabgeordneter aus Massachusetts 

    - Beto O’Rourke, ehemaliger Kongressabgeordneter aus Texas

    - Tim Ryan, Kongress-Abgeordneter aus Ohio

    - Bernie Sanders, Senator aus Vermont

    - Eric Swalwell, Kongressabgeordneter aus Kalifornien

    - Elizabeth Warren, Senatorin aus Massachusetts

    - Marianne Williamson, Autorin und Aktivistin

    - Andrew Yang, US-Unternehmer

    Vorwahlen der Demokraten in den USA: Die wichtigsten Termine 

    Vor der Wahl zum US-Präsidenten steht zunächst die Vorausscheidung an. Die Republikaner werden Donald Trump ins Rennen schicken, daran wird auch die Kandidatur von Bill Weld nichts ändern. Komplizierter sieht es bei den Demokraten aus. Hier strebt gefühlt fast die halbe Partei das höchste Amt im Land an. Der Weg bis zur Entscheidung ist lang. Hier nun die wichtigste Termine der Demokraten zu den US-Vorwahlen für 2020:

    26./27. Juni 2019: Erste TV-Debatte. An zwei Abenden treffen jeweils zehn Kandidaten aufeinander. 

    30./31. Juli 2019: Zweite TV-Debatte.

    September 2019: Dritte TV-Deabtte.

    3. Februar 2020: Vorwahlen beginnen in Iowa. 

    13. bis 16. Juli 2020: Wahlparteitag der Demokraten in Milwaukee. Der Präsidentschaftskandidat wird nominiert.

    US-Wahl 2020: 59. Präsidentschaftswahl

    Am 3. November 2020 wird zum 59. Mal der Präsident der Vereinigten Staaten gewählt. Zwar treten zwar zumeist zahlreiche Kandidaten an, doch Chancen auf die Präsidentschaft haben im Grunde nur Bewerber, die für die Republikaner oder die Demokraten ins Rennen gehen.

    Wie aber wird der Kandidat der Demokraten heißen? Das ist derzeit noch völlig offen, doch inzwischen haben sich die wichtigsten Anwärter allesamt in Stellung gebracht. Die genaue Entwicklung von Anfang Januar bis Ende Mai lässt sich im ersten US-Wahl-Ticker auf fr.de* genau nachlesen. (mit Agenturen)

    *fr.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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