Update für die Corona-Warn-App

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Berlin- Nach technischen Problemen auf verschiedenen Smartphones hat die vielgenutzte deutsche Corona-Warn-App ein Update bekommen. Mit der neuesten Version sollen technische Schwierigkeiten auf dem iPhone von Apple beseitigt werden, wie der Softwarekonzern SAP und die Deutsche Telekom mitteilten.

Die Opposition forderte von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) Aufklärung. Die App soll helfen, die weitere Verbreitung des Virus zu unterbinden. Seit dem Start Mitte Juni wurde sie von mehr als 16 Millionen Nutzern heruntergeladen. Auf dem Apple-Betriebssystem iOS hatte die App zwar wie versprochen ständig anonyme Codes mit anderen Nutzern ausgetauscht - die Warnung vor gefährlichen Begegnungen erfolgte allerdings nicht im Hintergrund, sondern nur, wenn die App aktiv geöffnet war. Ähnliche Probleme tauchten bei bestimmten Android-Smartphones auf. Ursache war ein Energiesparmodus, der bei einigen Geräten die Aktualisierung eingeschränkt oder sogar deaktiviert haben könnte.

Nach Auskunft der Entwickler aktualisiert auch iOS die Hintergrundaktualisierung nicht immer regelmäßig. Nun habe man einen Weg gefunden, die betriebssystembedingten Einschränkungen zu umgehen, bis Apple das Problem selbst gelöst habe, hieß es. Dazu müssen die Anwender die Version 1.1.2. herunterladen. Für Android-Anwender steht schon seit einigen Tagen ein Update des Robert Koch-Instituts bereit.

Um die Weiterentwicklung der Programmschnittstelle beim iPhone voranzutreiben, hat Apple den Code der "Notification API" veröffentlicht. Google eröffnete unterdessen auf der Programmierplattform Github einen Bereich für die Schnittstelle der Android-Smartphones zum Server. Damit kann sich die Entwickler-Gemeinde weltweit an der Verbesserung des Codes beteiligen. Wegen der Probleme gibt es auch Kritik an der Bundesregierung.

Die Deutsche Stiftung Patientenschutz warnte davor, dass Vertrauen verloren geht. Vorstand Eugen Brysch rief Spahn dazu auf, für Klarheit zu sorgen. Der dpa sagte er: "Für maximale Irritation sorgt jedoch der Bundesgesundheitsminister. Sein Schweigen ist nicht zu akzeptieren."

Ähnliche Stimmen kamen aus der Opposition im Bundestag. dpa " Seite 4

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