Deutschland sei bei der Verwendung von Kunststoffen ein trauriger Spitzenreiter, kritisieren Umweltverbände. Sie wollen einen grundlegend anderen Kurs. FOTO: AFP
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Deutschland sei bei der Verwendung von Kunststoffen ein trauriger Spitzenreiter, kritisieren Umweltverbände. Sie wollen einen grundlegend anderen Kurs. FOTO: AFP

"Plastikflut stoppen"

  • vonDPA
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Berlin- Mehr Recycling, weniger Mikroplastik und strikte Verbote für die Entsorgung von Müll auf See: Umweltverbände haben am Mittwoch in einem gemeinsamen Appell an die Bundesregierung zum Kampf gegen die weltweite Verbreitung von Plastikmüll aufgerufen. Ein zentraler Punkt ist dabei die Forderung, Hersteller und Inverkehrbringer gesetzlich für Gesundheits-, Umwelt- und Klimaschäden ihrer Produkte haftbar zu machen.

Insgesamt 15 Forderungen an die Bundesregierung legten die Verbände, darunter Greenpeace, der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) und die Deutsche Umwelthilfe (DUH) vor. Über strikte Regulierung und Verbote müssten Kunststoffproduktion und -verbrauch "drastisch reduziert werden", forderten sie. Einweg- und Verpackungsprodukte sollten entlang der gesamten Lieferketten in einem verbindlichen Zeitrahmen durch Mehrwegsysteme ersetzt und Mikroplastikanwendungen verboten werden.

Grundsätzlich müsse der Einsatz primärer Rohstoffe, ob fossil oder nachwachsend, "rigoros reduziert" werden. Dazu- gehöre der entschiedene Einstieg in eine "auf Vermeidung ausgerichtete Kreislaufwirtschaft". Nötig seien dafür "klare und verbindliche gesetzliche Vorgaben zu Langlebigkeit, Wiederverwendung, Reparaturfähigkeit und die Recyclingfähigkeit für alle Produktkategorien". AFP

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