Reisewarnungen fallen weg

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Berlin- Der Sommerurlaub am Mittelmeer ist gerettet: Nach drei Monaten wird am 15. Juni die weltweite Reisewarnung wegen der Corona-Pandemie für den größten Teil Europas wieder aufgehoben. Das beschloss die Bundesregierung gestern in Berlin. Bei zwei Ländern kommt es aber zu einer Verzögerung: Für Norwegen und Spanien soll die Reisewarnung wegen noch bestehender Einreisesperren zunächst aufrecht erhalten werden. Außenminister Heiko Maas hofft aber, dass zumindest der Reiseverkehr nach Spanien noch im Juni wieder anlaufen kann.

Maas hatte die Reisewarnung für Touristen am 17. März nach Ausbruch der Corona-Pandemie für alle rund 200 Länder der Welt ausgesprochen.

Für 31 europäische Länder soll die Reisewarnung nun wieder aufgehoben werden. Dazu zählen die 26 Partnerländer Deutschlands in der Europäischen Union, das gerade aus der EU ausgetretene Großbritannien und die vier Staaten des grenzkontrollfreien Schengen-Raums, die nicht Mitglied in der EU sind: Island, Norwegen, die Schweiz und Liechtenstein.

Ersetzt wird die Reisewarnung durch sogenannte Reisehinweise. Darin wird dann über die landesspezifischen Risiken informiert. Das kann auch bedeuten, dass von touristischen Reisen abgeraten wird. Zum Beispiel bei Großbritannien soll das der Fall sein, solange dort noch eine 14-tägige Quarantänepflicht für alle Einreisenden besteht.

Anhand der Reisehinweise soll jeder Tourist selbst entscheiden, was er sich zumuten will. Kurz gesagt bedeutet das: Urlaub auf eigene Gefahr. Auch Maas machte klar, dass die Aufhebung der Reisewarnung kein Freifahrtschein in den unbeschwerten Urlaub ist. "Reisewarnungen sind keine Reiseverbote und Reisehinweise sind keine Reiseeinladung", betonte er. Die Bundesregierung macht in dem beschlossenen Eckpunktepapier klar, dass die Reisewarnung für bestimmte Länder oder Regionen reaktiviert werden kann, wenn die Zahl der Neuinfektionen wieder drastisch steigt.

Italien öffnete bereits gestern seine Grenzen für Touristen aus den anderen 26 EU-Ländern sowie weiteren Staaten wie Großbritannien, Norwegen und der Schweiz.. dpa

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