Uni-Klinikärzte erneut im Streik

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Frankfurt/Marburg/Gießen- Ärzte an den hessischen Uni-Kliniken in Frankfurt, Gießen und Marburg haben bei einem bundesweiten Warnstreik ihre Arbeit niedergelegt. Damit wollten sie am Dienstag den Druck auf die laufenden Tarifverhandlungen mit dem Land erhöhen. An einer zentralen Kundgebung in Marburg beteiligten sich nach Angaben der Gewerkschaft Marburger Bund etwa 600 bis 700 Menschen. Wie viele Mediziner insgesamt an den drei Klinikstandorten streikten, sei unklar. Für Notfälle gab es laut Gewerkschaft Notdienstvereinbarungen. Der Marburger Bund fordert für die mehr als 2000 betroffenen Ärzte an den Uni-Kliniken unter anderem bessere Arbeitsbedingungen zu bestimmten Dienstzeiten, höhere Kinderzuschläge und eine Tarifsteigerung von 6,9 Prozent.

Druck erhöhen

Bundesweit haben mehrere Tausend Ärztinnen und Ärzte gegen die Arbeitsbedingungen an Universitätskliniken demonstriert. Der Marburger Bund zählte bei einer zentralen Veranstaltung in Hannover etwa 4000 Teilnehmer, die meisten in weißen Kitteln. Dazu trugen sie Schilder mit Aufschriften wie "Ich bin sauer", "Mama, warum wohnst du im Klinikum?" oder "Nach müd kommt blöd". Die Polizei sprach von 3000 Teilnehmern.

Zu der Kundgebung und einem ganztägigen Warnstreik hatte die Gewerkschaft aufgerufen, um den Druck auf die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) zu erhöhen. Die Gespräche der beiden Tarifpartner gingen am Dienstag in die dritte Runde.

Die Verhandlungen laufen seit Anfang November. Bisher hätten die Länder keine Bereitschaft gezeigt, die Arbeitsbedingungen zu verbessern, sagte Marburger-Bund-Vize Andreas Botzlar.

Die Gewerkschaft fordert unter anderem sechs Prozent mehr Gehalt, eine Begrenzung der Bereitschaftsdienste und Dienst an maximal zwei Wochenenden im Monat.

Insgesamt waren rund 20 000 Ärztinnen und Ärzte an 23 Universitätskliniken in Deutschland zum Warnstreik aufgerufen. dpa

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