Trump hält Quarantäne für unnötig

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Washington/New York- Trotz der sich zuspitzenden Coronavirus-Krise in den USA hat Präsident Donald Trump vorerst auf eine weitreichende Abriegelung von Hotspots wie New York verzichtet. "Eine Quarantäne wird nicht notwendig sein", schrieb Trump am Samstag auf Twitter. Zuvor hatte er Überlegungen geäußert, besonders betroffene Landesteile weitgehend abzuschotten.

In den USA sind der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore zufolge mittlerweile mehr als 125 000 Infektionen mit dem Erreger SARS-CoV-2 nachgewiesen worden. Mehr als 2200 Menschen starben.

Trump hat unterdessen ein ursprünglich für Kriegszeiten gedachtes Gesetz angewendet, um den Autohersteller General Motors (GM) zur Produktion von Beatmungsgeräten zu zwingen. GM habe Zeit verschwendet und sein Versprechen, für das Land 40 000 Geräte zu produzieren, nicht erfüllt, sagte Trump.

In Italien hat sich derweil der Anstieg der Neuinfektionen mit dem Coronavirus deutlich verlangsamt. Aber auch am Sonntag gab es wieder Hunderte Todesfälle. Wie der Zivilschutz am Abend mitteilte, stieg die Zahl der Corona-Toten um 756 auf 10 779.

Region um Madrid besonders betroffen

Spanien musste am zweiten Tag in Folge den Tod von mehr als 800 Corona-Patienten binnen 24 Stunden beklagen. Die Zahl der Todesopfer sei um 838 auf mehr als 6500 geklettert, teilte das Gesundheitsministerium am Sonntag mit. Zur Bekämpfung des Virus verschärft die linke Regierung nun das Ausgangsverbot. Die Zahl der Infizierten stieg ebenfalls an. Am Sonntag lag sie bereits bei knapp 79 000. Besonders betroffen ist die Region um Madrid.

Weltweit waren nach Auskunft der Johns-Hopkins-Universität bis Sonntagabend mehr als 33 000 mit dem Virus Infizierte gestorben. Den Angaben zufolge haben sich mehr als 700 000 Menschen mit SARS-CoV-2 infiziert. dpa

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