Trump rechnet mit Tausenden Toten

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Washington- US-Präsident Donald Trump hat die Amerikaner wegen der Corona-Epidemie auf historisch schwierige Zeiten und auf dramatische Opferzahlen in naher Zukunft eingeschworen. "Die nächsten zwei oder drei Wochen werden zu den schwierigsten gehören, die wir in diesem Land jemals hatten", sagte Trump am Dienstagabend (Ortszeit) im Weißen Haus. "Wir werden Tausende Menschen verlieren." Das Weiße Haus befürchtet nach einer Prognose zwischen 100 000 und 240 000 Tote in den USA durch das Coronavirus - trotz Maßnahmen zur Eindämmung.

Die USA haben inzwischen mehr bestätigte Fälle als jedes andere Land der Welt. Die Verbreitung der Coronavirus-Epidemie in den USA hat sich zuletzt dramatisch beschleunigt. Am Mittwoch lag die Zahl der bestätigten Infektionen bei mehr als 200 000, die Zahl der Toten bei mehr als 4000.

Kremlchef Wladimir Putin hat unterdessen in der Corona-Krise den Weg frei gemacht für massive Einschränkungen des öffentlichen Lebens in Russland. Der Präsident unterzeichnete am Mittwochabend mehrere Gesetze, darunter auch eine Vollmacht für die Regierung, im ganzen Land den Ausnahmezustand zu verhängen. In Kraft traten durch Putins Unterschrift auch die vom Parlament am Vortag beschlossenen Gesetze für schärfere Strafen bei Verstößen gegen die Quarantänevorschriften und wegen der Verbreitung von Falschnachrichten. Möglich sind nun hohe Geld- und Haftstrafen. Landesweit gab es nach offiziellen Angaben am Mittwoch fast 2800 Infektionen, mehr als die Hälfte davon in Moskau. Mehr als 20 Menschen starben bisher

Als UN-Chef übt sich António Guterres eigentlich in Diplomatie. Doch angesichts der Herausforderungen der Corona-Krise greift er zu drastischen Worten.

UN-Chef fordert Solidarität

Die Krise sei die größte Herausforderung an die Welt seit dem Zweiten Weltkrieg, sagte er. Diese Herausforderung brauche daher eine "stärkere und effektivere Antwort", die nur in der Solidarität aller Beteiligten bewältigt werden könne, sagte Guterres zum Ende einer Videokonferenz am Dienstagabend in New York. "Die Welt steht vor einer noch nie da gewesenen Prüfung." dpa

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