Corona-Krise

Die Reaktion in Deutschland

  • vonDPA
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Bei knapp 162 000 Menschen in Deutschland ist bislang das Coronavirus nachgewiesen worden. Mehr als 6600 starben mit einer Corona-Infektion. Wie Bund und Länder auf die Pandemie reagiert haben:

Der Beginn:Ende Januar gibt es die erste bestätigte Infektion in Bayern. Nach und nach sind weitere Bundesländer betroffen, bis am 10. März Sachsen-Anhalt als letztes Land seinen ersten Fall meldet. Die ITB Berlin, weltgrößte Reisemesse, fällt Ende Februar ebenso aus wie bald darauf die Leipziger Buchmesse.

Erste Opfer:Am 9. März meldet Nordrhein-Westfalen die ersten beiden Toten in Deutschland. Zuvor war ein 60 Jahre alter deutscher Tourist im Ägypten-Urlaub am Virus gestorben. Bund und Länder wollen Veranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern absagen. Immer mehr Theater und Konzerthäuser stellen den Betrieb ein, Kinostarts werden verschoben. Spielstopp auch in der Fußball-Bundesliga.

Grenzen dicht:An den Grenzen zu Frankreich, Österreich, Luxemburg, Dänemark und der Schweiz treten Mitte März umfassende Kontrollen und Einreiseverbote in Kraft. Nicht-EU-Bürgern wird die Einreise nach Deutschland untersagt. In den meisten Bundesländern sind Schulen und Kitas bereits geschlossen.

"Historische Aufgabe":In einer TV-Ansprache mahnt Bundeskanzlerin Angela Merkel am 18. März Solidarität und Disziplin im Kampf gegen das Virus an. Bundesweit gilt bald darauf: soziale Kontakte minimieren, Mindestabstände einhalten. Kneipen, Restaurants, Friseursalons und viele Läden werden geschlossen, Gottesdienste mit Gläubigen verboten - auch an Ostern. Bundestag und Bundesrat verabschieden ein milliardenschweres Hilfspaket.

Vorsichtige Öffnung:Die Maßnahmen zeigen Erfolg, die Ausbreitung der Epidemie hat sich verlangsamt. Mitte April stellen Bund und Länder die ersten Lockerungen in Aussicht. dpa

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