Schüler in Quarantäne

Wiesbaden/Gießen- In Hessen werden zentrale Untersuchungsstellen für Coronavirus-Verdachtsfälle eingerichtet. Am Freitag gab es laut Sozialministerium in Hessen 17 bestätigte Fälle. Die neuesten Infektionen betreffen je eine Person im Landkreis Gießen, im Hochtaunuskreis, im Rheingau-Taunus-Kreis und im Vogelsbergkreis (Donnerstag).

Das Gesundheitsamt Gießen empfahl einer Schülergruppe der Gießener Aliceschule vorsorglich eine Quarantäne zu Hause. Die insgesamt 37 Berufsschüler sowie vier Lehrkräfte und Begleiter hatten sich den Angaben zufolge in den vergangenen Tagen auf einer Skifreizeit in Südtirol aufgehalten. Südtirol ist mittlerweile laut Robert-Koch-Institut (RKI) ein Risikogebiet.

Aus Sorge um eine Ansteckung mit dem Coronavirus müssen auch 99 Schüler aus Rimbach (Kreis Bergstraße) nach ihrer Rückkehr von einer Klassenfahrt erst einmal zu Hause bleiben. Auch in zwei Schulen im Lahn-Dill-Kreis müssen Schüler und Begleitpersonen, die von Skifreizeiten in Südtirol zurückkehren, 14 Tage zu Hause bleiben. Betroffen sind 74 Schüler sowie 16 Lehrkräfte und Begleiter der Lahntalschule in Lahnau-Atzbach. Betroffen sind auch 15 Schüler, zwei Lehrer und eine Begleitperson einer Skifreizeit der Goldbachschule in Dillenburg.

Hessens Kultusministerium hat die Schulen im Land angewiesen, bis 30. April alle Klassenfahrten in Risikogebiete abzusagen.

Die Untersuchungsstellen sollen ab Montag in ausgewählten Stellen des Ärztlichen Bereitschaftsdienstes eingerichtet werden. Ziel sei es, Hausarztpraxen zu entlasten. In den Untersuchungsstellen sollen Menschen, bei denen der Hausarzt einen begründeten Verdacht geäußert hat, gebündelt auf das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 getestet werden. Voraussetzung ist nach dem Kriterienkatalog des RKI sowohl eine akute Erkrankung der Atemwege als auch ein Kontakt mit einer als infiziert bestätigten Personen oder der Aufenthalt in einem Risikogebiet. Wer sich testen lassen möchte, muss zuerst die zentrale Rufnummer des Bereitschaftsdienstes (116 117), das Gesundheitsamt oder seinen Hausarzt anrufen. dpa

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