Starker Anstieg in Schweden

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Stockholm/Brüssel- Schweden verzeichnet die bislang höchste Anzahl von Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages. 1474 Erkrankungen seien hinzugekommen, teilt die Gesundheitsbehörde mit. Der Rekord-Anstieg sei eine "direkte Konsequenz vermehrter Tests". Dadurch seien auch Fälle erfasst worden, bei denen die Betroffenen nur milde Symptome gezeigt hätten. Insgesamt seien nunmehr 48.300 Infektionen bestätigt. Die Zahl der Corona-Toten kletterte den Angaben zufolge um 19 auf 4814. Pro Kopf sind das deutlich mehr als in den benachbarten nordeuropäischen Ländern, aber weniger als in den am schlimmsten betroffenen europäischen Staaten Spanien, Großbritannien und Italien. Schweden hat mehr auf freiwillige Maßnahmen statt auf Vorschriften gesetzt. Die Sterblichkeitsrate liegt aber höher als in anderen nordischen Staaten. Nahezu alle deutschen Bundesländer haben gegenüber Schweden-Einreisenden eine Quarantänepflicht von 14 Tagen verhängt.

Die Organisatoren der Demonstrationen für die Demokratie, gegen Rassismus und gegen Präsident Jair Bolsonaro haben trotz der Pandemie zu weiteren Protesten in Brasilien aufgerufen. "Unser Ziel ist zu zeigen, dass die Mehrheit der Bevölkerung gegen die tödliche Politik der Regierung und die Drohungen des Bruchs mit der Demokratie ist", sagt Danilo Pássaro, Fan des SC Corinthians und einer der Organisatoren von der Bewegung "Somos Democracia".

Angesichts der dramatischen Corona-Wirtschaftskrise ringen die EU-Staaten um die richtige Strategie für den Wiederaufbau. Eurogruppen-Chef Mario Centeno forderte, auch den Schutz der gemeinsamen Währung im Blick zu behalten. Die vier östlichen Staaten Polen, Ungarn, Tschechien und Slowakei verlangten Korrekturen am Wiederaufbauplan - vor allem eine geänderte Verteilung der Mittel. Auch andere Staaten sind unzufrieden.

Einreisen in die EU sollen nach Empfehlungen der EU-Kommission ab Juli aus bestimmten Ländern wieder möglich sein. Der in der Corona-Krise verhängte Einreisestopp solle um zwei Wochen bis Ende Juni verlängert und dann schrittweise aufgehoben werden, schlug die EU-Behörde am Donnerstag vor.

Für Griechenland hat die Eurogruppe 748 Millionen Euro Hilfen zur Erleichterung der Schuldenlast gebilligt. Die Regierung in Athen habe die Bedingungen dafür erfüllt. Die griechische Reaktion auf die Corona-Krise sei entschieden und angemessen gewesen, und die Reformpolitik werde fortgesetzt. dpa

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