Suche nach Ursachen in Beirut

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Beirut -Zwei Tage nach der Explosionskatastrophe von Beirut sind 16 Mitarbeiter des Hafens der Mittelmeer-Metropole festgenommen worden. Das teilte der amtierende Militärrichter Fadi Akiki laut einem Bericht der staatlichen libanesischen Nachrichtenagentur NNA am Donnerstagabend mit. Mehr als 18 Menschen seien befragt worden, darunter Mitglieder des Hafenvorstands und der Zollverwaltung. Die Zahl der Toten stieg derweil laut Gesundheitsministerium auf 149. Die Ermittlungen gingen weiter, hieß es. Ziel sei, "alle Fakten im Zusammenhang mit der Katas-trophe zu klären", teilte Akiki mit.

Der Reformdruck auf die libanesische Regierung wächst. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron forderte bei einem Besuch am Donnerstag mit deutlichen Worten Maßnahmen gegen die ausufernde Korruption im Land. Er sprach von einer "historischen Verantwortung" der Führung des Landes. Macron kündigte eine internationale Hilfskonferenz an. Die Hilfe vor Ort solle von den Vereinten Nationen (UN) und der Weltbank koordiniert werden.

Bei der Explosion wurde auch eine deutsche Diplomatin getötet. Die Detonation am Dienstag hat große Teile des Hafens zerstört und ganze Straßen im Zentrum in Scherben und Trümmer gelegt. Spekuliert wird, dass große Mengen an Ammoniumnitrat, die jahrelang im Hafen ohne Sicherheitsvorkehrungen gelagert wurden, explodierten.

Die Weltgesundheitsorganisation brachte unterdessen 20 Tonnen Hilfsgüter ins Land, um Hunderte Menschen mit Brand- und anderen Verletzungen zu versorgen. Die EU sagte Nothilfe in Höhe von mehr als 33 Millionen Euro zu, um etwa medizinische Ausrüstung zu finanzieren. Die Bundeswehr begann einen größer angelegten Hilfseinsatz. Die Luftwaffe sollte ein medizinisches Erkundungsteam der Streitkräfte nach Beirut fliegen, auch die Korvette "Ludwigshafen am Rhein" nahm Kurs auf die Küstenstadt. Nach dpa-Informationen wurde auch der Luftwaffen-Airbus A310 "MedEvac" für den Transport Schwerverletzter bereitgestellt. Vom Technischen Hilfswerk (THW) brachen zwei Teams im Auftrag der Bundesregierung auf. dpa " Seite 4

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