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Ukraine schießt russische Kampfflugzeuge über Kiew ab

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Von: Tobias Utz, Lukas Rogalla, Karolin Schäfer, Katja Thorwarth, Tim Vincent Dicke, Tanja Banner, Nail Akkoyun, Nina Büchs, Isabel Wetzel, Nadja Austel, Andreas Apetz, Delia Friess

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Der Krieg zwischen Russland und der Ukraine geht ungebremst weiter. Die russische Invasion breitet sich weiter nach Westen in Richtung Nato-Territorium aus.

Dieser Ticker ist beendet: Alle aktuellen Nachrichten zum Ukraine-Krieg lesen Sie in unserem neuen News-Ticker.

Update vom Donnerstag, 17.03.2022, 06.45 Uhr: Seit Wochen stehen sich im Ukraine-Krieg ukrainische und russische Militärs gegenüber. In der Nacht zum Donnerstag meldete die ukrainische Armee, es seien zwei weitere russische Kampfflugzeuge vom Typ Suchoi Su-35 und Su-30 über der Region Kiew zerstört worden. Die Kämpfe in und um Kiew gegen unvermindert weiter.

Weiteren Angaben zufolge konzentrierten sich russische Einheiten an Land vor allem auf die Sicherung ihrer Geländegewinne. Es gebe Bemühungen russischer Truppen, südlich der Stadt Isjum vorzudringen. Die Vermutung liegt nahe, dass die Offensive in Richtung Slowjansk fortgesetzt werden soll. Dabei seien die russischen Truppen aber nicht erfolgreich. Die russische Marine blockiere zudem nach wie vor die Schifffahrt im nordwestlichen Teil des Schwarzen Meeres.

Ukraine: Auf den leeren Straßen in Kiew werden Militärkontrollpunkte errichtet.
Ukraine-Krieg: Auf den leeren Straßen in Kiew werden Militärkontrollpunkte errichtet. Die Kämpfe in und um Kiew gehen weiter. © Alex Chan Tsz Yuk/Imago

Das russische Militär wiederum behauptete, die Besatzungen von 70 ausländischen Schiffen säßen wegen von ukrainischer Seite verminter Gewässer dort fest. Die Angaben beider Seiten können nicht unabhängig geprüft werden.

Ukraine-Krieg: Ukrainische Luftverteidigung zerstört zehn russische Flugzeuge

+++ 22.30 Uhr: Die ukrainische Luftverteidigung hat laut Meldungen des ukrainischen Luftwaffenkommandos zehn russische Flugzeuge, darunter drei Su-30SM-Jäger, einen SU-34-Jagdbomber, zwei Hubschrauber, ein unbekanntes Flugzeug und ein UAV zerstört. Die ukrainischen Bodentruppen schossen zusätzlich einen Jäger, einen Bomber und einen Hubschrauber ab.

Juri Ignat, Sprecher des Luftwaffenkommandos, teilte mit: „Kampfflugzeuge führen weiterhin Luftkämpfe mit der übermächtigen Luftwaffe der Besatzer. Wir werden klären und prüfen, ob die Ziele getroffen wurden.“

Krieg in der Ukraine: Entführter Bürgermeister von Melitopol wieder frei

+++ 21.13 Uhr: Der am Sonntag (11.03.2022) von russischen Soldaten entführte Bürgermeister der südukrainischen Stadt Melitopol ist nach ukrainischen Behördenangaben wieder frei. In einem im Messengerdienst Telegram veröffentlichten Video ist der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bei einem Telefonat mit dem Bürgermeister Iwan Fedorow zu sehen. Er sei „froh, mit einem lebenden Mann zu sprechen“, sagt Selenskyj darin.

Fedorow war am Freitag (10.03.2022) aus einem Krisenzentrum in Melitopol verschleppt worden. Nach Angaben des ukrainischen Parlaments hatte der Bürgermeister sich geweigert, „mit dem Feind zu kooperieren“. Selenskyj hatte nach der Entführung Fedorows bei Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron um Hilfe bei der Befreiung des Lokalpolitikers gebeten.

Am Sonntag meldeten die ukrainischen Behörden die Entführung des Bürgermeisters der Stadt Dniprorudne. Die EU verurteilte die Entführungen als „Angriff auf die demokratischen Institutionen der Ukraine“.

Ukraine-Krieg: Nato versucht erfolglos, Russland über Konfliktlösungs-Hotline zu erreichen

+++ 18.17 Uhr: Die Nato hat erfolglos versucht, über eine Konfliktlösungs-Hotline und schriftliche Briefe mit Russland in Verbindung zu treten. Man versuche in Kontakt zu treten, da sich die russische Invasion in der Ukraine weiter nach Westen in Richtung Nato-Territorium ausgebreitet hat, sagten hochrangige Nato-Militärs am Mittwoch. 

Anfang dieser Woche hatte Russland eine ukrainische Militärbasis angegriffen, die nur 16 Kilometer von der polnischen Grenze entfernt liegt. Dies hatte Bedenken hinsichtlich eines möglichen Übergreifens des Konflikts auf ein Nato-Mitgliedsland aufkommen lassen.

