CDU quält sich mit Neuaufstellung

  • vonDPA
    schließen

Berlin- Nach der Rückzugsankündigung von Parteichefin Annegret Kramp-Karrenbauer quält sich die CDU mit dem weiteren Vorgehen für eine Neuaufstellung. Führende Christdemokraten riefen am Wochenende dazu auf, einen langwierigen Machtkampf zu vermeiden und Teamlösungen in den Blick zu nehmen. Offen war weiterhin, wann und wie neben der Nachfolge im Parteivorsitz die Kanzlerkandidatur der Union geregelt wird, bei der auch die Schwesterpartei CSU mitredet. Kramp-Karrenbauer will in der neuen Woche Gespräche mit den potenziellen Kandidaten führen. Die SPD rechnet mit einem längeren Klärungsprozess.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU), der als ein möglicher Kandidat für Führungspositionen gilt, warb für gemeinschaftliche und zügige Entscheidungen. "Es gibt ein hohes Bedürfnis bei unseren Wählern und unseren Mitgliedern, dass wir das im Team und mit viel Verantwortungsbereitschaft regeln", sagte er am Sonntagabend. Über beide Personalfragen solle "zügig" entschieden werden, auch wenn es bei der Kanzlerkandidatur manchmal näher zur Wahl besser sei. Im momentanen Zustand der CDU brauche es aber Klarheit - inhaltlich und personell. Man solle ein Team suchen, das die Partei eine und einen Gestaltungsanspruch für die 20er Jahre verdeutliche. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) sprach von einer ernsten Situation. Es gehe darum, ob die Union imstande sei, dauerhaft mehr als 30 Prozent der Wähler an sich zu binden. dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare