Urlaub im Inland in Sicht

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Berlin- An der Nord- und Ostseeküste stehen die Strandkörbe schon bereit - und nun ist klar, dass Urlaubmachen in Deutschland in Kürze trotz Corona-Pandemie möglich sein wird. Immer mehr Bundesländer wollen noch im Mai die strengen Verbote für Gastronomie und Hotelgewerbe lockern. Die Wirtschaftsminister der Länder streben unter Auflagen in einem Korridor vom 9. bis 22. Mai eine bundesweite kontrollierte Öffnung des Gastgewerbes an. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Dienstagabend nach einer Videokonferenz der Länderminister mit Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) aus Teilnehmerkreisen. Für touristische Beherbergungen wird eine Öffnung bis Ende Mai angepeilt.

Die Empfehlung soll die Grundlage bilden für die heutigen Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten der Länder. Zur Öffnung gehören die Einhaltung von Hygienevorschriften und Abstandsregelungen sowie Pläne zum Schutz von Beschäftigten.

Koalition: Keine Impfpflicht geplant

Am Montag waren Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern in Sachen Tourismus vorgeprescht. Dann zog gestern Schleswig-Holstein nach und stellte schrittweises Hochfahren ab Mitte Mai in Aussicht. Auch Bergurlaub kann es bald geben, denn Bayern will seine Hotels, Campingplätze und Restaurants ebenfalls schrittweise öffnen - ab Pfingstsamstag die Hotels, und Restaurants bereits fünf Tage vorher. Unterdessen zweifeln Rechtsexperten des Bundestags an der Rechtsgrundlage für die Ausreisebeschränkungen. Es gebe "rechtliche und tatsächliche Bedenken", dass sich das Verbot für Auslandsreisen ohne triftigen Grund so begründen lasse, wie es das Innenministerium getan habe, schreibt der wissenschaftliche Dienst.

In der Corona-Pandemie ist nach Darstellung des Robert- Koch-Instituts (RKI) mit weiteren Ansteckungswellen zu rechnen. Unterdessen hat die große Koalition Spekulationen über eine Impfpflicht gegen das Coronavirus zurückgewiesen. "Eine Corona-Impfpflicht stand nie im Gesetzentwurf, zu keinem Zeitpunkt", sagte SPD-Fraktionsvize Bärbel Bas gestern. Auch Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte sich gegen eine Impfpflicht ausgesprochen.

Der Kampf gegen die -Pandemie hat sich nach den Worten Merkels sehr gut entwickelt. Deshalb könne man nun über weitere Lockerungen sprechen, sagte Merkel gestern in der Sitzung der Unionsfraktion, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen erfuhr. Merkel machte demnach deutlich: Wenn sich in einer Region ein Infektionsgeschehen zeige, seien dort lokal Maßnahmen zu ergreifen, damit nicht wieder das ganze Bundesgebiet in Mitleidenschaft gezogen werde. In Deutschland sind bis gestern Nachmittag über 164 600 Infektionen (Vortag: 163 900) mit dem Coronavirus registriert worden. Mindestens 6907 (Vortag: 6767) mit dem Erreger Infizierte starben bislang bundesweit. Das geht aus einer Auswertung der dpa hervor. dpa

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