„Wir versuchen natürlich, mit ihnen zu kommunizieren“, sagte einer der Beamten gegenüber Reportern bei einem Briefing im Nato-Hauptquartier laut CNN. „Aber es erfordert zwei [Seiten], um zu kommunizieren.“ Die USA haben auch eine separate Konfliktlösungs-Hotline mit Russland, die sie getestet und für funktionsfähig befunden, aber noch nicht in der Praxis genutzt haben, hieß es von offizieller Seite der Nato. 

Die aktuelle Einschätzung des Obersten Alliierten Befehlshabers der Nato, General Tod Wolters, lautet, dass „derzeit keine Bedrohung für die Nato als solche besteht. Keine absichtliche Drohung Russlands. Russland ist vorerst mit der Ukraine beschäftigt.“ Aber es gebe natürlich Risiken, so von offizieller Seite der Nato, weshalb jetzt darüber diskutiert werde, die Verteidigungssysteme der Nato weiter nach Osten zu verlegen. 

Krieg in der Ukraine: Internationaler Gerichtshof fällt Urteil – Russland muss Krieg stoppen

+++ 16.45 Uhr: Der Internationale Gerichtshof hat angeordnet, dass Russland sofort die militärische Gewalt in der Ukraine beenden muss. Das höchste Gericht der Vereinten Nationen gab am Mittwoch in Den Haag einer Klage der Ukraine gegen Russland statt. Das Urteil ist zwar bindend, Expertinnen und Experten bezweifeln jedoch, dass Moskau darauf Rücksicht nehmen wird.

In einem Appell hatten Vertreterinnen und Vertreter der Ukraine am 7. März das Gericht der Vereinten Nationen dazu aufgerufen, in den Ukraine-Krieg einzugreifen. „Russland muss gestoppt werden“, sagte der ukrainische Politiker Anton Korynevych damals im Friedenspalast.

+++ 14.57 Uhr: In seiner Rede vor dem US-Kongress hat Wolodymyr Selenskyj erneut eine Flugverbotszone über der Ukraine gefordert. Sein Land leide stark unter den Luftangriffen aus Russland. Bislang hatten sowohl Nato als auch die USA einen solchen Schritt abgelehnt. Doch der flammende Appell des ukrainischen Präsidenten erhöht auf alle Fälle den Druck auf die Staatschefs des Westens.

Aktuelles zum Ukraine-Krieg: Russland verstärkt Luftangriffe – Ukraine forder Flugverbotzone

+++ 13.30 Uhr: Im Ukraine-Krieg setzen sich die Angriffe Russlands auf die Großstädte fort. Vor allem die Luftangriffe hätten in den vergangenen Tagen zugenommen. Das berichtet CNN in Bezug auf US-Geheimdienstkreise.

Wohl als Reaktion darauf hat der US-Kongress beschlossen, weitere Militärhilfe an die Ukraine zu senden. Vor allem Boden-Luft-Raketen sollen geliefert werden. Das militärische Gerät stamme aus alten Sowjet-Beständen und würde von Nato-Partnern an die Ukraine geliefert werden. Am Mittwochnachmittag wird der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj vor dem US-Kongress sprechen. Es wird erwartet, dass er dort weitere Militärhilfe für sein Land im Krieg gegen die Ukraine fordern wird.

Ukraine-Krieg: Russland zieht Verstärkungen aus dem ganzen Land zusammen

Update vom Mittwoch, 16.03.2022, 09.44 Uhr: Der Ukraine-Krieg läuft für Russland weiter nicht wie geplant. Russlands Präsident Wladimir Putin zieht deshalb weitere Truppen aus dem Landesinneren ab und verlagert sie in das Kriegsgebiet. Das berichtet der US-Nachrichtensender CNN. „Russland versucht zunehmend, zusätzliche Truppen zusammenzuziehen, um seine Verluste auszugleichen“, so CNN und beruft sich dabei auf Geheimdienstinformationen aus Großbritannien.

Krieg in der Ukraine: Washington warnt vor Einsatz russischer Massenvernichtungswaffen

Erstmeldung vom Donnerstag, 10.03.2022: Die US-Regierung hat vor einem möglichen russischen Einsatz chemischer oder biologischer Waffen in der Ukraine gewarnt. Moskau wolle mit der Verbreitung von Falschinformationen den Weg dafür bereiten, den ungerechtfertigten Angriffskrieg in der Ukraine weiter zu eskalieren, warnte die Sprecherin von US-Präsident Joe Biden, Jen Psaki*, am Mittwoch über Twitter. Russland folge dabei einem klaren Verhaltensmuster - entweder um selbst Massenvernichtungswaffen einzusetzen, oder um einen Angriff durch die Ukrainer vorzutäuschen, um eine Rechtfertigung für die Fortsetzung des Kriegs zu konstruieren, schrieb Psaki.

Psakis Äußerung kam nach Vorwürfen Russlands, denen zufolge die Ukraine nukleare oder biologische Waffen entwickeln soll. Erst am Montag behauptete das russische Verteidigungsministerium, in der Ukraine gebe es ein Netzwerk von Bio-Laboren, die im Auftrag des US-Verteidigungsministeriums arbeiteten. Internationale Faktenchecker haben diese Behauptung allerdings längst entkräftet. (iwe/ktho/tab/nb/lrg/nak/tu mit dpa/AFP/KNA/epd/rtr) *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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