Meterhoch spritzt das Wasser bei starkem Sturm auf die Mole des Fähranlegers Dagebüll. FOTO: DPA
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Meterhoch spritzt das Wasser bei starkem Sturm auf die Mole des Fähranlegers Dagebüll. FOTO: DPA

Sturmtief über Deutschland

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Berlin/Gießen- Das Orkantief "Sabine" hat bereits gestern für erhebliche Verkehrsbehinderungen in Deutschland gesorgt. Die Bahn stellte den Fernverkehr am Sonntagabend nach und nach bundesweit ein. Für Montagmorgen könne "bundesweit im Regional- und Fernverkehr keine zuverlässige Betriebsaufnahme" gewährleistet werden, kündigte die Bahn an. An mehreren Flughäfen sorgte der Sturm für Verspätungen und Ausfälle.

Das hessische Kultusministerium wies gestern auf einen möglichen Ausfall des Unterrichts am heutigen Montag hin. Sollte die Sicherheit des Schulwegs nicht gewährleistet werden können, unterstütze das Ministerium alle Schulleitungen in ihrer Entscheidung, den Schulbetrieb ganz ausfallen zu lassen, hieß es in einer Mitteilung am Samstagabend.

"Eine solche Entscheidung wird den Eltern über die verabredeten Kommunikationswege vor Ort weitergegeben." Die Sicherheit gehe immer vor. In der Regel entscheiden die Schulen in Hessen selbst darüber, ob der Unterricht ausfällt oder stattfindet.

Auch wenn eine Schule den Unterricht stattfinden lässt - grundsätzlich müssen dem Ministerium zufolge die Eltern bei extremen Wetterverhältnissen am Morgen entscheiden, ob der Schulweg für ihre Kinder zumutbar sei. Bereits erwachsene Schüler könnten dies selbst entscheiden. "Im Fall des Fernbleibens muss die Schule informiert werden", erklärte das Ministerium. Zahlreiche Städte und Kreise in Hessen kündigten bereits am Sonntag an, dass der Unterricht am Montag ausfallen wird. Dazu zählen der Landkreis Gießen, einzelne Schulen in der Stadt Gießen sowie der Rheingau-Taunus-Kreis, der Kreis Marburg-Biedenkopf, der Lahn-Dill-Kreis, der Werra-Meißner-Kreis, der Kreis Fulda, der Main-Kinzig-Kreis sowie die Städte Hanau, Wiesbaden, Rüsselsheim und Offenbach. Auch die Stadt Kassel empfahl am Sonntagabend den Schulen, am Montag geschlossen zu bleiben.

Wegen der Wetterlage sind am Sonntag bereits 150 von 1200 geplanten Starts und Landungen am Frankfurter Flughafen gestrichen worden. Dabei handle es sich vor allem um Flüge innerhalb Europas, sagte eine Sprecherin des Flughafenbetreibers Fraport. Für heute gebe es bereits 130 Annullierungen bei geplanten 1300 Flugbewegungen.

Weil ein 33 Meter hoher Kran wegen des Sturmtiefs umzukippen drohte, hat derweil die Feuerwehr in Pinneberg nahe Hamburg mehrere Gebäude evakuiert. Die meisten der 120 betroffenen Menschen seien bei Verwandten und Bekannten untergekommen, teilte der Kreisfeuerwehrverband Pinneberg mit. Alle anderen Optionen wie etwa der Abbau des Krans seien wegen des Wetters nicht infrage gekommen, sagte Gemeindewehrführer Claus Köster am Abend. dpa " Seiten 6, 10, 11

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