Außenminister Heiko Maas (SPD) im Krisenreaktionszentrum im Auswärtigen Amt. Hier wird die Rückholaktion deutscher Staatsbürger aus dem Ausland organisiert. FOTO: DPA
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Außenminister Heiko Maas (SPD) im Krisenreaktionszentrum im Auswärtigen Amt. Hier wird die Rückholaktion deutscher Staatsbürger aus dem Ausland organisiert. FOTO: DPA

EU hat Urlauber im Blick

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Berlin/Brüssel- Die Bundesregierung hat gemeinsam mit Reiseveranstaltern und der Lufthansa inzwischen rund 120 000 wegen der Corona-Krise im Ausland gestrandete Deutsche zurückgeholt. "Wir haben den Rückfluss aus den Haupturlaubsgebieten weitestgehend abgeschlossen und widmen uns jetzt ganz besonders Ländern auch in weiterer Entfernung", sagte Außenminister Heiko Maas gestern nach einer Videoschalte mit seinen EU-Amtskollegen. Es sei davon auszugehen, dass es bei der Aktion um mehr als 200 000 Deutsche im Ausland gehe.

Der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell betonte nach der Schalte in Brüssel: "Unsere Priorität ist jetzt, diese Menschen nach Hause zu bringen." Dazu brauche es die Koordination zwischen den EU-Staaten, aber auch des Auswärtigen Dienstes der EU sowie der Botschaften vor Ort. Die EU könne zu dieser Koordination beitragen, aber eigentlich lägen die Rückholaktionen in der Kompetenz der einzelnen EU-Staaten.

Zahlreiche Länder haben wegen der rasanten Ausbreitung des Coronavirus Grenzen dichtgemacht und Flugverbindungen gekappt. Maas (SPD) hatte deswegen vergangenen Dienstag angekündigt, Deutsche aus den Ländern zurückzuholen, aus denen es keine regulären Flüge mehr gibt. Dafür hat das Auswärtige Amt Maschinen gechartert, die bisher 40 Flüge absolviert haben. Zusätzlich bringen die Reiseveranstalter und die Lufthansa auf eigene Faust Urlauber mit Sonderflügen zurück.

Weiteres Thema der Beratungen der EU-Außenminister waren die "geopolitischen Auswirkungen der Pandemie". Auch die Lage im Bürgerkriegsland Syrien und deren Auswirkungen auf Flüchtlingsbewegungen in Richtung Europa über die Türkei standen auf der Tagesordnung. dpa

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