Russland lockert Beschränkungen

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Moskau/Oslo/Ankara/Madrid- Das vom Coronavirus schwer betroffene Russland hat trotz weiter steigender Infektionszahlen erstmals mehrere Beschränkungen gelockert. Nach wochenlanger Schließung öffneten am Montag Einkaufszentren wieder, darunter das Nobel-Kaufhaus GUM in unmittelbarer Nähe des Kreml. Auch Dienstleistungsbetriebe nahmen die Arbeit wieder auf. Mehr als 300 000 Menschen kehrten dadurch an ihre Arbeitsplätze zurück. Ministerpräsident Michail Mischustin nannte die Lage stabil. "Die Zahlen geben Anlass zu vorsichtigem Optimismus." Sie stiegen aber am Montag einmal mehr auf nun fast 414 900 Fälle.

Schweden hat am Montag acht neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet, nachdem der Sonntag der erste Tag ohne Corona-Tote seit März gewesen war. Wie die staatliche Gesundheitsbehörde weiter mitteilte, stieg die Zahl der Todesfälle auf 4403. Etwa 37 800 Menschen infizierten sich bisher. Bereits am Sonntag hatte die Behörde aber gesagt, über das Wochenende verzögerten sich für gewöhnlich die Meldungen über neue Opfer.

Unterdessen wurden in der Türkei Reisebeschränkungen für die Millionenmetropole Istanbul und 14 weitere Provinzen aufgehoben. Die Einwohner durften ihre Region damit das erste Mal seit Anfang April wieder verlassen. Inlandsflüge durften am Montag wieder starten, und Restaurants, Cafés und Sportanlagen sowie der Große Basar in Istanbul durften unter Auflagen wieder öffnen. Die Türkei steht nach Fallzahlen laut US-Universität Johns Hopkins auf Platz elf weltweit.

Spanien will den umstrittenen Notstand zur Eindämmung der Pandemie bis zum 20. Juni verlängern, wie Ministerpräsident Pedro Sánchez am Sonntag sagte. Es werde eine "abgeschwächte Form" des Notstands sein. Über den Antrag wollte das Parlament am Mittwoch abstimmen. Es gelten weiterhin strenge Ausgehbeschränkungen, die seit wenigen Wochen langsam gelockert werden. Mit mehr als 27 000 Toten und rund 240 000 Infektionsfällen ist Spanien eines der schwersten betroffenen Länder.

In Südafrika gab es Freudentänze und lange Schlangen, weil nach gut zweimonatigem Alkoholverbot im Rahmen der Corona-Restriktionen am Montag der Verkaufsbann für Wein, Bier oder Schnaps aufgehoben wurde. Die meisten Bereiche der Wirtschaft wurden ebenso wie die Schulen wieder vorsichtig geöffnet. dpa

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