UN: 70 Tote im Südsudan

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Juba- Bei einer Auseinandersetzung zwischen Soldaten und Zivilisten im Krisenstaat Südsudan sind nach UN-Angaben mindestens 70 Menschen getötet worden. Hintergrund ist ein Streit über die in einem Friedensabkommen vorgesehene Entwaffnung von Zivilisten. Soldaten hätten am Sonntag in Tonj East im Zentrum des Landes Zivilisten aufgefordert, ihre Schusswaffen abzugeben, sagte am Dienstag James Mabior Makuei, der führende Beamte von Tonj East. Daraufhin sei es zu der Auseinandersetzung gekommen. Am Montag hätten dann bewaffnete Zivilisten eine Militärbasis im nahe gelegenen Romic angegriffen.

Während dieser Kämpfe sei der Markt in Romic geplündert worden, einige Geschäfte seien in Brand gesetzt worden, erklärte UN-Sprecher Stephane Dujarric. Eine UN-Patrouille sei auf dem Weg. Die Soldaten hätten sich nun aus dem Gebiet zurückgezogen, um eine weitere Eskalation zu vermeiden, hieß es vom Militär. Die Entwaffnung von Zivilisten gehört zum Friedensabkommen im Südsudan. dpa

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