Trump sieht Schuld für Pandemie bei WHO

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Washington/Kopenhagen/Wien- Mitten in der Coronavirus-Pandemie hat US-Präsident Donald Trump einen Stopp der Beitragszahlungen für die Weltgesundheitsorganisation (WHO) veranlasst. Trump machte die Organisation am Dienstagabend (Ortszeit) für die Vielzahl an Toten in der Krise mitverantwortlich. Durch das Missmanagement der WHO und deren Vertrauen auf Angaben aus China habe sich die Epidemie dramatisch verschlimmert und global ausgebreitet. Seine Regierung werde prüfen, welche Rolle die WHO bei der "schlechten Handhabung und Vertuschung der Ausbreitung des Coronavirus" gespielt habe. So lange lägen die Zahlungen auf Eis. Trump beklagte ebenso, die WHO habe versäumt, Angaben aus Peking kritisch und zeitnah zu überprüfen. Trumps Rede stieß international auf viel Kritik. Trump steht selbst schwer unter Druck. Der Republikaner hatte die Gefahr des Coronavirus öffentlich lange heruntergespielt. Nun wird ihm vorgeworfen, zu zögerlich auf den Ausbruch reagiert zu haben.

Die WHO reagierte mit Bedauern auf Trumps Ankündigung und rief zu Solidarität im Kampf gegen das Coronavirus auf.

Unterdessen hat für Zehntausende dänische Kinder gestern der vorsichtige Rückweg aus der Zeit der strikten Corona-Maßnahmen begonnen. Als erstes Land Europas, das sich in der Corona-Krise zur Schließung seiner Schul- und Tageseinrichtungen entschlossen hatte, öffnete Dänemark seine Kinderkrippen, Kindergärten und Schulen bis zur fünften Klasse wieder.

In Österreich dürfen Freizeitsportler ab 1. Mai bestimmten Sportarten wieder nachgehen. Sportminister Werner Kogler (Grüne) nannte am Mittwoch in Wien Leichtathletik, Tennis, Golf, Reiten, Bogenschießen und Segelfliegen. Laufen und Radfahren waren bereits bisher erlaubt. dpa

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